Pz.Kpfw.III Ausf.L — Fgst.Nr. 73381
11. Panzer-Division
Instandsetzung Truppe
11. Panzer-Division
In der Bestandsmeldung ausgewiesen: Einsatzbereit
11. Panzer-Division
einsatzbereit
Nach dem Einsatz am Donez verlegt die Division wegen Verschlammung nur mühsam in den Auffrischungsraum; Stab nach Nowo-Iwanowka. [mehr ▸]
Am 1.4.43 um 05.00 Uhr übernimmt die 6. Pz.Div. den Befehl im restlichen Abschnitt der Division. Teile der 11. Pz.Div., die wegen starker Verschlammung nicht abgelöst werden konnten (Pz.Gren.Rgt. 111 ohne I., I./Pz.A.R. 119 und 1 Kompanie Pz.Pi.Btl. 209, im Raum Werchne Ssaltow), sind bis auf weiteres der 6. Pz.Div. unterstellt. Die übrigen Teile befinden sich in Charkow-Ost und Südost. Die geplante Verlegung in den Auffrischungsraum (Perekopi – Wyssokopolje – Schelestewo – Artemowka – Tschutowo) muss wegen völliger Unpassierbarkeit der Wege unterbrochen werden. Pz.Rgt. 15, le.Stu.Geschtz.Abt. 911 und II./Pz.Gren.Rgt. 110 befinden sich bereits im neuen Unterkunftsraum. Am 4.4.43 werden die letzten Teile der Division durch die 6. Pz.Div. abgelöst, müssen aber zunächst im Einsatzraum bleiben. Am 6./7.4.43 marschieren die Restteile nach Wetterbesserung auf dem Umweg über Krassnograd in den neuen Unterkunftsraum; der Div.-Stab verlegt in das Stabsquartier Nowo-Iwanowka.
Minenexplosion bei einem Pionierlehrgang in Resunenkowo, 25 Tote und 14 Verwundete. [mehr ▸]
Am 14.4.43 werden bei einem Pi-Lehrgang des Panz.-Rgt. 15 und der le.Stu.Geschtz.Abt. 911 beim Panz.Pi.Btl. 209 gegen 15.00 Uhr in Resunenkowo durch Explosion einer Holzkasten- und einer T-Mine 25 Lehrgangsteilnehmer getötet und 14 verwundet.
Aufteilung und Wiederaufstellung der Panz.Jäg.Abt. 61 (Sfl.); Aufstellung Stab Ersatz-Btl. 11. [mehr ▸]
Am 19.4.43 ergeht Befehl über die Aufteilung der Panz.Jäg.Abt. 61. Am 24.5.43 ergeht Befehl zur Wiederaufstellung der Panz.Jäg.Abt. 61 mit Stab und 2.(Sfl.)Kp.: Stab/Panz.Jäg.Abt. 61 scheidet aus Lehr-Abt./11. Panz.-Division aus, 1.(Sfl.)/Panz.Jäg.Abt. 61 scheidet aus dem Verband der le.Stu.Geschtz.Abt. 911 aus und tritt zur Panz.Jäg.Abt. 61 zurück, 2.(Rahmen)/Panz.Jäg.Abt. 61 scheidet aus der Lehr-Abteilung aus. Zur Führung der Lehr- und Ersatz-Abt. wird Aufstellung Stab/Ersatz-Btl. 11. Panz.-Division befohlen.
Beendigung der Auffrischung bis Ende April durch ausbleibende Ersatzteile, Waffen und Gerät nicht gewährleistet. [mehr ▸]
Die Beendigung der Auffrischung bis Ende des Monats im Hinblick auf den neuen Einsatz der Division ist durch das verzögerte Anlaufen und das Ausbleiben eines großen Teiles von Ersatzteilen, Waffen und Gerät nicht gewährleistet. Entsprechende Meldungen wurden wiederholt an vorgesetzte Dienststellen erstattet.
Umbenennung des Kradschtz.-Btl. 61 in Panzer-Aufklärungs-Abteilung 11. [mehr ▸]
Mit Eingang der A.H.M. 9. Ausgabe v. 7.4.43, Ziff. 31 am 23.4.43 erfolgt Umbenennung des Kradschtz.-Btl. 61 in Panzer-Aufklärungs-Abteilung 11.
Vorbesprechung mit I.D. Groß-Deutschland und Erkundung des Bereitstellungsraumes im Abschnitt der 167. I.D. [mehr ▸]
Am 25.4.43 findet am Gefechtsstand des Füsilier-Regiments "Groß-Deutschland" in Nowo Borissowka eine Vorbesprechung statt. Teilnehmer: Kdr. XXXXVIII. Panz.-Korps, zugleich als Kdr. 11. Panz.-Div., Kdr. Inf.Div. "Groß-Deutschland", Kdr. Panz.Gren.Rgt. 110, Pz.A.R. 119, Pz.Pi.Btl. 209, Ia 11. Panz.-Div. Anschließend Verbindungsaufnahme Ia 11. Panz.-Div. mit 167. Inf.-Div.; Geländeerkundung und Erkundung eines Bereitstellungsraumes im Abschnitt des I.R. 339 der 167. I.D. Am 26.4.43 Auswertung des Erkundungsergebnisses; Vorarbeiten für den Marsch der einsatzbereiten Teile der Division aus dem Auffrischungsraum in den Zwischenunterkunftsraum und in den Versammlungsraum; Schwierigkeiten wegemäßig und marschtechnisch (Nachtmärsche, Kürze der Nacht).
Ab 12.00 Uhr dem Panz.A.O.K. 4 unterstellt (Tarnbezeichnung Auffrischungs Stab Charkow). [mehr ▸]
Ab 12.00 Uhr ist die Division führungsmäßig dem Pz.A.O.K. 4 unterstellt (Tarnbezeichnung „Auffrischungs-Stab Charkow”). Datum nach der Titelseite des KTB (26.–28.4.43); Seite 10 nennt nur „ab 12,00 Uhr”.
Vorbereitung des Marsches in den Versammlungsraum (Straßen, Kolonnenraum, Tonnage); Bewegungen nur nachts möglich. [mehr ▸]
Am 26.4.43 werden 200–300 to Kolonnenraum ab 1.5.43 von Heeresgruppe Süd zugesagt. Am 27.4.43 verbessert Panz.Pi.Btl. 209 die Wege in den Unterkunftsraum II; durch die Ausweichstraße erfolgen die Bewegungen der Division auf 2 Straßen, aber nur als Nachtmarsch. Am 28.4.43 um 2.30 Uhr Eingang Befehl XXXXVIII. Panz.-Korps Ia Nr. 643/43 Chefs. v. 27.4.1943 (bereits vernichtet); die mündlich und fernmündlich gegebenen Befehle werden schriftlich zusammengefaßt in 11. Panz.-Div. Ia Nr. 108/43 g.Kdos. v. 28.4. Teile Panz.Gren.Rgt. 110 (etwa 2 Kp.) werden auf Kolonnen des Kdr. Div. Nachschb.Tr. 61 verladen und marschieren in den Unterkunftsraum II. Das Korps orientiert, daß der Tonnageraum (240 to) am 29.4. gegen Mittag eintreffen wird; Eingliederung an Panz.Gren.Rgt. 110 und 111 je zur Hälfte. Am Abend marschieren Panz.A.R. 119 und Heeres-Flak-Abt. 277 in den Unterkunftsraum II.
Auf Befehl OKH Entfernung des taktischen Divisionszeichens und des Traditionsabzeichens von allen Fahrzeugen. [mehr ▸]
Auf Befehl OKH ergeht Befehl an die Truppenteile zur Entfernung des taktischen Divisionszeichens und des Traditionsabzeichens der Division von allen Fahrzeugen, Schildern usw.
Ab 0.00 Uhr wieder dem XXXXVIII. Panz.-Korps unterstellt; Besprechungen über Bereitstellung und Angriffführung. [mehr ▸]
Am 29.4.43 um 00.00 Uhr ist die Division wieder dem Gen.Kdo. XXXXVIII. Pz.-Korps in taktischer Hinsicht unterstellt. Besprechung mit den Chefs Pz.A.O.K. 4 und Gen.Kdo. XXXXVIII. Pz.-Korps, den Ia der 167. I.D., I.D. „Großdeutschland” und 11. Pz.-Div. in Nowo Borrisowka sowie beim Kdr. 11. Pz.-Div. mit den Kommandeuren der Division in Alexandrowka: Einweisung über geplante Bereitstellung und Angriffsführung, Erkundung und Bereitstellungsräume.
Geplantes Unternehmen (im KTB ohne Namen): x-Tag bekanntgegeben, um 4 Tage verschoben, am 3.5. aufgehoben; am 10.5. wird das Unternehmen verschoben. [mehr ▸]
Geplantes Unternehmen (Name im KTB nicht genannt): Am 30.4.43 um 02.00 Uhr wird der x-Tag bekanntgegeben, um 16.45 Uhr durch Korpsbefehl um 4 Tage verschoben. Am 3.5.43 wird auf Grund Korpsbefehls der bisher befohlene Tag zum Anlaufen der Operationen aufgehoben; der x-Tag wird neu befohlen werden. Am 10.5.43 gibt der O.B. Heeresgruppe Süd im Hauptquartier Pz.A.O.K. 4 bekannt, dass das bisher geplante Unternehmen bis auf weiteres verschoben ist und später, eventuell in veränderter Gliederung, durchgeführt wird.
II./Panz.-Rgt. 6 (3. Panz.-Div.) sollte der Division unterstellt werden, kehrt am 8.5. zur 3. Panz.-Div. zurück; die Unterstellung wird nicht wirksam. [mehr ▸]
Am 30.4.43 sagt das Korps die Zuführung und Unterstellung der II./Pz.-Rgt. 6 (3. Pz.-Div.) zu. Am 1.5.43 trifft der Kdr. II./Pz.Rgt. 6 auf dem Div.Gef.Std. ein; der Transport seiner Abteilung ist um 4 Tage ausgesetzt. Am 8.5.43 erhält die II./Pz.-Rgt. 6, mit Teilen im Ausladeraum eingetroffen, den Befehl, zur 3. Pz.-Div. zurückzukehren. Das Unterstellungsverhältnis unter 11. Pz.-Div. wird somit nicht wirksam.
Verstärkungsartillerie (A.R. 70, I./A.R. 108, III./A.R. 109) und Brüko B 22 der Division unterstellt; bis 11.5. Abgang. [mehr ▸]
Am 30.4.43 werden der Division unterstellt: Art.-Rgt. Stab z.b.V. 70 mit s. Art.Abt. 101 (s.F.H.), I./A.R. 108 (le.F.H.) und III./A.R. 109 (Mörserabteilung); sie sammeln im Unterkunftsraum II. Kw. Transport-Komp. z.b.V. 941 wird je zur Hälfte den Panz.Gren.Rgt. 110 und 111 zugeteilt. Brüko B 22 wird dem Panz.-Pi.Btl. 209 zugeführt. Am 9.5.43 Abgang Stab A.R. 70 mit s.Art.Abt. 101. Am 11.5.43 ist das Unterstellungsverhältnis I./Art.-Rgt. 108, III./Art.Rgt. 109 sowie Brüko B 22 beendet.
Bombenangriff auf Bhf. Skorodochowo: 25 Tote und mindestens 50 Verwundete bei einer Heeres-Flak-Abt. [mehr ▸]
Am 7.5.43 entstehen bei Angriff auf Bhf. Skorodochowo durch Bombenwurf erhebliche Ausfälle (25 Tote, mindestens 50 Verwundete bei einer Heeres-Flak-Abt.). In der Nacht zum 8.5.43 rege feindliche Luftwaffentätigkeit mit Abwurf von Leuchtschirmen und Bombenwürfen über Rollbahn und gesamtem Unterkunftsbereich der Division, geringe Schäden.
Jede Panzer-Division stellt eine Eingreif-Gruppe; die 11. Panz.-Div. bildet die Gruppe Henze, die in den Raum nordostwärts Graiworon marschiert. [mehr ▸]
Am 10.5.43 wird nach der Orientierung im Hauptquartier Pz.A.O.K. 4 durch jede Panzer-Division hinter der HKL eine Eingreif-Gruppe gestellt. Um 23.00 Uhr kündigt das Korps eine Eingreifreserve an: 1 Panzer-Gren.Rgt., 1 Art.-Abt., 1 Panz.-Abt. und 1 Pi.Kp.; die Versammlung muss am 13.5.43 beendet sein. Am 11.5.43 um 09.00 Uhr Befehl an Pz.-Gren.Rgt. 110 zum Marsch und zur Versammlung der Eingreif-Gruppe: dem Kommandeur Pz.Gren.Rgt. 110 werden II./Pz.-Rgt. 15, II./Pz.A.R. 119 und 2./Pz.Pi.Btl. 209 unterstellt (Eingreifgruppe Henze); Beginn des Marsches 19.00 Uhr. In der Nacht vom 11./12.5.43 erreichen II./Pz.-Rgt. 15 und II./Pz.-Gren.Rgt. 110 den Zwischenunterkunftsraum um Ssenoje, am 13.5.43 den befohlenen Raum nordostwärts Graiworon.
Feindflugzeuge setzen etwa 40 Fallschirmjäger ab (z.T. in deutschen Uniformen); Bekämpfung bis 16.5. [mehr ▸]
In der Nacht vom 14./15.5.43 werden im Raum nordostwärts des Unterkunftsbereiches der Division von Feindflugzeugen etwa 40 Fallschirmjäger, teils in deutschen Uniformen, abgesetzt. Die Bekämpfung läuft an und wird am 16.5.43 nach Durchkämmen des Waldes südlich Kolontajew beendet.
Generalmajor Mickl übernimmt vertretungsweise die Führung für den erkrankten Generalleutnant v. Choltitz. [mehr ▸]
Am 17./18.5.43 übernimmt Generalmajor Mickl vertretungsweise die Führung der Division für den krankheitshalber nach Deutschland beurlaubten Generalleutnant v. Choltitz.
Der Division wird 1 Battr. zu 6 s.F.H. auf Fahrgestell Panzer IV zugewiesen. [mehr ▸]
Vom 19.–22.5.43 wird der Division 1 Battr. zu 6 s.F.H. auf Fahrgestell Panzer IV zugewiesen.
Intensive Ausbildung für das Durchbrechen tief gestaffelter Verteidigung und Zusammenarbeit mit Panzern und Sturmgeschützen; Planspiele. [mehr ▸]
Vom 19.5.43 bis 22.5.43 intensive Ausbildung der Truppenteile, abgestimmt auf den zukünftigen Einsatz: Durchbrechen eines tief gestaffelten Verteidigungssystems, Zusammenarbeit der Panzergrenadiere mit Panzern und mit Sturmgeschützen, Gasausbildung. Am 21.5.43 wird Brüko B 22 der Division vorübergehend zu Ausbildungszwecken unterstellt. Am 27.5.43 Planspiel im Div.-Stab (geplante Kampfführung). Am 28.5.43 Kommandeur-Besprechung bei XXXXVIII. Panzerkorps; Eingang neuer Befehle über Marsch in den Bereitstellungsraum und die gedachte Kampfführung. Vom 29.5.43 bis 31.5.43 Meldung der Division über geplante Angriffsführung. Am 2.6.43 nehmen Div.-Kdr. und Ia am Planspiel bei Panz.A.O.K. 4 teil, am 5.6.43 bei XXXXVIII. Panz.-Korps.
11. Panzer-Division
Einsatzbereit
11. Panzer-Division
Einsatzbereit
6 s.F.H. (Sfl.) Hummeln treffen ein und werden vom I./Panz.-Art.-Rgt. 119 übernommen. [mehr ▸]
In der Zeit vom 4.6.43 bis 7.6.43 (genaues Datum geht aus dem Text der Seite nicht hervor) treffen 6 s.F.H. (Sfl.) (Hummeln) ein und werden von I./Panz.-Art.-Rgt. 119 übernommen.
Kommandeur-Besprechungen über das Unternehmen Zitadelle. [mehr ▸]
Am 14.6.43 Kdr.-Besprechung am Div.-Gef.Std., Thema: Unternehmen "Zitadelle"; Korpsbefehl betr. Kampfführung bei Unternehmen "Zitadelle". Am 18.6.43 um 17.00 Uhr Kommandeur-Besprechung im Kasino der Führungsabteilung über Unternehmen "Zitadelle"; Teilnehmer: Kdr. Panz.-Rgt. 15, Panz.-Gren.Rgt. 111, Stu.Geschtz.Abt. 911, Panz.Art.Rgt. 119 und Führer Panz.Pi.Btl. 209.
Erfolgloser Versuch, mit 32 cm Wurfkörpern-Flamm eine Gasse durch Minenfelder zu schießen. [mehr ▸]
Am 17.6.43 um 09.00 Uhr führt Panz.Pi.Btl. 209 den durch die Armee befohlenen Versuch durch, mittels Einsatz von 32 cm Wurfkörpern-Flamm durch eine Gasse Minenfelder zu schießen. Das Ergebnis ist negativ.
Bei Kantermirowka werden Fallschirmspringer abgesetzt; ein Bandit gefangen, Sprengmaterial gefunden. [mehr ▸]
In der Nacht vom 21.6.43 zum 22.6.43 werden im Raum von Kantermirowka (10 km westlich Tschutowo) Fallschirmspringer in unbekannter Stärke mit Sprengmitteln abgesetzt. Die Gegenaktion durch Teile Panz.-Rgt. 15 und 1./Feldgend.-Abt. 683 führt zur Gefangennahme eines Banditen und zum Auffinden von Sprengmaterial.
Übung des verstärkten Panz.Gren.Rgt. 111 im Durchbruch durch ein Stellungssystem, Teilnahme von Gen. v. Knobelsdorff und Gen.Oberst Hoth. [mehr ▸]
Am 22.6.43 um 16.00 Uhr Kdr.-Besprechung im Übungsgelände bei Punkt 180,6 (nordwestlich Iskrowka), Thema: Übung am 24.6.43; Teilnehmer: sämtliche Rgt.- und selbst. Abt.-Kdr. mit Ausnahme Kdr. Panz.-Gren.Rgt. 110. Am 24.6.43 findet im Raum von Schewtschenko eine Übung des verstärkten Panz.-Gren.-Rgt. 111 statt, in der der Durchbruch durch ein tiefgegliedertes Stellungssystem geübt wird. Der Kom. Gen. XXXXVIII. Panz.-Korps, General der Panzertruppe von Knobelsdorff, und der Oberbefehlshaber Panz.A.O.K. 4, Generaloberst Hoth, nehmen an der Übung teil.
Stichwort Bevorraten, neuer Div.-Gef.Std. ab 30.6., Adjutantenbesprechung über den Marsch. [mehr ▸]
Am 27.6.43 um 18.10 Uhr wird der Ia durch den Chef des Stabes XXXXVIII. Panzerkorps fernmündlich vororientiert über das Anlaufen der unter Stichwort "Bevorraten" befohlenen Maßnahmen; die Kommandeure werden im Laufe des Abends durch den Ia fernmündlich unterrichtet. Um 24.00 Uhr wird vom Korps befohlen, dass der neue Div.-Gef.-Std. ab 30.6.43, 08.00 Uhr arbeitsbereit sein muss. Am 28.6.43 um 09.00 Uhr Adjutantenbesprechung: Einzelheiten des Marsches, der Abteilung der Reserven und der Trosse werden besprochen und der Vorbefehl für ein Sonderunternehmen wird gegeben.
Die Division stellt 100 Lkw für ein Sonderunternehmen zur Täuschung des Gegners in Richtung Isjum ab. [mehr ▸]
Am 28.6.43 hat die Division gemäß Korpsbefehl 100 Lkw für ein Sonderunternehmen zur Täuschung des Gegners über einen Aufmarsch südwestlich Tschugiew in Richtung Isjum abzustellen. Um 19.00 Uhr wird der Kommandoführer eingewiesen, um 20.00 Uhr versammeln sich die Fahrzeuge in Kowjagi.
Fla-Btl.(mot) 616 der Division für das Unternehmen Zitadelle unterstellt. [mehr ▸]
Am 29.6.43 um 10.00 Uhr wird durch Korpsbefehl das Fla-Btl. (mot) 616 der Division für das Unternehmen "Zitadelle" unterstellt. Um 13.30 Uhr wird der Kommandeur durch den Ia über Marsch und Einsatz des Bataillons vororientiert und erhält die Marschtafel und -zeiten.
11. Panzer-Division
Einsatzbereit
Korps befiehlt Angriff mit Schwerpunkt rechts, Division hatte ihn links vorbereitet; Entscheidung für den x-Tag bleibt der Division überlassen. [mehr ▸]
Am 30.6.43 befiehlt der Kom.Gen. dem Div.-Kdr. auf Grund der letzten Luftbildauswertung, wonach der Gegner den Schwerpunkt seiner Verteidigung an der Straßengabel südostwärts Tscherkasskoje konzentriert hat, im rechten Angriffsstreifen der Division jedoch nur dünne Linien sind, daß Division mit Schwerpunkt rechts anzugreifen hat. Nach Rücksprache des Ia mit dem Chef, daß Div. übungsmäßig, befehlsmäßig und aufmarschmäßig den Angriff mit Schwerpunkt links vorbereitet hat, entscheidet der Kom.Gen., daß Div. den Angriff am x - 1. Tag so führt, wie bisher gemeldet. Für den Angriff am x - Tag soll die Entscheidung der Division überlassen bleiben. Das Korps hält den Angriff rechts zwischen Butowo-Wald und Höhe 237,8 für erfolgreicher. Nach einer Rücksprache zwischen Kdr. 167. Inf.-Div. und dem Div.-Kdr. hat die 167. Inf.-Div. keine Pi-Kräfte zum Minen-Räumen. Um 18.30 Uhr gibt Div. daher Befehl zum Vorziehen der 1./Panz.-Pi-Btl. 209 auch im Tagesmarsch.
Marsch im Regen in kleinen Gruppen zu den Bereitstellungsräumen, Korps übernimmt Befehlsübermittlung; 3.7. letzte Besprechung, 4.7. Antreten Panz.-Rgt. 15. [mehr ▸]
Am 1.7.43 befiehlt das Korps fernmündlich, dass die Division sofort antritt und im Tagesmarsch den für den 1.7. befohlenen Unterkunftsraum erreicht. Der Marsch hat in kleinen Gruppen zu erfolgen. Da die Division infolge des durch das Korps befohlenen Gef.-Std.-Wechsels keinerlei Verbindungen zu den Marschgruppen hat, übernimmt das Korps die Befehlsübermittlung. An diesem Tag trifft der Rgt.-Stab Panz.Gren.Rgt. 111 in Tomarowka ein; Panz.-A.A. 11 und Fla-Btl.(mot) 616 erreichen ihre Unterkunftsräume. Am 3.7.43 um 15.00 Uhr Kommandeurbesprechung: letztmalig werden die Richtlinien für den Einsatz gegeben. Am 4.7.43 um 01.30 Uhr trifft Stu.-Geschtz.-Abt. 911 im Bereitstellungsraum ein. Um 20.00 Uhr erhalten Panz.-Rgt. 15 und Fla-Btl.(mot) 616 Befehl, bereits um 23.00 Uhr in den Bereitstellungsraum zu marschieren.
An den Fahrzeugen ist ein neues taktisches Zeichen anzubringen. [mehr ▸]
Am 1.7.43 ist gemäß Korpsbefehl an den Fahrzeugen ein neues taktisches Zeichen anzubringen. Entsprechender Befehl an die Truppenteile.
Ablösung von Teilen der 167. I.D.; die Marschgruppen erreichen ohne Zwischenfälle die Bereitstellungsräume. [mehr ▸]
Am 2.7.43 um 1.00 Uhr hat II./Panz.Gren.Rgt. 110 Teile der 167. I.D. planmäßig abgelöst. Der Marsch in die Bereitstellung verläuft ohne Zwischenfälle: Marschgruppe B hat um 3.00 Uhr mit ersten Teilen Tomarowka erreicht, Marschgruppe C trifft um 2.30 Uhr mit allen Teilen im Unterbringungsraum ein, Marschgruppe D ist um 4.00 Uhr mit ersten Teilen im Zwischenunterkunftsraum eingetroffen. Um 8.15 Uhr geht die Meldung des Fla-Btl.(mot) 616 ein, daß es im Unterkunftsraum untergezogen ist. Im Laufe des Vormittags melden die Marschgruppen, daß sämtliche befohlenen Unterkünfte planmäßig erreicht sind. Um 15.15 Uhr geht die angeforderte Transportanmeldung an das Korps ab. II./Panz.A.R. 119 geht in Stellung und übernimmt den Feuerschutz; das zurückliegende I./Panz.Gren.Rgt. 111 trifft um 22.15 Uhr mit letzten Teilen im Abstellraum ein.
Panz.-Rgt. 15 meldet Munitionsmangel für Panzer (7,5 cm); in der Ausgabestelle nur 50 Schuß. [mehr ▸]
Am 4.7.43 um 11.15 Uhr trägt der Adjutant Panz.-Rgt. 15 dem Ia erneut den Mangel an Panzermunition, besonders 7,5 cm, vor. Daraufhin ruft der Ia um 11.55 Uhr den Chef des Stabes an, schildert die Versorgungslage (außer den bei der Truppe befindlichen Mengen lagern in der Mun.-Ausgabe nur 50 Schuß insgesamt), weist auf die bei Woronesh gemachten Erfahrungen – Anhalten der Bewegung aus Munitionsmangel – hin und bittet erneut um Abhilfe.
Angriffsbeginn nach Stuka-Vorbereitung, zäher Kampf um Butowo; Ju 88 werfen Bomben auf eigene Truppen (5 Tote, 7 Verwundete). [mehr ▸]
Am 4.7.43 um 13.45 Uhr trifft der Kom.Gen. auf dem Div.Gef.Std. ein, kurze Zeit später erscheint der O.B. Um 15.00 Uhr tritt die Division nach Stukavorbereitung an. Um 15.10 Uhr erreichen erste Teile Panz.Gren.Rgt. 111 die M.-T. Station am Westrand Butowo. Der Feind ist offenbar überrascht, seine artl. Abwehr ist gering. Um 15.30 und 15.45 Uhr melden Panz.Gren.Rgt. 110 und 111, dass Ju 88 auf die eigenen Teile Bomben geworfen haben. Eigene Verluste 5 Tote und 7 Verwundete. Um 16.25 Uhr haben Teile Panz.-Gren.Rgt. 111 die Kirche Butowo und den Nordrand Butowo erreicht, um 17.00 Uhr Vereinigung mit Teilen Panz.Gren.Rgt. 110. Butowo wird äußerst zäh verteidigt. Um 19.05 und 19.12 Uhr erhalten Panz.-Gren.Rgt. 111 und 110 den Befehl zur Verteidigung überzugehen. Um 22.25 Uhr ist die Bereinigung von Butowo Süd noch nicht abgeschlossen.
Butowo bereinigt, Angriff erreicht den Panzergraben und nimmt die Höhe nördlich Tscherkasskoje gegen schwachen Widerstand. [mehr ▸]
Am 5.7.43 um 05.00 Uhr meldet Panz.-Rgt. 15 die Einnahme der Bereitstellung, um 06.50 Uhr meldet Panz.-Gren.Rgt. 111, dass die Säuberungsaktion in Butowo seit 05.45 abgeschlossen ist. Um 07.30 Uhr treten die Panz.-Gren.Rgt. 110 und 111 wie befohlen zum Angriff an. Der Kdr. entschließt sich, da die III./Panz.-Rgt. 15 noch nicht eingetroffen ist, schon jetzt die II./Panz.-Rgt. 15 und Panz.Jäg.Abt. 61 heranzuziehen. Um 09.15 Uhr haben die ersten Teile des Panz.-Rgt. 15 den Panzergraben erreicht. Der feindliche Widerstand ist auch jetzt noch nicht stark. Um 10.12 Uhr haben die ersten Teile der Panzergrenadiere den Panzergraben überschritten, um 10.55 Uhr erreichen die ersten Panzer die Stellung 1 km südlich Pkt. 237,8. Da es Teilen der Panzer und Panzergrenadiere gelungen ist, ganz links, hart am Wald den Panzergraben zu umgehen und einen Übergang zu finden, befiehlt der Ia aus eigenem Entschluss, die II./Panz.-Rgt. 15 auf dem gleichen Wege anzusetzen, um möglichst schnell die Höhenstellung nördlich Tscherkasskoje zu gewinnen. Um 12.15 Uhr geht die Meldung ein, dass Teile Panz.-Rgt. 15, Panz.Gren.-Rgt. 110 und 111 die Höhe genommen haben. Feindeindruck: Gegner verteidigt sich nicht besonders stark. Gegner ist auch heute noch überrascht.
Unterstellung der Panther erwogen; Korps lehnt Ansatz auf dem Wege der Division ab; am 6.7. treten die Panther auf der Straße Butowo – 246,0 an. [mehr ▸]
Am 5.7.43 um 12.25 Uhr wird der Chef des Stabes orientiert, dass die Bewegungen der Division in Fluss gekommen sind. Er teilt mit, dass erwogen wird, die Panther der Division zu unterstellen, da Infanterie-Division „Großdeutschland” nicht vorwärtskommt. Um 14.10 Uhr und erneut um 15.30 Uhr schlägt der Ia dem Korps vor, die Panther-Brigade auf dem Weg der Division nach Norden anzusetzen. Das Korps lehnt ab: der Wald ist vermint und deshalb vorläufig nicht gangbar, zumal I.D. „Großdeutschland” den Übergang fertiggestellt haben soll. Am 6.7.43 um 07.25 Uhr geht die Meldung ein, dass die Straße Butowo auf Pkt. 246,0 minenfrei ist und dass die Panther darauf angetreten sind.
Feindliche Gegenangriffe auf Höhe 237,8 und 246 abgeschlagen; Panz.-Rgt. 15 geht in Hinterhangstellung; Division sieht planmäßiges Absetzen des Gegners. [mehr ▸]
Am 5.7.43 um 17.08 Uhr meldet Panz.G.R. 110 einen russischen Gegenangriff gegen Höhe 237,8 von Norden in 800 m Breite. Um 18.00 Uhr läuft gegen den linken Flügel der 167. I.D. und den rechten Flügel der Division ein russischer Gegenangriff in etwa Btl.-Stärke. Der Angriff wird abgeschlagen. Um 18.30 Uhr hat Panz.-Rgt. 15 nicht ganz die Höhe 246 erreicht und richtet sich südlich davon in Hinterhangstellung zur Verteidigung ein. Feindeindruck: Der Gegner setzt sich, hinhaltend Widerstand leistend, planmäßig ab. Er führt Gegenangriffe nur, um seine Absetzbewegung zu verschleiern. Um 21.25 Uhr wird vorgetragen, dass die Trennungslinie zu I.D. „Großdeutschland” verschoben wird und mit Angriffsbeginn erst gegen 06.00 Uhr zu rechnen ist.
Erstes Stellungssystem durchbrochen; Tscherkasskoje und Olchowka genommen, Vormarsch durch Sumpfstellen und Mitbenutzung der Rollbahn durch Großdeutschland verlangsamt. [mehr ▸]
Am 6.7.43 verläuft die Nacht bis auf geringes M.G.- und Gr.W.-Feuer ruhig. Starke feindliche Fliegertätigkeit mit Bombenwurf und Bordwaffenbeschuss auf Stellungen und Butowo. Dadurch Ausfälle an Menschen und Material. Um 03.15 Uhr tritt Panz.-Gren.Rgt. 111 zur Bereinigung von Tscherkasskoje an. Um 05.00 Uhr erteilt der Div.Kdr. Befehl an Kdr. Panz.-Rgt. 15 mit unterstelltem I./Panz.-Gren.Rgt. 110, I./Panz.A.R. 119 und 1./Fla-Btl.(mot) 616 im Zuge der Straße nach Nordosten antretend die 2. Stellung bei Dubrowa zu durchbrechen; Panz. A.A. 11 hat rechts rückwärts gestaffelt der gepanzerten Gruppe zu folgen. Um 09.10 Uhr geht Meldung des Panz.-Rgt. 15 ein, dass es zum Vorstoß nach Nordosten angetreten ist. Der Vormarsch des Panz.-Rgt. 15 kommt an der Straßengabel nordostwärts Tscherkasskoje zum Halten, da der Gegner sich dort mit Pak verteidigt. Um 09.18 Uhr meldet Panz.-Gren.Rgt. 111, dass der Raum Tscherkasskoje und südlich davon feindfrei ist. Um 11.00 Uhr meldet Panz.-A.A. 11, dass es zum Angriff auf Nowo Tscherkasskoje antritt. Um 12.30 Uhr haben die vordersten Teile der Division Pkt. 226,6 erreicht; der Aufklärungsabteilung gelingt es, mit Teilen 167. I.D. Olchowka zu nehmen. Da ein weiteres Vorkommen durch das Stellungssystem bei Dubrowa erschwert ist, werden alle Teile der Division hinter Panz.-Rgt. 15 in Marsch gesetzt. Infolge Wegeschwierigkeiten (Sumpfstellen auf einem Umgehungswege und Mitbenutzung der Rollbahn durch Inf.-Div. „Großdeutschland”) kommen Teile der Division nur sehr langsam vorwärts und erreichen erst nach Einbruch der Dämmerung den Raum hinter der vorderen Linie. Um 13.00 Uhr wird der Div. Gef. Std. nach Südostrand nördliches Waldstück südostwärts Tscherkasskoje verlegt. Um 20.00 Uhr meldet das Panzer-Rgt., dass es mit vorderen Teilen in den Wald südostwärts Dubrowa eingedrungen ist. Die Division ist in den Abendstunden nicht mehr vorwärts gekommen. Der Gegner hat im ersten Stellungssystem nicht den Widerstand geleistet, der von ihm erwartet wurde. Das Stellungssystem enthielt viele Scheinanlagen, die auch für den Flieger nicht erkennbar, wie stark ausgebaute Stellungen aussahen.
Höhe 246,7 genommen; Gegner greift mit frischen Panzerreserven an; für die Nacht Übergang zur Verteidigung. [mehr ▸]
Am 7.7.43 um 03.00 Uhr tritt die Division zum Angriff in nordostwärtiger Richtung an. Der Angriff gewinnt langsam an Boden. Bis zum Nachmittag hat die Division die Höhenstellung bei Pkt. 246,7 genommen. Die Div. hat den Eindruck, dass der Gegner mit letzter Kraft versucht, seine Stellung zu halten. Er hat im Laufe des Tages frische Panzerreserven herangeführt und greift mit ihnen an. Div. Kdr. hat für die Nacht befohlen, dass das Panz.Gren. Rgt. 111 mit unterstellter Panz.-Jäg.Abt. 61 die Nordfront der Division gegenüber zu erwartenden Feindangriffen zu halten hat. I./Panz.-Gren.Rgt. 110 tritt zum Rgt. zurück und wird mit Panz.-Rgt. 15 hinter die Front als Reserve gelegt. Heer.-Flak-Abt. 277 wird auf Höhe 254,5 und letzter Pak-Riegel vorgeschoben.
Korps befiehlt Angriff auf Pokrowka am 8.7. mit Gren.Rgt. 339 und Schließen des Kessels bei Obojan; Division richtet sich sofort zur Verteidigung ein. [mehr ▸]
Am 7.7.43 um 20.00 Uhr ruft der Kom.-Gen. an und unterrichtet den Div.-Kdr. über folgende Entwicklung der Lage: XXXXVIII. Panz.-Korps und II. SS-Korps haben insgesamt 3 Feindkorps gegenüber. Beide Korps erhalten die Aufgabe, diese Korps einzukesseln und zu vernichten. Dazu hat 11. Panz.-Div. mit unterstelltem Gren.-Rgt. 339 Pokrowka zu nehmen und sich alsdann in der allgemeinen Linie Pokrowka, Gremutschij zur Verteidigung einzurichten; die Division richtet sich sofort in der Linie Westrand Pokrowka, Pkt. 246,7, Gremutschij zur Verteidigung ein. Unterstelltes Gren.-Rgt. 339 greift mit Unterstützung der Panz.A.A. 11 und Stu.Geschtz.Abt. 911 am 8.7. Pokrowka an und nimmt den Ort. Die gep. Gruppe (Panz.-Rgt. 15, Stu. Geschtz.Abt. 911 und I./Panz.-Gren.Rgt. 110 mit unterstelltem 1/3 3./Panz.-Pi-Btl. 209) ist hinter dem linken Flügel der Division so aufzustellen, dass sie sowohl der Division als Stoßreserve zur Verfügung steht, als auch hinter Inf.Div. „Großdeutschland” herangeführt werden kann. Rechts von 11. Panz.-Div. greift SS. L.A.H. an und links Inf.-Div. „Großdeutschland” mit dem Ziel, den Kessel bei Obojan zu schließen und den Feind darin zu vernichten. Zugang: Gren.Rgt. 339.
Die Division richtet sich zur Verteidigung ein, gep. Gruppe als Reserve versammelt; Pi.-Kp. nur pioniermäßig einzusetzen. [mehr ▸]
Am 7.7.43 (ab 14.00 Uhr): Im Nordosten unter Abschirmung von Pokrowka Panz.A.A. 11 mit unterstellter Stu.-Geschtz.Abt. 911. Im Nordwesten II./Panz.Gren.Rgt. 110, im Anschluß daran bis zur Div.-Grenze bei Gremutschij Panz.-Gren.Rgt. 111 mit unterstellter Panz.-Jäg.Abt. 61. Um 14.00 Uhr wird die Gep. Gruppe, bestehend aus Panz.-Rgt. 15, I./Panz.Gren.Rgt. 110 und 1/3 3./Panz.Pi.Btl. 209, westlich Pkt. 245,5 zur Verfügung der Div. versammelt; mit weiterer Zuführung von Stu.Geschtz.Abt. 911 ist zu rechnen. Um 17.00 Uhr: Die Pi.-Kp. bleiben unterstellt, sind jedoch nur pioniermäßig einzusetzen; Rest 3./Panz.Pi.Btl. 209 ist bei Pkt. 240,1 einzusetzen. Artillerie wird mit I. Abt. auf Zusammenarbeit mit Panz.-Gren.Rgt. 111, II. Abt. mit Panz.Gren.Rgt. 110 und Panz.A.A. 11 angewiesen, III. Abt. überlagert den gesamten Div.-Streifen. Heer. Flak-Abt. 277 und Fla-Btl.(mot) 616 werden zum Luftschutz eingesetzt. Kdr. Panz.Nachr.Abt. erhält Befehl zum Bau eines Fernsprechnetzes, das durch Funk zu überlagern ist. Der Befehl an Gren.-Rgt. 339 wird durch Ord.-Offz. überbracht.
Gren.Rgt. 339 nimmt Pokrowka ohne Widerstand und geht nach Norden vor; Aufgabe der Division: Einkesselung ermöglichen. [mehr ▸]
In der Nacht zum 8.7.43 rege feindliche Fliegertätigkeit mit starkem Bombenwurf, sonst ruhig. Div. hat sich gem. Korpsbefehl umgegliedert. Am 8.7.43 um 7.30 Uhr hat Gren.Rgt. 339 die Ortsmitte Pokrowka und um 8.00 Uhr die Höhen nördlich Pokrowka ohne Feindwiderstand erreicht. Um 8.15 Uhr befiehlt der Kom.Gen., daß Gren.Rgt. 339 weiter nach Norden vorzugehen hat und im Anschluß an SS L.A.H. bei Bol. Majatschki über 249,3 - 246,1 bis zur Rollbahn den Schutz der Nordflanke zu übernehmen hat. Die freiwerdenden Kräfte der Division sind bereitzuhalten, um hinter Inf.-Div. "Großdeutschland" zur Kesselbildung angesetzt zu werden. Um 8.45 Uhr erhält Kdr. G.R. 339 durch den Ia den Befehl, mit seinem Rgt. bis in die durch das Korps bezeichnete Linie vorzurücken. Aufgabe der Division ist es, durch Verhalten den Feind nicht zum Absetzen zu veranlassen und die Einkesselung zu ermöglichen.
Befehl zum Angriff mit gep. Gruppe über Gremutschi; um 12.08 Uhr aufgehoben, Division soll gemäß Korpsziel weiter nach Norden angreifen. [mehr ▸]
Am 8.7.43 um 11.05 Uhr gibt der Chef des Stabes der Division folgenden Befehl durch: Div. stößt zur Entlastung von Inf. Div. "Großdeutschland" und SS.Panz.-Korps mit gep. Gruppe über Gremutschi bis zu dem Höhengelände 2 km südwestlich Pokrowskij vor. Mit gep. Gruppe treten gleichzeitig die Panz.Grenadiere aus dem Raum westlich der Straße an. Ziel des Angriffs Bol. Majatschi - Punkt 246,7 - Rollbahn bis 247,0. Div.-Kdr. setzt Pz.-Rgt. 15 mit I./Panz.-Gren.Rgt. 110 sowie Teile Panz.Gren.Rgt. 111 zum Angriff ein. Um 12.08 Uhr Anruf des Chefs, daß für die Division sowohl der Sicherungs-, als auch der Auftrag mit begrenztem Ziel anzugreifen entfällt. Div. erhält zusätzlich den Auftrag, gemäß dem operativen Ziel des Korps weiter nach Norden anzugreifen.
Der Angriff des Panz.-Rgt. 15 nach Norden bleibt vor starken Panzerkräften und Pakriegel liegen; auch der erneute Angriff um 19.00 Uhr bleibt liegen. [mehr ▸]
Am 8.7.43 befiehlt der Div.-Kdr. nach 12.08 Uhr das sofortige Antreten des Panz.-Rgt. 15 mit unterstellter Stu.-Geschtz.Abt. 911, I./Panz.G.R. 110 und I./Panz.A.R. 119 sowie gep. Zug 3./Panz.Pi.Btl. 209. Rechts rückwärts gestaffelt folgt dem Angriff Panz.A.A. 11 und weiter rechts G.R. 339. Aufgabe für alle Teile ist es, durch einen schnellen Vorstoß nach Norden I.D. "Großdeutschland" zu entlasten, das russ. IV. Panz.-Korps und mot.-Brig. zu zerschlagen und den Übergang über den Pssel zu gewinnen. Der Angriff kommt nur langsam vorwärts, da Gegner das Höhengelände mit starken Panzerkräften besetzt hält, und bleibt schließlich liegen. Auf Befehl des Div.Kdr. gruppiert sich Division um. Die zum Flankenschutz eingesetzte Panz.A.A. 11 wird durch Panz.-G.R. 111 abgelöst. G.R. 339 kommt gegenüber 2 Feindpanzern nicht weiter. Um 19.00 Uhr tritt Panz.-Rgt. 15 erneut zum Angriff an. Der Angriff bleibt jedoch vor starkem Pak- und Panzerriegel liegen.
Befehl für den 9.7.: Antreten 4.00 Uhr, Illinskij und Wegegabel 260,8 gemeinsam mit I.D. Großdeutschland, die die linke Flanke schützt. [mehr ▸]
Am 8.7.43 um 19.15 Uhr befiehlt der Kom.Gen. Weiterantreten der Div. am 9.7. nach Norden. Division soll neben SS.L.A.H. den Pssell-Abschnitt erreichen. Panz.-Rgt. 15 mit unterstellter Stu.Geschtz.-Abt. 911, I./Panz.G.R.110, I./Panz.A.R.119 und 3./Panz.-Pi.-Btl. 209 (gep.Zug) tritt mit Morgengrauen an und erreicht das Höhengelände 3 km nordostwärts Nowoselowka und hält es gegen alle Angriffe. Um 21.10 Uhr teilt der Chef die Änderung des Angriffsplanes für den 9.7. mit: Division stößt wie vorgesehen nach Norden vor. Antreten 4.00 Uhr. 1. Angriffsziel Wegegabel westlich Illinskij, von dort nach erneuter Bereitstellung gleichzeitiges Antreten mit I.D. "Großdeutschland" auf Wegegabel 260,8. Von dort aus gemeinsam weiter nach Norden, wobei I.D. "Großdeutschland" Schutz der linken Flanke der Division übernimmt. Die entsprechenden Befehle werden durch den Ia den Truppenteilen fernmündlich oder durch Funk gegeben.
Illinskij und Pokrowskij kampflos besetzt, Angriff gewinnt mit Stuka-Unterstützung Boden; Gren.Rgt. 339 wird Armeereserve. [mehr ▸]
Am 9.7.43 um 4.00 Uhr tritt Pz.-Rgt. 15 zum Angriff nach Norden an. Die Wegegabel westlich Illinskij wird gegen flankierenden Panzerfeind genommen. Panz.G.R. 110 besetzt kampflos Illinskij und Pokrowskij und greift weiter nach Norden an. Um 6.31 Uhr erhält Panz.A.A. 11 den Befehl, Aufklärung bis zur Schule Ssuch Ssolotino vorzutreiben, das Verbleiben des Feindes und die Gangbarkeit der Straßen und Brücken festzustellen. Um 8.30 Uhr tritt Division mit gep. Gruppe an der Straße, mit II./Panz.G.R. 110 nach Norden an. Der Angriff gewinnt bei guter Stuka-Unterstützung an Boden. G.R. 339 hat kampflos Krasnaja Poljana, Beregowoj und Höhe 243,4 besetzt und bleibt dort zur Sicherung der erreichten Linie liegen. Das Rgt. scheidet aus dem Verband der Division aus und wird Armeereserve.
Die Division geht zur Verteidigung auf der Linie Pkt. 246,3 – Kurassowka-Bach über; sich kreuzende Befehle verzögern die Bewegungen bis zur Dunkelheit. [mehr ▸]
Am 9.7.43 stellen Aufklärungsflieger ein Ausweichen des Gegners in Rgt.-Stärke nach Norden westlich Beresowka fest. Daraufhin Befehl des Korps: I.D. "Großdeutschland" dreht nach Westen ein und vernichtet den Feind westlich Beresowka, um 3. Panz.-Div. und 332. I.D. den Weg nach Norden zu öffnen. 11. Panz.-Div. erreicht und hält Linie Pkt. 246,3, Straßengabel 1 km südlich Pkt. 244,5 und dehnt den linken Flügel bis zum Kurassowka-Bach aus. Panz.-Rgt. 15 hält in erreichter Linie (Straßengabel). Panz. G.R. 111 erreicht befohlene Linie von rechter Trennungslinie bis Straße einschließlich. Panz.G.R. 110 von Straße bis Schlucht Malinowoje anschließend bis zur Trennungslinie Panz.A.A. 11. Zu diesem Zweck wird die in Pokrowskij liegende Panz.A.A. 11 auf den linken Flügel der Division vorgezogen. Division richtet sich in dieser Linie zur Verteidigung ein. Da Div.-Kdr. nicht zu erreichen, gibt der Ia die entsprechenden Befehle an die Truppe weiter. Diese kreuzen sich mit den vom Div.-Kdr. gegebenen Befehlen, sodaß die Truppe erst nach Rückfrage von den gültigen Befehlen Kenntnis erhält. Infolgedessen können die Bewegungen erst bei einbrechender Dunkelheit anlaufen und führen nicht mehr zum Ziel. Um 20.05 Uhr gibt der Chef der Div. den Befehl durch, daß Div. zwischen Ssalotinka und Kurassowka - Abschnitt zu sichern hat, um durch Halten dieser Linie die Voraussetzungen für das Eindrehen der Div. "Großdeutschland" zu schaffen. Die entsprechenden Befehle können im Laufe der Nacht nicht durchgeführt werden. Gegner hat sich, sich vor der Div. hartnäckig verteidigend, im Laufe des Tages abgesetzt. Er hat seine Panzer zum Schutz der Ausweichbewegung aufgebaut. Gegner ist in seiner Jagdabwehr und in der Zahl der Nachtbomber und Schlächter stärker. Russ. Nachtbomber bewerfen die Vormarschstraße und führen zu einem Zerreißen der Verbände.
Angriff auf Höhe 244,8 entfällt, Umgliederung zur Verteidigung; Panz.A.A. 11, durch Fliegerangriff zersprengt, gewinnt mit Angriff auf Höhe 237,2 Boden zurück. [mehr ▸]
Am 10.7.43 um 2.45 Uhr gibt der Ia dem Kdr. Panz.G.R. 110 den Befehl, daß der bereits befohlene Angriff zur Wegnahme der Höhe 244,8 entfällt und die Umgliederung der Division zur Verteidigung um 3.00 Uhr einzuleiten ist. Um 3.15 Uhr erhält Kdr. Panz.G.R. 111 den Befehl, mit unterstellter Stu.Geschtz.Abt. 911 zur Erreichung der befohlenen Verteidigungslinie bis 227,0 anzutreten; um 3.30 Uhr tritt Panz.G.R. 111 zum Angriff zur Erreichung der befohlenen Linie an. Um 4.30 Uhr meldet Adj. Panz.A.A. 11, daß Abt. durch Fliegerangriff zersprengt, sich im Raum Nowosellowka sammelt. Er erhält den Auftrag, daß Btl. wenn möglich Pkt. 232,2 zu nehmen und mit rechtem Flügel Anschluß an Panz.G.R. 110 zu gewinnen, eine Abwehrfront nach Norden zu errichten hat, um das Abdrehen von I.D. "Großdeutschland" nach Südosten zu schützen. Die Wegnahme der Höhe 232,2 ist jedoch nicht möglich, da Feind diese stark mit inf. Kräften besetzt hält. Da das Abdrehen der Div. "Großdeutschland" nach Südosten durch flankierendes Feuer von dieser Höhe gestört wird, wird um 11.10 Uhr vom Korps Wegnahme dieser Höhe befohlen. Panz.A.A. 11 wird dazu die II./Panz.-Rgt. 15 unterstellt. Um 12.30 Uhr meldet Panz.G.R. 111, daß es die befohlene Linie gegen schwachen, nach NW weichenden Feind eingenommen hat und zur Verteidigung übergeht. Um 13.30 Uhr tritt Panz.A.A. 11 zum Angriff gegen Höhe 237,2. Der mit Panzerunterstützung geführte Angriff gewinnt schnell an Boden und erreicht um 15.30 Uhr das Angriffsziel. Panz.A.A. 11 und II./Panz.G.R. 110 richten sich in der neuen Linie zur Verteidigung ein.
Vor der Front 20–30 Panzer; Korps verlangt Höhe 244,3 und 207,3; Gegner verstärkt sich auf 40–50 Panzer. [mehr ▸]
Am 10.7.43 nach 15.30 Uhr: Vor der Front der Div. dürften nach Schätzung etwa 20 - 30 Panzer und 2 - 3 Btl. Infanterie liegen. Aufklärung vor rechtem Flügel zur Div. bis zum Psell ergibt schwache inf. Besetzungen der Höhen und Stellungen am nördlichen Psellufer. Um 16.00 Uhr hält das Korps nach gutem Vorwärtskommen des Angriffes von I.D. "Großdeutschland" und 3. Panz.-Div. nach Süden und unter Berücksichtigung des Eindrucks, daß der Gegner vor der Div. keine Angriffsabsichten hat, sondern nur kampfstarke Aufklärung vortreibt, die Wegnahme der Höhe 244,6 und 244,3 für die Fortführung der Gesamtoperation für notwendig, trag- und durchführbar. Div.-Kdr. fährt daraufhin zur Erkundung nach vorn. Um 17.15 Uhr orientiert der Ia den Chef über die Aufklärungsergebnisse. Chef hält Ansatz der Div. auf den Psell für den 11.7. nach Abziehen von Teilen I.D. "Großdeutschland" an die Nordfront um Panz.A.A. 11 freizubekommen, für möglich. Um 18.30 Uhr geht Korpsbefehl ein, daß Div. mit einem Vorausteil Höhe 207,3 noch heute zu nehmen und zu halten hat. Ein Btl. Panz.G.R. 111 mit unterstellter Stu.Geschtz.Abt. 911 setzt sich noch heute in den Besitz der Höhe 207,3. Um 20.00 Uhr meldet Panz.G.R. 111 das Antreten der ersten Teile II./Panz.-G.R. 111 nach Norden. Kdr. Panz.G.R. 110 meldet, daß sich Gegner beiderseits der Straße laufend verstärkt. Er hat etwa 40 - 50 Panzer und ein Btl. herangeführt. Div. rechnet am 11.7. mit Angriffen. Chef wird durch den Ia über die Lage orientiert und auf die Bedenken gegen eine zu große Front der Div. aufmerksam gemacht.
Ia warnt, daß ein Angriff gegen 40–50 Feindpanzer bei eigener Panzerlage von 35–40 Wagen blutige Verluste bringt; Korps hält am Befehl fest. [mehr ▸]
Am 10.7.43 um 21.30 Uhr befiehlt der K.G. persönlich die Wegnahme der Höhe 244,3 am 11.7. und Besetzung von 209,3. Um 21.55 Uhr gibt der Chef fernmündlich voraus den Befehl für den 11.7. durch. Div. hat beiderseits der Rollbahn nach Norden anzugreifen und wenn möglich Höhe 244,3 zu gewinnen. Der Ia macht pflichtgemäß darauf aufmerksam, daß der Angriff gegen 40 - 50 Feindpanzer, bei einer eigenen Panzerlage von 35 - 40 Wagen blutige eigene Verluste bringt. Chef weist Bedenken zurück und schlägt Durchführung eines genau vorbereiteten Angriffs mit Stukaunterstützung vor. Um 22.05 Uhr meldet Panz.G.R. 110 eine feindliche Bereitstellung. Um 23.50 Uhr meldet Panz.G.R. 111, daß II./Panz.G.R. 111 um 20.30 mit vordersten Teilen angetreten ist. Feindeindruck: Gegner hat sich besonders beiderseits der Rollbahn bei Pkt. 244,3 verstärkt. Er hat in diesem Raum etwa 40 - 50 Panzer zusammengezogen, das Gelände vermint und Infanterie nachgeführt. Div. hält den Angriff mit den eigenen Kräften über die Landbrücke bei 244,3 für sehr verlustreich. Div. glaubt, daß ein Angriff bei 207,3 an den Psell erfolgversprechend ist und schlägt dem Korps vor, wenn möglich unter Freimachung der Panz.A.A. 11 einen Angriff bis zum Psell vor. Korps hält jedoch an der Gewinnung des Höhenblocks bei 244,3 fest. Am 11.7.43 um 1.30 Uhr hat II./Panz.G.R. 111 mit einer Kp. Höhe 207,3 besetzt. Kdr. Panz.G.R. 111 weist bei der Meldung daraufhin, daß, wenn die Sturmgeschütze nicht bleiben, er die Kp. auf dem langgestreckten Höhenzug nicht belassen könne.
5 Feindpanzer abgewiesen (3 vernichtet); um 7.45 Uhr befiehlt der K.G. den Angriff auf Höhe 244,3 auch ohne Stuka-Vorbereitung. [mehr ▸]
Am 11.7.43 um 3.10 Uhr meldet Panz.G.R. 110, daß Feind mit 5 Panzern gegen den linken Flügel des Rgt. vorstößt. Gegner wird abgewiesen und verliert dabei 3 Panzer. Um 4.15 Uhr erhält Ord.-Offz. Panz.G.R. 111 Befehl, die Sturmgeschtz.-Abt. 911 in den Verfügungsraum in Marsch zu setzen. Abt. wird Div. unmittelbar unterstellt. Um 6.15 Uhr Befehl an Panz.-Rgt. 15, Panz.G.R. 110 und 111 und Panz.A.R. 119: Div. greift mit Teilen Höhe 244,3 an, stößt bis 244,9 durch und hält den Höhenblock gegen alle Angriffe. Dazu treten an: I./Panz.G.R. 111 mit Stu.Geschtz.Abt. 911 rechts auf Höhe 239,6 und unterstützt durch Panz.-Rgt. 15 beiderseits der Straße Pkt. 244,8. II. und III./Panz.A.R. 119 und Art.Gruppe Palm unterstützen den Angriff. Angriffsbeginn bei Stukaunterstützung 08,00. Infolge Gewitterregen wird Angriffsbeginn verschoben, da Ia-Korps Stukaunterstützung bei Aufreißen der Wolkendecke zugesagt hat. Um 6.25 Uhr meldet Panz.G.R. 110 das Einsickern von Feindpanzern in die Malinowka-Schlucht. Dagegen werden sofort Teile Panz.Jäg.Abt. 61 und Panz.Rgt. 15 angesetzt. Chef wird orientiert, daß Div. ohne Stukavorbereitung nicht angreifen könne, da Höhe stark besetzt ist, und ein frontaler Angriff kaum durchführbar erscheint. Um 7.45 Uhr befiehlt K.G. die sofortige Durchführung des Angriffs auch ohne Stukavorbereitung. Um 8.00 Uhr werden Teile II./Panz.G.R. 111 auf Höhe 207,3 von schwächeren inf. Kräften angegriffen und vom Nordufer des Psell mit schwerer Artillerie beschossen.
Höhe 207,3 unter Artillerie- und Stalinorgel-Feuer; Gelände aufgeweicht, für Panzer nur bis 11% Steigung gangbar. [mehr ▸]
Am 11.7.43: Stalinorgeln auf die Höhe. Kdr. Panz.G.R. 111 hält daher ein Halten der Höhe nur unter Einsatz des gesamten Btl. und auf die Gefahr stärkster Verluste für möglich. Nachdem Kdr. Panz.A.A. 11 06.00 Uhr bereits einen Angriff gegen die Mitte der Abt. gemeldet hat, erfolgt 08.10 Uhr ein neuer Angriff, der auch abgeschlagen wird. Um 08.17 Uhr meldet Panz.-Rgt. 15, daß das Gelände aufgeweicht und für Panzer nur bei Steigungen bis zu 11% gangbar ist. Um 08.20 Uhr erhält Panz.G.R. 111 den neuen Befehl, sofort Pkt. 239,8 zu nehmen. Dazu wird dem Rgt. die Stu.Geschtz.Abt. 911 unterstellt. Panz.A.R. 119, Panz.G.R. 110 und Panz.Rgt. 15 werden entsprechend orientiert.
Ia legt dar, daß ein Angriff mit begrenztem Ziel bei 16 km Front sinnlos ist; Höhe 207,3 von Feindpanzern besetzt. [mehr ▸]
Am 11.7.43 um 9.00 Uhr erscheint der Chef auf dem Div.Gef.Std. Der Ia trägt noch einmal die schwierige Lage der Division vor. Der Angriff der Div. mit begrenztem Ziel bei einer Frontlänge von 16 km bringt die Div. ohne operativen oder taktischen Geländegewinn in eine weit schlechtere und längere HKL als sie jetzt ist. Die gesunkenen Gefechtsstärken, die Schwierigkeiten des Geländes lassen einen Angriff nach Norden unter gleichzeitigem Halten der Höhe 207,3 nicht zu. Diese Höhe liegt seit den frühen Morgenstunden unter einem derartigen Art.-Feuer, zu dem auch Stalinorgeln getreten sind, daß sie nur unter großen Menschenverlusten zu halten ist. Der Angriff gegen 244,3 ist schwer und nur mit Stuka-Unterstützung möglich. Chef fordert darauf vom Arko Ausschaltung der Artillerie und Stalinorgeln am nördlichen Psell-Ufer. Nach Rücksprache Chef XXXXVIII. Panz.Korps mit Chef VIII. Fliegerkorps wird Stukaunterstützung für 11.00 Uhr zugesagt. Der Angriff wird daraufhin für 11.00 Uhr befohlen. Um 9.40 Uhr meldet Panz.G.R. 111, daß Gegner mit 6 Panzern II./Panz.G.R. 111 stark bedrängt. Nachdem der Chef dem K.G. die Lage der Div. vorgetragen hat, entscheidet dieser, daß Div. erst nach Stukavorbereitung angreift. Um 10.30 Uhr orientiert der Div.-Kdr. den Ia, daß Höhe 207,3 durch Feindpanzer besetzt ist und II./Panz.G.R. 111 ausweichen mußte. Um 10.32 Uhr orientiert Ia Korps, daß Stukaunterstützung ab 12.00 möglich ist. Um 11.25 Uhr meldet Panz.G.R. 111, daß Pkt. 207,3 durch 6 leichte Panzer besetzt, Pkt. 209,3 noch in eigener Hand ist.
Feindpanzer in der Malinowkaschlucht sind die ernsthafteste Bedrohung; Korps stimmt einem Erkundungsvorstoß auf den Handschuhwald zu. [mehr ▸]
Am 11.7.43 um 12.00 Uhr erfolgt erneute Orientierung durch Ia-Korps, daß mit Fliegerunterstützung, wenn überhaupt, so nicht vor 16.00 Uhr zu rechnen ist. Die Rgt.-Kdr. schildern übereinstimmend, daß Gegner sich laufend verstärkt. Die in der Malinowkaschlucht eingesickerten Panzer sind weder mit Panzern noch mit Pak(Sf) zu vernichten. Sie bilden dank ihrer flankierenden Stellung die ernsthafteste Bedrohung des beabsichtigten Angriffs. Gegner hat bei Orlowka seine Flak erheblich verstärkt. Daraus allein ist erkennbar, daß Gegner neue Kräfte in seine Stellungen südlich Obojan geführt hat. Um 12.20 Uhr wird der K.G. erneut vom Ia orientiert. Nach Geltendmachung aller Gründe ist der K.G. einverstanden, wenn Gegner beschäftigt wird und die Div. versucht, nach Norden Gelände zu gewinnen. Nach Vortrag bei Kdr. entscheidet dieser, daß Div. allein einen Erkundungsvorstoß macht, mit dem Versuch, den Handschuhwald in eigene Hand zu bekommen um dadurch Anschluß an II./Panz.G.R. 111 zu gewinnen. Um 12.30 Uhr ergeht an Panz.G.R. 111 der entsprechende Befehl. Dabei wird die Stu.Geschtz.-Abt. 911 dem Rgt. unterstellt. Nach einer erbeuteten Karte ist vor dem linken Flügel der Div. ein neues Panzerkorps aufgetreten. Korps wird davon benachrichtigt. Gegner plant nach den Karteneinzeichnungen einen Stoß in Rücken von I.D. "Großdeutschland" zur Wegnahme von Werchopenje auf der Naht zwischen I.D. "Großdeutschland" und 11. Panzer-Division. Um 13.10 Uhr meldet Panz.A.A. 11 den Erkundungsvorstoß von 2 T 34.
Angriff auf Pkt. 239,6 trotz Bedenken; Panzer umgehen den Polypenwald von Osten; Angriffsziel erreicht, ohne 239,6 zu nehmen. [mehr ▸]
Am 11.7.43 um 13.55 Uhr erscheint Chef auf Div.Gef.Std. und erklärt, daß Div. seit den Morgenstunden nichts unternommen hat. Nach Rücksprache mit dem K.G. übermittelt er, trotz der nochmals vom Ia unter Darlegung des Entwicklungsganges der am heutigen Morgen gegebenen Befehle und Bedenken, den Befehl zum Angriff gegen Pkt. 239,6. Um 14.00 Uhr werden Kdr. Panz.-Rgt. 15 und Panz.A.R. 119 entsprechend fernmündlich eingewiesen. Kdr. Panz.G.R. 111 erscheint auf dem Gef.Std. und trägt dem Div.-Kdr. persönlich nochmals seine Bedenken vor. Angriff führt zu keiner Frontverkürzung, Frontverbesserung, sondern nur zu einem militärisch völlig unbedeutsamen Geländegewinn, der nur mit hohen Opfern erkämpft und gehalten werden kann. Div.Kdr. entscheidet, daß Angriff zu führen ist und gibt seine Befehle: Panz.G.R. 111 mit unterstellter Stu.Geschtz.Abt. 911, Panz.-Rgt. 15 (ohne eine Kp.) und II./Panz.G.R. 110 treten aus bisheriger Linie nach Norden an und nehmen die der HKL vorgelagerten Wälder. Dazu stoßen Sturmgeschütze zwischen den Wäldern nach Norden, während Panzer versuchen, möglichst Höhe 239,6 zu erreichen. Um 17.15 Uhr wird das Antreten gemeldet. Angriff kommt auf dem rechten Flügel gut vorwärts und wird am Nordrand des ostwärtigen Waldes angehalten. Links bleibt der Angriff liegen. Die Panzer müssen sich vor überlegenem Panzer- und Pakfeuer auf die Ausgangsstellungen zurückziehen. Die Panzer werden neu angesetzt, umgehen von Osten den Polypenwald und tragen so den Angriff vorwärts. Um 18.21 Uhr wird der Chef über den bisherigen Verlauf orientiert. Chef ist mit einem Anhalten der Bewegung einverstanden, wenn der Angriff zu viel Opfer kosten sollte. Um 18.55 Uhr meldet Kdr. Panz.G.R. 111, daß Teile Panz.G.R. 111 (I.Btl.) in die Südausläufer des Polypenwaldes eingedrungen sind. Feinddruck, insbesondere das Gr.W.-Feuer hat nachgelassen. Der Angriff der Panzer kommt gut vorwärts. Korps ist nach erneuter Meldung über die Lage einverstanden, daß Div. Angriff anhält, ohne 239,6 zu nehmen. Um 20.50 Uhr meldet Panz.Rgt. 15 das Erreichen des Angriffszieles und erhält Befehl, je eine Kp. bei I. und II./Panz.G.R. 110 zu belassen, den Rest zur Verfügung Div. zu halten. Um 21.45 Uhr wird dem Korps das Erreichen des Angriffszieles gemeldet.
Korps plant gemeinsamen Angriff dreier Divisionen zum Pssell; die Division gliedert sich am Vormittag des 12.7. um. [mehr ▸]
Am 11.7.43 um 18.21 Uhr orientiert der Chef den Ia über die Absichten des Korps: Nachdem Angriff von I.D. "Großdeutschland" und 3. Panz.-Div. nach Süden erfolgreich war, werden beide Div. morgen nach Norden angesetzt. Teile von I.D. "Großdeutschland" und 3. Panz.-Div. lösen Teile 11. Panz.-Div. ab. Alle drei Div. treten dann gemeinsam zur Wegnahme der letzten Höhe vor dem Pssell an. Die Umgliederung soll in den Morgenstunden erfolgen. Anschließend durch Ia Befehle an die Kdr. für die Umgliederung der Div. am Vormittag des 12.7.: Panz.A.A. 11 wird durch Teile 3. Panz.-Div. abgelöst und alsdann, entbehrliche Teile voraus, an den rechten Flügel der Div. verschoben. Panz.G.R. 110 wird durch Teile "I.D. Großdeutschland" abgelöst und verschiebt sich anschließend in den Raum des I./Panz.G.R. 111. Panz.G.R. 111 verschiebt I./Panz.G.R. 111 nach rechts um dadurch Teile II./Panz.G.R. 111 freizubekommen. Feindeindruck: Gegner ist vor eigenem Angriff weich geworden. Unter Berücksichtigung der Beutekarte und der Luftaufklärung entsteht der Eindruck, daß Gegner sich nach Westen verschiebt. Mit Fortsetzung der Angriffe am 12.7. wird gerechnet.
Gegner schiebt sich auf ganzer Front heran; drei Panzer zur Panz.A.A. 11; Angriff eines Btl. von 207,3 abgewiesen. [mehr ▸]
Am 12.7.43 um 2.15 Uhr geht Korpsbefehl für den 12.7. ein. Um 3.30 Uhr wird dem Korps der ruhige Verlauf der Nacht gemeldet. Gegner hat sich im Verlaufe der Nacht auf der ganzen Frontbreite herangeschoben. Er bedrängt nach einer um 4.35 Uhr eingehenden Meldung besonders die Panz.A.A. 11. Daraufhin ergeht an Panz.-Rgt. 15 der Befehl, drei Panzer zur Panz. A.A. 11 in Marsch zu setzen. Um 4.40 Uhr meldet Panz.G.R. 110 einen Angriff von 1 1/2 Kp. gegen Waldstück ostwärts der Rollbahn nach Süden. Um 5.05 Uhr meldet Kdr. Panz.G.R. 111 den Angriff eines feindlichen Btl. von 207,3 in den Schluchten nach SW und beantragt Freigabe der 3./Stu.Geschtz.Abt. 911. Div. kann dem Antrag nicht entsprechen, da sich die Lage auf dem linken Flügel noch nicht völlig klar abzeichnet und weitere Angriffe zu erwarten sind. Um 5.45 Uhr meldet Kdr. Panz.G.R. 110, daß Angriff aus Waldstück ostwärts 244,8 nach Süden abgeschlagen ist. Um 6.50 Uhr meldet Panz.G.R. 111, daß Gegner nach Abwehr des Angriffs sich vor eigenem Gegenstoß nach NO zurückgezogen hat. Nach Rücksprache mit Ia G.D. und 01 3. Panz.-Div. ist damit zu rechnen, daß die Ablösung planmäßig verlaufen dürfte, es sei denn, die Ablösung läßt sich am Tage überhaupt nicht durchführen.
Gegner verstärkt sich von Norden, nimmt den Handschuhwald und Höhe 235,9; Ablösung der Panz.A.A. 11 am Tage nicht möglich. [mehr ▸]
Am 12.7.43 um 8.40 Uhr meldet Panz.G.R. 111 und daraufhin auch 110 und Panz.A.R. 119, daß Gegner sich laufend von Norden verstärkt. Um 9.10 Uhr wird der Chef durch den Ia über die laufende Feindverstärkung im Raum Orlowka orientiert. Um 9.12 Uhr bespricht Arko 122 die art. Feuerunterstützung für den Angriff um 14.00 Uhr. Um 10.04 Uhr meldet Panz.A.R. 119, daß Gegner 207,3 und ostwärts davon in der Schlucht angreift. Höhe 209,3 ist geräumt. Um 10.10 Uhr erhalten Panz.Rgt. 15 und Panz.Gren.Rgt. 111 den Befehl, daß eine Panzerkp. zur Stärkung des rechten Flügels hinter diesen verschoben werden. Um 10.20 Uhr meldet Kdr. Panz.A.A. 11, daß eine Ablösung der Abteilung am Tage nicht möglich ist. Abt. muß liegenbleiben, bis Angriff 3. Panz.-Div. darüber rollt. Um 10.30 Uhr meldet Kdr. Panz.G.R. 111, daß sich Lage auf dem rechten Flügel versteift und Gegner nunmehr auch mit Panzern angreift. Um 10.45 Uhr wird der Chef orientiert. Kdr. Panz.G.R. 111 meldet, daß Gegner den Handschuhwald genommen hat und im weiteren Vorgehen auf Höhe 235,9 ist. Um 11.15 Uhr meldet Kdr. Panz.G.R. 111, daß Höhe 235,9 in der Hand des Gegners ist. Darauf erhält Stab Fla-Btl.(mot) 616 um 11.30 Uhr den Befehl, mit allen leichten Fla- und Flak-Battr. im Anschluß an die Nordost-Ecke des Kastenwäldchens eine Sperrfront in SO-Richtung aufzubauen.
Gegenstoß und Befehl zum Angriff auf Höhe 239,6; um 14.55 Uhr befiehlt der Chef das Anhalten, da Gegner bei 3. Panz.-Div. durchgebrochen ist. [mehr ▸]
Am 12.7.43 um 11.45 Uhr erhält Panz.-Rgt. 15 den Befehl, geschlossen mit dem gesamten Rgt. sich hinter dem rechten Flügel zum Gegenstoß bereitzustellen. Um 12.00 Uhr besprechen O.B. und K.G. mit Div.-Kdr. die Angriffsführung für den weiteren Verlauf der Operation. Um 12.35 Uhr wird 1./Panz.A.A. 11 dem II./Panz.G.R. 11 zur Sperrung des Bachabschnittes Ssalotinka unterstellt. Um 13.35 Uhr befiehlt der Chef erneut um 15.00 Uhr antretend Höhe 239,6 zu nehmen. Um 13.45 Uhr meldet Panz.-Rgt. 15, daß der Gegenstoß gut vorwärts kommt und erhält mit Panz.G.R. 110 und 111 den Befehl um 15.00 Uhr auf jeden Fall nach Norden anzugreifen. Dazu werden II./Panz.A.R. 119 und Panz.G.R. 110 und I. und III./Panz.Art.-Rgt. 119 mit Panz.Gren.Rgt. 111 auf Zusammenarbeit angewiesen. Um 14.55 Uhr befiehlt der Chef, den Angriff anzuhalten, da Gegner bei 3./Panz.-Div. durchgebrochen ist und alle Kräfte zur Bereinigung angesetzt sind.
Gegner bei 3. Panz.-Div. durchgebrochen; Korps gliedert sich zur Verteidigung um, die Division übernimmt die Nordfront und geht auf die alte HKL zurück. [mehr ▸]
Am 12.7.43 um 15.30 Uhr gibt das Korps folgenden Befehl durch: Gegner ist auf der ganzen Korpsfront zum Gegenangriff übergegangen und bei 3.Panz.-Div. durchgebrochen. Korps gliedert sich zur Verteidigung um. Dazu übernehmen 11. Panz.-Div. und I.D. "Großdeutschland" die Nordfront. Trennungslinie zu "Großdeutschland": Wladimirowkaschlucht, zu SS-Panz.-Korps: Ssolotinkabach. Westlich Ssolotinkabach eingesetzte Teile, die z.T. durch I.D. "Großdeutschland", z.T. durch 3.Panz.-Div. abgelöst sind, sind wieder durch 11. Panz.-Div. abzulösen. Ablösung hat so zu beginnen, daß neue Linie bei Einbruch der Dunkelheit besetzt ist. Ia bittet um Entscheid, ob aus Kräfteersparnisgründen auf alte HKL zurückgegangen werden darf. Korps willigt ein unter der Voraussetzung, daß nur soviel und soweit zurückgegangen werden darf, als unbedingt notwendig. Anschließend erhalten die Rgt. entsprechende Befehle. Panz.G.R. 110 übernimmt den alten Abschnitt: Wladimirowka-Schlucht Pkt. 248,0. Panz.G.R. 111 von rechter Grenze Panz.G.R. 110 bis Pkt. 277,3 ausschließlich. Panz.A.A. 11 im Anschluß an Panz.G.R. 111 bis zum Ssolotinka-Bach. Panz.-Rgt. 15 wird südwestlich des Kastenwaldes zusammengezogen und wird Div.-Reserve. Stu.-Geschtz.Abt. 911 wird am Wald Dist. Dolgoje zur Verfügung der Div. zusammengezogen. Artillerie gliedert sich entsprechend der neuen Aufgabe um. Flak übernimmt Luftschutz und geht mit schweren Battr. so in Stellung, daß sie einen letzten Pakriegel bilden kann. Panz.Pi.Btl. 209 wird nach Verminung zusammengezogen und pioniertechnisch eingesetzt. Panz.-Jäg.Abt. 61 wird Panz.A.A. 11 unterstellt.
Einbrüche des Gegners (5–10 Panzer) gegen schwache Linien; Panz.-Rgt. 15 bereinigt sie, die Grenadiere setzen sich unter dem Schutz der Panzer ab. [mehr ▸]
Am 12.7.43 greift Gegner am Nachmittag laufend die Front der Div. an. Er treibt Angriff mit 5 - 10 Panzern vor und führt seine massierten Infanterie-Angriffe in den Mulden vor. Gegenüber den eigenen schwachen Linien gelingt an einzelnen Stellen ein Einbruch. Diese können zwar an einzelnen Stellen geklärt, aber das wieder gewonnene Gelände infanteristisch bei den laufend sinkenden Gefechtsstärken nicht besetzt werden. Um einen bei 235,0 gemeldeten Einbruch abzuriegeln wird Fla-Btl.(mot) 616 mit 1. und 3. Kp. und 4./Heer.Flak-Abt. 277 zur Sperrung auf dem rechten Flügel eingesetzt. Die Lage bessert sich jedoch wieder, sodaß um 16.50 Uhr der Sicherungsauftrag aufgehoben werden kann. Erneuter Feindangriff und Einbrüche veranlassen den Einsatz des Panz.-Rgt. zur Bereinigung. Um 18.20 Uhr wird Korps über die Lage zusammenfassend orientiert. Um 19.20 Uhr gibt Kdr. Panz.-Rgt. 15 seinen Feindeindruck dahin ab, daß Gegner auch mit seinen Panzern nicht besonders aggressiv ist. Infanterie käme nicht in dem Maße vor, wie es nach den Schilderungen zu erwarten wäre. Lage scheint sich zu festigen. Der Gegenstoß zum Absetzen gelingt planmäßig. Unter dem Schutz der Panzer und Sturmgeschütze setzen sich die Grenadiere ab. I./Panz.G.R. 110 hat die Stellungen wieder bezogen und I.D. "Großdeutschland" abgelöst. Die Ablösung von Panz.A.A. 11 vollzieht sich planmäßig.
Abends Fla-Btl. 616 als Stoßreserve auf dem rechten Flügel; neue Stellungen bezogen, Gegner verstärkt sich mit Infanterie. [mehr ▸]
Am 12.7.43 um 21.50 Uhr erhält Kdr. Fla-Btl.(mot) 616 den Befehl, mit 2. und 3. Kp. am Ostrand des Kastenwäldchens versammelt, zur Verfügung der Division bis zum 13.7. zu verbleiben. Einsatz ist als Stoßreserve auf rechtem Flügel der Division beabsichtigt. Um 22.00 Uhr wird Kdr. Panz. A.A. 11 eingewiesen und erhält Befehl für Ablösung Teile II./Panz.G.R. 111 und Beziehen der Verteidigungslinie. Um 22.13 Uhr meldet Kdr. Panz.G.R. 111, daß Btl. neue Stellung bezogen haben. Um 22.15 Uhr meldet Panz.G.R. 110 H.K.L. in eigener Hand und Ruhe. Gegner hat sich vor Front der Division weiter laufend verstärkt und nunmehr auch neue infanteristische Kräfte herangeführt. Division rechnet mit Fortsetzung der Angriffe am 13.7. und hat zu diesem Zweck Panzer und Sturmgeschütze bereitgestellt, um Angriff von vornherein zu begegnen.
Gegner greift ab morgens mit Panzern an (vor der Division 4 Divisionen und 5 Panzer-Brigaden); Höhe 227,0 zurückgewonnen, Einbruch bei 6./Panz.Gren.Rgt. 110 bereinigt. [mehr ▸]
Am 13.7.43: Die Nacht verläuft im allgemeinen ruhig. Das Absetzen vom Gegner vollzieht sich unbemerkt. In den Morgenstunden schiebt Gegner Verstärkungen von Norden nach. Besonders vor dem linken Flügel beiderseits der Rollbahn verstärkt sich der Gegner mit Panzern und Infanterie. Um 7.40 Uhr meldet Panz.A.A. 11 eine feindliche Bereitstellung. Gegner greift von Norden Pkt. 227,0 an und hat ihn besetzt. Um 8.20 Uhr meldet Panz.G.R. 110 eine feindliche Bereitstellung in Stärke von 2 Kp. mit 6 Panzern. Angriff bleibt im zusammengefaßten Artl.-Feuer liegen. Um 8.30 Uhr geht Meldung ein, daß Gegner nunmehr auch von 227,0 nach Westen angreift. Fortlaufend werden von den B-Stellen und den Panz.-Gren. im Laufe des Vormittags Verstärkungen des Gegners vor der gesamten Front mit Panzern und Infanterie gemeldet. Das abschließende Feindbild ergibt, daß Gegner vor der Division in Stärke von 4 vollen und 2 angeschlagenen Divisionen und 5 Panzer-Brigaden steht. Um 9.35 Uhr ergeht an Panz.A.A. 11 und Panz.G.R. 110 Befehl, daß 3./Panz.Pi.Btl. 209 dem Btl. wieder unterstellt wird. Da nach Überläuferaussagen sich Gegner beiderseits der Rollbahn massiert, wird Artillerie angewiesen, nach dort massiertes Feuer zu legen. Um 9.55 Uhr weicht Gegner vor eigenem Gegenstoß nach Nordosten aus. Dieser Gegenstoß wird besonders durch die Geschütze des Fla-Btl. (mot) 616 unterstützt. Um 10.00 Uhr ist Höhe 227,0 wieder fest in eigener Hand. Um 12.10 Uhr greift Gegner in Rgt.-Stärke mit einzelnen Panzern gegen II./Panz.G.R. 110 an. Es gelingt ihm Einbruch bei 6./Panz.G.R. 110. Einbruch wird noch vor Eintreffen des Panz.-Rgt. bereinigt. Um 13.05 Uhr ist HKL wieder fest in eigener Hand. 2./Panz.Pi.Btl. 209 wird dem Btl. wieder unterstellt und auf Zusammenarbeit mit Panz.G.R. 110 angewiesen. Der Nachmittag verläuft ruhig. Gegner hat bei seinen massierten Angriffen außerordentlich hohe blutige Verluste.
Ab 16.00 Uhr Angriffe auf ganzer Front, Einbruch mit Panzern bei Pkt. 235,9; die Division faßt Panzer und Sturmgeschütze zu 2 gemischten Gruppen zusammen. [mehr ▸]
Am 13.7.43 um 14.45 Uhr melden sämtliche eingesetzten Teile, daß Gegner sich weiterhin ruhig verhält. Die von den Abwehrkämpfen stark ermüdeten Grenadiere haben sich etwas erholen können. Die geringen Gefechtsstärken zwingen zur Stärkung der Abwehrfront durch Maschinenwaffen. Zu diesem Zweck werden die Vorbereitungen für eine Zusammenlegung von Panzern und Sturmgeschützen zu je 2 gemischten Gruppen getroffen und Fla-Btl.(mot) 616 so hinter der HKL bereitgestellt, daß es sowohl aus den Stellungen einen feindlichen Durchbruch aufhalten kann, ein weiteres Vorgehen sperren wie auch im Gegenstoß einen Einbruch bereinigen kann. Ab 16.00 Uhr greift Gegner wieder auf ganzer Front an. Der erste Angriff in Stärke von 2 - 3 Kp. wird gegen die Naht vom I. und II. Panz.G.R. 111 geführt. Um 17.00 Uhr greift ein Btl. auf dem linken Flügel von Panz.G.R. 110 an. Um 17.09 Uhr meldet die Artillerie, daß feindliche Panzer auf 248,3 sind. Um 17.10 Uhr meldet Panz.A.A. 11 einen Angriff von Nordost auf Höhe 227,0 und westlich davon in Btl.-Stärke. Bei Punkt 235.9 gelingt dem Gegner ein Einbruch mit Panzern. Um 18.55 Uhr meldet Panz.G.R. 110, daß die HKL wieder fest in eigener Hand ist. Um 19.10 Uhr kommt vom rechten Flügel (Panz.G.R. 111) die gleiche Meldung.
Abends 5 Feind-Divisionen und 3 Panzerbrigaden; die 11 km Front wird von 15 Kp. mit durchschnittlich 1:4:43 gehalten. [mehr ▸]
Am 13.7.43 abends: Division hat den ganzen Tag mit Ausnahme weniger Stunden in einem harten Abwehrkampf gelegen. 5 volle Schützendivisionen und 2 angeschlagene Divisionen, dazu 3 Panzerbrigaden sind vor der Front der Division durch Gefangene bestätigt. Diese menschenmäßig weit überlegenen Kräfte greifen immer wieder mit Panzerunterstützung und nach starker Artillerie und Stalinorgel Vorbereitung gegen die Front der Division an. Diese wird in einer Länge von 11 km gehalten von insgesamt 15 Kp. [22,30] mit einer Gef.Stärke von durchschnittlich 1:4:43. Division rechnet mit Fortsetzung der Angriffe gegen die Front der Division am 14.7. Zu diesem Zweck sind die Panzer und Sturmgeschütze auf der gesamten Front verteilt, um so den Grenadieren den letzten Rückhalt zu geben. Der Ia macht den Korpschef nochmals auf die Feindmassierung vor der Front der Division aufmerksam. Er stellt erneut die Unzulänglichkeit der eigenen Luftaufklärung fest.
Ab 7.20 Uhr Angriffe mit Panzern auf ganzer Front; ein Btl. hat noch etwa 100 Mann; Höhen gehen verloren und werden zurückerobert, Panz.-Rgt. und Stu.-Abt. 911 bereinigen die Einbrüche. [mehr ▸]
Am 14.7.43 um 1.10 Uhr geht der Korpsbefehl für den 14.7. ein. Am rechten Flügel wurde Feindspähtrupp in Stärke von 4 Mann abgewiesen. Sonst verlief die Nacht bis auf beiderseitiges Artl.-Feuer ruhig. Um 6.15 Uhr meldet Kdr. Panz.A.R. 119 Ruhe an der gesamten Front bis auf Bewegungen im Polypenwald, die durch Artl. bekämpft werden. Ab 7.20 Uhr greift der Gegner auf der gesamten Front der Division unaufhörlich mit Panzerunterstützung und starken infanteristischen Kräften an; der Kampf um die beherrschenden Höhen, die mehrfach verloren gehen und jedesmal im Gegenstoß wieder genommen werden, tobt besonders heftig. Gegner gelingt es trotz seiner massierten Angriffe, die gegen die Frontbreiten eines Btl. mit einer Gefechtsstärke von noch 100 Mann, in Rgt.-Stärke geführt werden, nicht, Teile der HKL für längere Zeit in Besitz zu nehmen. Panz.-Rgt. und Stu.-Geschtz.-Abt. 911 als Stützen hinter der Front verteilt, bereinigen im Zusammenwirken mit den Grenadieren die Einbrüche. Die Artillerie zersprengt durch zusammengefaßtes Feuer die feindlichen Bereitstellungen und entlastet dadurch den schweren Kampf der Grenadiere.
Kdr. Panz.G.R. 111 meldet, die Linien seien zu dünn; Korps unterstellt Pi-Lehr-Btl. 1 und setzt Korpsartillerie ein; künftig geringere Munitionszuweisung. [mehr ▸]
Am 14.7.43 um 14.30 Uhr trägt Kdr. Panz.G.R. 111 dem Div.-Kdr. vor, daß die Linien so dünn geworden sind, daß sie nicht mehr lange gegenüber den massierten Angriffen zu halten sind. Das Korps wird davon erneut unterrichtet. Darauf Korpsbefehl 15.40 Uhr, daß Pi-Lehr-Btl. 1 (ohne 1 Kp.) der Division unterstellt wird. Außerdem wird zur Entlastung der Division die gesamte Korpsartillerie vor Abschnitt der Division wirken. Um 16.15 Uhr erhält Kdr. Panz.G.R. 111 Befehl, daß Pi.Lehr-Btl. 1 dem Rgt. unterstellt wird. Durch neue Grenzziehung werden die Rgt.-Abschnitte verkleinert, um die Möglichkeit einer Ausscheidung von Reserven zu haben. Um 17.00 Uhr melden alle Teile, daß an der gesamten Front Ruhe herrscht. Nach Mitteilung von O.Qu. erhält die Division in Zukunft nur geringere Munitionszuweisungen. Der Ia macht den Chef auf die schwierige Lage, die unbedingt notwendige Entlastung der Grenadiere durch die Artillerie aufmerksam und beantragt erhöhte Zuweisung von Munition für den schweren Abwehrkampf.
Zwei gepanzerte Gruppen (Panz.-Rgt. 15, Stu.Abt. 911) und ein für Panzer unüberwindlicher Minengürtel; der Feindangriff am Abend bricht zusammen. [mehr ▸]
Am 14.7.43 um 18.30 Uhr ergeht an Panz.-Rgt. 15 und Stu.Geschtz.-Abt. 911 der Befehl zur Bildung zweier gepanzerter Gruppen zur Erhöhung der Abwehrkraft. Um 18.45 Uhr erhält Führer Panz.Pi.Btl. 209 Befehl, daß 1 Kp. Panz.A.A. 11 unterstellt wird, 1 Kp. unter Führung des Btl. Führers Div.-Reserve wird, während der Rest je zur Hälfte zur Panz.A.A. 11 und zum Panz.G.R. 110 tritt. Sämtliche Teile werden zur Verlegung von Minen herangezogen. Vor der Front der Division soll ein für Panzer unüberwindlicher Minengürtel errichtet werden. Um 20.40 Uhr meldet Panz.G.R. 110 eine feindliche Bereitstellung und um 20.45 Uhr einen Angriff bei II./Panz.G.R. 110 und Panz.G.R. 111. Der Angriff bricht im Abwehrfeuer aller Waffen zusammen. Unklar bleibt allein die Lage bei Pkt. 248,0.
S. Nebelwerfer-Rgt. 1 unterstellt; Ia beurteilt den Gegner als geschwächt; am 15.7. gilt die Stellung als haltbar. [mehr ▸]
Am 14.7.43 um 21.45 Uhr teilt der Chef mit, daß der Auftrag für die Division für den 15.7. der gleiche ist. Das Korps unterstellt der Division zur Führung des Abwehrkampfes das s. Nebelwerfer-Rgt. 1. Kdr. ist zur Div. voraus in Marsch gesetzt. Um 22.10 Uhr ist auf der gesamten Front wieder Ruhe. Der Ia teilt dem Korps die Beurteilung der Lage wie folgt mit: Gegner ist durch das Abwehrfeuer, besonders der Artillerie so in seiner Angriffskraft geschwächt, daß mit wesentlicher Fortsetzung seiner Angriffe nicht mehr zu rechnen ist. Am 15.7.43 um 4.30 Uhr fühlt ein feindlicher Spähtrupp gegen die Front der Panz. A.A. 11 vor und wird abgewiesen. Um 8.10 Uhr meldet Panz. G.R. 111 die erfolgte Umgliederung und Abschnittsübernahme. Um 8.20 Uhr meldet sich auf dem Div.Gef.Stdt. der Kdr. des s.Nebelwerfer-Rgt. 1 und wird eingewiesen. Der Vormittag verläuft ruhig. Um 13.55 Uhr meldet Panz.G.R. 111 einen Angriff in Stärke von 2 Kp. gegen die Front des II./Panz.G.R. 111. Im Laufe des Tages werden mehrfach feindliche Bereitstellungen durch Artillerie-Feuer zerschlagen. Beobachtungen ergeben, daß Gegner schanzt und Minen verlegt. Daraus muß geschlossen werden, daß Feind nicht beabsichtigt, weiter anzugreifen. Im Laufe des Nachmittags meldet der Kdr. Panz.G.R. 111, daß die Linienführung der HKL, die Tiefe der Stellung und das Ausscheiden von Reserven wesentlich zur Stärkung der Abwehrfront beigetragen haben. Kdr. hält die Stellung jetzt nach Lage und Feindverhalten für haltbar.
3./Pi-Lehr-Btl. trifft ein; Ia erwartet Verzicht des Gegners auf weitere Angriffe; Anerkennung des O.B. für den Abwehrerfolg. [mehr ▸]
Am 15.7.43 um 18.50 Uhr meldet Kdr. Panz.G.R. 111 das Eintreffen der 3./Pi-Lehr-Btl. Panz.G.R. 110 und 111 erhalten daraufhin folgenden Befehl: Die 3. Kp. ist im Anschluß an die bisher eingesetzten Teile des Pi-Lehr-Btl. so einzusetzen, daß sich die Grenze zu Panz.G.R. 110 um 500 m nach Westen verschiebt. Die neue Grenze soll nach Umgruppierung im Laufe der Nacht Gültigkeit erhalten. Der Ia teilt am Abend dem Chef seinen Feindeindruck mit: Division rechnet nicht mehr mit der Fortsetzung der Feindangriffe. Die dem Feind in den letzten Tagen zugefügten Verluste sind so, daß er auf weitere Angriffe verzichten muß. Am Nachmittag geht der Armeebefehl ein, in dem der O.B. der Division seine Anerkennung für den Abwehrerfolg ausspricht.
Zwei Angriffe von 2 Kp. abgewiesen; s. Werfer-Rgt. 1 in Feuerstellung; Ia: Gegner hat Kräfte, besonders Panzer, abgezogen. [mehr ▸]
Am 16.7.43 um 2.35 Uhr greift Gegner in Stärke von 2 Kp. den linken Flügel von Panz.G.R. 111 und um 3.15 Uhr die Stellungen bei Pkt. 248,3 an. Beide Angriffe werden abgewiesen. 3./Pi-Lehrbtl. hat in der Nacht Teile von Panz.G.R. 110 und 111 abgelöst. Der übrige Tag verläuft von geringem, beiderseitigen Artillerie, Salvengeschütz- und Gr.W.-Feuer abgesehen, ruhig. s. Werfer-Rgt. 1 ist mit 2 Abteilungen eingetroffen und in Feuerstellung gegangen. Gegen 14.00 Uhr orientiert der K.G. den Div.-Kdr. auf dem Div.Gef.Std. über die neue Lage. Der Ia gibt dem Korps folgende Lagebeurteilung: Gegner hat wahrscheinlich Kräfte, insbesondere Panzer abgezogen. Es ist gegenüber der Front der Division nicht mehr mit neuen Angriffen zu rechnen. Feindpanzer sind im gesamten Div.-Abschnitt nicht mehr beobachtet worden.
Division dem II. SS-Panzer-Korps unterstellt; Unternehmen Roland abgeblasen, ab 18.7. 18.00 Uhr wieder XXXXVIII. Panz.-Korps. [mehr ▸]
Am 17.7.43 um 1.30 Uhr geht der Korpsbefehl ein. Division wird ab 6.00 Uhr dem II./SS-Panzer-Korps unterstellt. Die Unterstellung der Brüko 676, des Fla-Btl.(mot) 616 und des s. Werfer-Rgt. 1 endigen mit der neuen Unterstellung der Division. Um 8.00 Uhr findet auf dem Div.-Gef. Std. eine Besprechung des K.G. Obergruppenführer Hauser über den Einsatz der Division bei dem Unternehmen "Roland" statt. Um 9.30 Uhr wird das Unternehmen "Roland" abgeblasen. Der Befehl betr. Aufhebung der Unterstellung Fla-Btl.(mot) 616, Brüko 676 und s. Werfer-Rgt. 1 wird deshalb aufgehoben. Am 18.7.43 um 14.15 Uhr befiehlt SS-Panz.-Korps, daß Division ab 18.00 XXXXVIII. Panzerkorps wieder unterstellt wird.
Pi-Lehr-Btl. 1 herausgelöst; feindliche Bereitstellungen im zusammengefaßten Feuer zerschlagen. [mehr ▸]
Am 17.7.43 um 11.45 Uhr befiehlt XXXXVIII. Panz.-Korps die Herauslösung des Pi-Lehr-Btl. 1. Die entsprechenden Befehle an Panz.G.R. 110 und 111 werden gegeben. Es treten zwischen beiden Rgt. wieder die alten Grenzen in Kraft. Um 15.50 Uhr meldet Panz.A.A. 11, um 16.45 Uhr Panz.G.R. 110, um 17.00 Uhr Panz.G.R. 111 feindliche Bereitstellungen vor der Front in Kp. bis Btl.-Stärke. Die Bereitstellungen werden im zusammengefaßten Feuer der Infanterie-Waffen, Artillerie und Salvengeschütze zerschlagen. Um 17.20 Uhr läuft von allen Teilen die Meldung ein, daß die feindliche Bereitstellung zerschlagen ist und vor der Front wieder Ruhe herrscht. Um 23.15 Uhr meldet Panz.G.R. 110 erfolgte Ablösung der Teile Pi-Lehr-Btl. 1.
Angriffe aus dem Handschuhwald und auf Höhe 227,0 abgewiesen; bis zu 40 Feindpanzer gezählt; Trosse abgeschoben. [mehr ▸]
Am 18.7.43 um 0.25 Uhr geht Korpsbefehl für den 18.7. ein. Um 1.00 Uhr hat Panz.A.A. 11 Teile Panz.G.R. 111 bei 227,0 abgelöst. Um 2.45 Uhr meldet Panz.G.R. 111 erfolgte Ablösung letzter Teile Pi.Lehr-Btl. 1. Während der Nacht stößt der Gegner mit starkem Spähtrupp gegen Pkt. 227,0 vor, wird jedoch abgewiesen. Eigene Spähtrupps stellen unverändertes Feindverhalten fest. Um 4.00 Uhr werden Feindbewegungen im Polypenwald beobachtet und von der Artillerie bekämpft. Um 8.10 Uhr erfolgt ein Angriff in Rgt.-Stärke aus Handschuhwald nach Süden, der im Artl.-Feuer liegen bleibt. Um 8.15 Uhr erfolgt nach starker Artilleriefeuervorbereitung ein Angriff gegen Pkt. 227,0, der jedoch abgewiesen wird. Am Ostufer des Bolotinka-Abschnittes hat Gegner vor zurückgenommenen Flügel SS-Totenkopf nachgedrückt und flankiert von dort eigene Stellungen auf dem Westufer. Um 12.20 Uhr befiehlt SS-Korps Zurücknahme Teile Panz-A.A. 11 auf rechtes Ufer. Befehl wird um 12.25 Uhr an Panz.A.A. 11 weitergegeben. Der Gegner verstärkt sich vor gesamter Front. Es werden bis zu 40 Feindpanzer gezählt, die vor allem in südwestlicher Richtung marschieren. Infolge der Feindverstärkung wird dem Panz.-Rgt. 15 eine Umgruppierung mit Masse an Rollbahn befohlen. Um 14.15 Uhr befiehlt SS-Panz.-Korps, daß Division ab 18.00 XXXXVIII. Panzerkorps wieder unterstellt wird. Im Laufe des Nachmittags unternimmt Gegner mehrere Vorstöße gegen die Front der Division, die abgewiesen werden. Um 15.10 Uhr befiehlt XXXXVIII. Panz.-Korps, daß die Trosse in den Raum Tscherkasskoje und südostwärts davon abzuschieben sind.
Absetzen in der Nacht auf die Stellung am Höhenblock 260,8 (Stoßlinie E); Werf.-Rgt. 55 und Pi-Btl. 666 unterstellt. [mehr ▸]
Am 18.7.43 um 15.40 Uhr Cheforientierung: Division erhält nach Herauslösung in den nächsten Tagen im neuen Raum keinen Auftrag. Vorkolonnen und Versorgungsdienste sind sofort in Marsch zu setzen. Verlegung der Division selbst in der Nacht vom 18./19.7. Um 16.00 Uhr werden die Truppenteile durch Ord.-Offz. über die Entwicklung der Lage orientiert und ihnen befohlen, die Trosse und alle überflüssigen Gefechtsfahrzeuge sofort in Trossräume, die ihnen nach der Karte bezeichnet werden, abzuschieben. Die Beutesammel- und Zerstöraktion ist fortzusetzen. Über den Befehl ist weder durch Funk noch durch Fernsprech etwas weiterzugeben. Um 16.50 Uhr befiehlt das Korps: Korps löst sich noch heute Nacht vom Feind. Starke Nachhuten verhindern Nachdrängen und setzen sich später ab. In Höhe von Pkt. 260,8 ist eine vorläufige Aufnahmestellung zu beziehen. Diese ist am morgigen Tag zu halten. Der Verlauf der neuen HKL wird kartenmäßig festgelegt. Das Herauslösen aus der neuen Stellung hat erst auf Befehl des Korps zu erfolgen. Die Bewegung ist bei Beginn der Dunkelheit einzuleiten. Um 17.15 Uhr erhalten durch Ord.-Offz. die Einheiten neue Stoßlinie "E". Das Korps befiehlt: Absatzbewegung in kleinen Sprüngen. Zurücknahme zuerst bis Höhe 260,6, dann weiter. Der Division werden unterstellt: Werf. Rgt. 55 und Pi-Btl. 666. S.Werf.Rgt. 1, der Division bisher unterstellt, wird herausgelöst und zur 3. Panz.-Div. in Marsch gesetzt. Um 17.35 Uhr Entscheidung Chef: Korps ist mit Zurücknahme der Front bis zum Höhenblock 260,8 mit rechts und links rückwärts gebogenen Flügeln einverstanden. Division setzt sich um 21.00 Uhr mit Masse beginnend, rechts angelehnt an SS-Div.-Totenkopf, links an 3.Panz.-Div.
Einzelheiten des Absetzens: Panz.-Rgt. 15 deckt, Panz.A.A. 11 zur neuen Stellung; vom Gegner unbemerkt. [mehr ▸]
Am 18.7.43: Es wird um den Höhenblock 260,8 eine noch zu erkundende Zwischenstellung bezogen. Trennungslinien gemäß Lagenkarte. Panz.-Rgt. 15 deckt mit einer Abt. das Absetzen, mit einer Abt. bezieht es bei 260,8 eine Auffangstellung. Panz.A.R. 119 mit I. auf Zusammenarbeit mit Panz.G.R. 111, mit II. auf Zusammenarbeit mit Panz.G.R. 110 angewiesen und mit III. überlagernd Feuerschutz gebend, bezieht überschlagend die neuen Feuerstellungen. Panz.A.A. 11 wird nach Erreichen der Zwischenstellung und nach Herstellung des Anschlusses zu SS-Totenkopf herausgelöst und zur neuen Stellung durchgezogen. Dort beginnt die Abt. bereits mit dem Ausbau der Stellungen. Panz.Pi.Btl. 209 mit allen Teilen ab sofort der Division wieder unmittelbar unterstellt, beläßt bei den Nachhuten Sprengkommandos, die Kunstbauten, Sprengungen und Verminungen durchführen. Panz.Jäg.Abt. 61 werden mit Eintreffen in der Zwischenstellung Panz.G.R. 111 unterstellt. H.Flak-Abt. 277 übernimmt mit Morgengrauen Luftschutz der Zwischenstellung. Fla-Btl.(mot) 616 wird zum Erdschutz mit 2 Kp. eingesetzt und zwar je eine Kp. als Rückhalt bei Panz.G.R. 110 u. 111. Um 19.00 Uhr Div. Stellungswechsel nach Distr. Stanowaja und dort arbeitsbereit. Um 21.00 Uhr befiehlt Korps, daß die Nachhuten am Feind zu bleiben haben, bis Feind nachdrängt. Der Ia weist das Korps darauf hin, daß Bewegungen angelaufen sind und die Durchführung dieses Befehls kaum möglich sein dürfte. Das Absetzen vollzieht sich planmäßig, vom Gegner unbemerkt. Auch die Nachhuten lösen sich noch unbemerkt vom Feind.
Weiteres Absetzen in der Nacht 19./20.7.; die gemischte Panzer-Sturmgeschütz-Abt. Fischer verlegt als Stoßreserve auf das Ostufer der Worskla. [mehr ▸]
Am 19.7.43 um 1.40 Uhr geht Korpsbefehl für den 18. und 19.7. ein. Um 2.00 Uhr hat Masse der Division die neue Stellung bezogen. Feind verhält sich weiter ruhig. Ab 4.00 Uhr wird durch Ord.-Offz. den Rgt. pp. befohlen: Das weitere Absetzen geschieht in der Nacht vom 19./20.7. Beginn wird noch befohlen. Die Front wird auf eine, durch Vorkdos. auszusuchende und durch Reserven auszubauende Stellung zurückgenommen. Grenzen lt. Karteneinzeichnung. Zum Stellungsbau beiderseits der Rollbahn wird Panz.G.R. 110 eine Pi-Kp. nach 254,5 zugeführt. Panz.-Rgt. 15 stützt das Absetzen. Von Panz.A.R. 119 wird je eine Abt. auf Zusammenarbeit angewiesen mit Panz.G.R. 110, Panz.G.R. 111, Panz. A.A. 11 und Panz.Pi.Btl. 209. Um 5.20 Uhr wird Kdr. Panz.G.R. 110 herausgezogen und erhält Erkundungs- und Bauauftrag. Der Abschnitt wird an Kdr. Panz.G.R. 111 übergeben. Um 5.40 Uhr meldet Panz.A.R. 119 das erste Nachfühlen des Feindes bei Pkt. 244,8. Um 7.10 Uhr erhält Fla-Btl.(mot) 616 Befehl, beiderseits der Rollbahn im Bezirk Krassnaja Dubrowa zum Luftschutz eingesetzt zu werden. Um 7.20 Uhr stößt Feind in Kp. Stärke über Pkt. 248,3 nach Süden vor. Um 11.30 Uhr hat Feind, sich mit Inf.-Spitzen bis auf 1 1/2 km an die Stellung herangeschoben. Um 11.15 Uhr: Gemäß Korpsbefehl hat Div. sich heute abzusetzen. Daraufhin überbringen Ord.-Offz. den Befehl: Div. setzt sich in der Nacht vom 19./20.7. auf die bereits erkundete Linie ab. Eine Nachhutgruppe bestehend aus einer Panzerabt., einer Artl.-Abt., einer Kp. auf SPW., einer Pi-Kp. verbleibt bis 23.00 Uhr am Feind. Die übrigen Teile der Div. setzen sich ab und zwar: 20.00 Uhr gemischte Panzer-Sturmgeschütz-Abt. Fischer, 20.30 Uhr 2 Artl.-Abt., 21.15 Uhr Teile Panz.G.R. 110 ohne 3. Kp., 21.30 Uhr Panz.G.R. 111. Die Nachhutgruppe hält nach Absetzen vorübergehend bei Illinskij, um der Artillerie die Möglichkeit zum Absetzen zu geben. Gepanzerte Gruppe "Fischer" verlegt sofort als Panzerstoßreserve auf das Ostufer der Worskla. Befehle für Panz.Jäg.Abt. 61 durch Funk.
Absetzen ohne Zwischenfälle in die Stellung 2 km ostwärts Olchowka; Gegner hat Höhe 260,8 als Angriffsziel. [mehr ▸]
Am 19.7.43 um 15.40 Uhr meldet sich Kdr. Pi-Btl. 666 zur Einweisung. Er erhält Befehl, mit seinem Btl. gemäß Karteneinzeichnung den neuen Verteidigungsabschnitt zu besetzen, auszubauen und zu halten. Zur Verstärkung wird eine Kp. Panz.Pi.Btl. 209 unterstellt. Div.-Gef.Std. Wechsel. Div. ist um 20.15 Uhr auf neuem Gef. Std. Waldstück 2 km ostwärts Olchowka arbeitsbereit. Gegner hat im Laufe des Nachmittags nur beiderseits der Rollbahn bei Pkt. 260,8 gedrückt und sich mit starken Infanterie-Massen gegen die eigenen Stellungen herangeschoben. Im übrigen verstärkt sich sein Artl.- und Pakfeuer auf die vordere Linie und das Hintergelände. Nach einem mitgehörten Funkspruch hat Gegner die Höhe 260,8 als Angriffsziel. Ab 19.45 Uhr Lösung vollzieht sich planmäßig und ohne Zwischenfälle. Am 20.7.43: Die Nacht verläuft ruhig. Obwohl Gegner besonders vor linkem Flügel stark drückt, gelingt das Absetzen und die Bewegung zum Beziehen der neuen Stellung planmäßig. Um 4.45 Uhr haben sämtliche Teile die neue Stellung besetzt. Um 5.30 Uhr schiebt Feind sich mit Panzern vor die Front der Division.
Gegner greift mit Panzern an (bis zu 70 gezählt); Ia protestiert gegen das Abziehen von Panzern zu anderen Abschnitten. [mehr ▸]
Am 20.7.43: Es werden im Raum um 249,3 und 260,0 etwa 40 - 50 Panzer gezählt. Das Korps wird über die Feindverstärkung orientiert: Gegner hat sich im Laufe des Vormittags auf breiter Front herangeschoben. Es werden durch Luftaufklärung und durch Beobachtung etwa 50 Panzer gezählt. Um 10.05 Uhr greift Gegner erstmalig bei I./Panz.G.R. 111 an. Um 10.25 Uhr muß Pi-Btl. 666 gegen überlegenen Feinddruck Gefechtsvorposten bei Kirche Jakowlewa zurücknehmen. Um 10.30 Uhr meldet sich Verbindungsoffz. SS. A.R. 3 zur Verbindungsaufnahme. Regiment ist zur Unterstützung des Abwehrkampfes der Division eingesetzt. Um 11.25 Uhr erhält Panz.G.R. 110 Befehl 230,1 zu besetzen und dort Anschluß an 3. Panz.-Div. zu suchen. Um 12.20 Uhr befiehlt Korps, daß 3./Pi.Btl. 666, die aus eigenem Entschluß zum Btl. gestoßen ist, sofort zur 3. Panz.-Div. in Marsch zu setzen ist. Befehl wird weitergegeben. Dafür wird eine Kp. Panz.Pi.Btl. 209 dem Pi.Btl. 666 unterstellt. Um 12.51 Uhr Befehl an Panz.-Rgt. 15, daß es gemäß Korpsbefehl auch für Einsatz bei 167. Inf.-Div. bereitzustehen hat. Anmarschwege sind zu erkunden. Um 14.45 Uhr wird folgende zusammenfassende Lageorientierung gegeben: Gegner greift seit 10.00 an gesamter Front in Stärken bis zu einem Rgt. an. Die Angriffe werden durch Panzer unterstützt und durch massiertes Art., Gr.W. und Salvengeschützfeuer eingeleitet. Angriffe konnten bisher im Gegenstoß bereinigt werden. Mit Fortsetzung der Angriffe wird gerechnet. Nach Fliegeraufklärung führt Gegner weiter starke Kräfte von Norden heran. Es werden bis zu 70 Panzer gezählt. Ia weist Korps daraufhin, daß ein Abziehen irgendwelcher infanteristischer Teile oder gar Panzer am rechten Flügel oder zur 167. I.D. nicht tragbar sei.
Vor Panz.G.R. 111 80–90 Panzer, bei Panz.A.A. 11 weitere 61; Gegenangriffe mit Artillerie vereiteln die Durchbrüche. [mehr ▸]
Am 20.7.43: Die Meldung des Korps, daß Division über eine ausreichende artilleristische Unterstützung verfügt, wird vom Ia dadurch zurückgewiesen, daß er das Korps auf die außerordentlich lange Front, die schwachen infanteristischen Kräfte, die den Einsatz des Pi-Btl. 666 notwendig machen, und die ungeheuer massierten Feindkräfte aufmerksam macht. Um 14.50 Uhr meldet Panz.A.A. 11 erneute Feindangriffe mit Panzerunterstützung. Um 16.41 Uhr erhält Panz.Pi.Btl. 209 Befehl, mit allen Teilen ausscheidende Kp. Pi.Btl. 666 abzulösen. Um 17.10 Uhr wird K.G. durch Ia orientiert: Es haben sich allein vor der Front von Panz.G.R. 111 drei feindliche Panzergruppen mit 80 - 90 Panzern gebildet. Außerdem sind bei Panz.A.A. 11 weitere 61 Panzer beobachtet. Schwerpunkt des feindlichen Angriffs wird an der Rollbahn erwartet. Wenn Gegner nicht gleichzeitig rechts und links angreift, glaubt Division Lage zu meistern. Im Laufe des Nachmittags greift Gegner laufend mit Panzerunterstützung an. Gegenangriffe bringen mit wirksamer Unterstützung durch Artl. und Werfer alle Versuche des Feindes die eigenen Stellungen zu durchbrechen, zum Scheitern. Bei Panz.G.R. 111 muß eine Zurücknahme der Front erfolgen. Um 19.30 Uhr erscheint Chef auf dem Div.Gef.Std. und bespricht die Lage. Er hält Abwehr nur durch einen Angriff für haltbar. Im Laufe des Abends leben die Feindangriffe wieder auf. Ab 21.30 Uhr ist an der Front Ruhe. Pi-Btl. 666 herausgelöst und zur 3. Panz.-Div. in Marsch gesetzt. Um 23.10 Uhr ist es dem Gegner trotz starker Angriffe mit Panzern nicht gelungen, in die eigene HKL einzudringen.
Frühmorgens Durchbrüche von 6 und 10 Feindpanzern bei Panz.A.A. 11 und II./Panz.G.R. 110; die Einbrüche werden bereinigt. [mehr ▸]
Am 21.7.43: Nacht verläuft im allgemeinen ruhig. Geringe feindliche Fliegertätigkeit. Beiderseitiges Störungsfeuer mit Artillerie und Panzern. Geräusche feindlicher Panzer vor der HKL. Die am Vortage stellenweise zurückgenommene eigene Linie wird endgültig besetzt, und die Abschnitte innerhalb der Btl. gegliedert. Der gestern an den rechten Flügel 3. Panz.-Div. bis 230,1 vorgeschobene linke Flügel Panz.G.R. 110 wird infolge eines Feindeinbruches bei 3. Panz.-Div. wieder in die alte Linie und im Anschluß an 3. Panz.-Div. zurückgenommen. Um 4.20 Uhr Angriff in Btl.-Stärke mit Panzerunterstützung vor Panz. A.A. 11. Feindlicher Durchbruch mit 6 Panzern in diesem Abschnitt. Um 5.20 Uhr Befehl an Panz.G.R. 110: Die beiden gestern zugeführten Kp. Fla-Btl.(mot) 616 sind in Marsch zu setzen. Eine Kp. zu Panz.A.A. 11, eine zu Panz.G.R. 111, mit Unterstellung unter diese Einheiten. Befehl an Fla-Btl.(mot) 616: 1 Kp. Div.-Reserve, Stab Stellungswechsel in Nähe Division. Um 5.30 Uhr Angriff eines feindlichen Btl. mit Panzern vor II./Panz.-G.R. 111. Durchbruch mit 10 Feindpanzern unter Überrollen der Panzergrenadiere bei II./Panz.G.R. 110. Durchbruch wird bereinigt. Um 7.00 Uhr greift Feind weiterhin in Stärke bis zu 1 Btl. jeweils mit Panzerunterstützung an mehreren Stellen des Div.-Abschnittes an. Durch erneuten Angriff etwa auf der Naht 11./3. Panz.-Div. durch ein Inf.-Btl. wird linker Flügel Panz.G.R. 110 in Mitleidenschaft gezogen. Chef XXXXVIII. Panz.-Korps orientiert über seine Absicht, Luftwaffenunterstützung beiderseits der Nord-Südrollbahn anzufordern.
Bis 9.00 Uhr etwa 25 Panzer abgeschossen; Panzerkampf hält an, Munitionsmangel bei den Sturmgeschützen. [mehr ▸]
Am 21.7.43: Chef XXXXVIII. Panz.-Korps orientiert über seine Absicht, Luftwaffenunterstützung beiderseits der Nord-Südrollbahn anzufordern. Um 7.15 Uhr Lage bei Panz. A.A. 11 wieder geklärt. Kp. in langsamem Vordringen in die alte HKL. Anhaltender Panzerkampf vor II./Panz.G.R. 110. Um 8.10 Uhr erneute feindliche Angriffe mit Panzerunterstützung bei Panz. A.A. 11. Munitionsmangel bei unterstützenden Sturmgeschützen. Um 8.40 Uhr Feindangriff bei Panz.A.A. 11 hält an. Durchbruch bei 230,5, in der Mitte, während die beiden Flügel der Abt. etwa in der alten HKL kämpfen. Um 9.00 Uhr Lage vor Panz.G.R. 110 bereinigt. Im Laufe des Vormittags sind vor dem Div.-Abschnitt bereits etwa 25 Panzer abgeschossen worden. Feindangriff bei Panz.A.A. 11 ist inzwischen zum Stehen gekommen. Gegenangriff wird eingeleitet und zum Erreichen einer verkürzten HKL im Verlauf etwa südlich des Ostwestweges. Vor den anderen Abschnitten der Division z. Zt. keine Feindangriffe. Um 11.00 Uhr erneuter Angriff eines russ. Btl. vor I./Panz.G.R. 111. 17 Feindpanzer vor Panz.Pi.Btl. 209.
Panther-Abt. 52 unterstellt; Panthervorstoß nach Norden verschoben, je 1 Kp. zur Bereinigung der Einbrüche eingesetzt. [mehr ▸]
Am 21.7.43 um 7.50 Uhr orientiert Kdr./Chef XXXXVIII. Panz.-Korps fernmündlich über Lage. Panther-Abt. 52 wird Div. zum Angriff mit begrenztem Ziel unterstellt und zugeführt. Um 10.00 Uhr meldet sich Kdr. Panther-Abt. 52 am Div.-Gef.Std. Die Abt. wird Panz.-Rgt. 15 unterstellt. Befehl an Panz.-Rgt. 15: Mit Panther Abt. 52 ist beiderseits der Nord-Süd-Rollbahn nach Norden vorzustoßen und nach Verrichtung der russischen Überwachungspanzer in Gegend 251,2 zur Entlastung der eigenen Front {hs: nach Osten} einzudrehen. Auf Befehl XXXXVIII. Panz.-Korps unterstützt Arko 144 den nach Norden geplanten Panthervorstoß. Div.-Kdr. hat sich jedoch aus Geländegründen entschlossen, den Panzerangriff nach dem Stoß bis 251,2 nach Westen einzudrehen. Um 12.15 Uhr wird der geplante Panzervorstoß nach Norden entlang der Rollbahn unter Meldung an XXXXVIII.Panz.-Korps verschoben. Panther Abt. 52 wird deshalb mit je 1 Kp. zur Bereinigung dieser Einbrüche eingesetzt.
9 Panzerspähwagen und 20 Feindpanzer brechen in die HKL ein; linker Flügel I./Panz.G.R. 110 flankiert. [mehr ▸]
Am 21.7.43 um 11.30 Uhr sind 9 feindliche Panzerspähwagen im Abschnitt der Panz.A.A. 11 bis 243,2 durchgebrochen und werden z.T. vernichtet, Rest entkommt. Um 11.45 Uhr geht Meldung des Panz.Pi.Btl. 209 ein, daß 20 Feindpanzer in die HKL eingebrochen sind und sich bereits im Vorstoß nach Süden befinden. Um 12.15 Uhr erneuter Feindangriff mit Panzern vor Front Panz.G.R. 110. Empfindliche eigene Verluste bei Panz.Pi.Btl. 209. Linker Flügel I./Panz.G.R. 110 wird bereits von Feindpanzern flankiert und muß zurückgebogen werden, da Anschluß an 3. Panz.-Div. nicht mehr vorhanden. Lage bei Panz.Pi.Btl. 209 noch ungeklärt.
Die Division plant das Absetzen in der Nacht hinter die Stellung der 332. I.D.; Panz.A.A. 11 und Panz.Pi.Btl. 209 unter Panzerdruck, etwa 30 Feindpanzer flankieren Panz.G.R. 110. [mehr ▸]
Am 21.7.43 um 11.35 Uhr orientiert XXXXVIII.Panz.-Korps über beabsichtigte Zurücknahme der Front in der Nacht vom 21./22.7. Vorbereitende Arbeiten für die Zurückführung der Trosse und Läger. Vorarbeiten für das Absetzen der Truppenteile. Ein nochmaliger Angriff bei Panz.A.A. 11 in Stärke eines Inf.-Btl. wird durch Artillerie zerschlagen, Gegner zum Eingraben gezwungen. Es kann hier eine lockere Verbindung zwischen den Kp. wiederhergestellt werden durch Ausdehnung des linken Flügels 167. I.D. Etwa im Verlauf des nördlichen Randes des Waldes wird auch die Verbindung zum linken Nachbarn wiederhergestellt. Um 14.10 Uhr orientiert das Korps über Zurücknahme der Division durch die Stellung der 332 I.D., die bereits die Linie 224,2, 283,6, Nordrand Triretschkoje besetzt hat. Nachhuten der Division werden mit Beginn der Marschbewegungen der 332. I.D. unterstellt. Beginn des Absetzens 20.30. Feindliche Schlachtfliegertätigkeit. Um 14.30 Uhr Lage bei Panz.Pi.Btl. 209 fast bereinigt. Die vor dem feindlichen Panzerwurchbruch zurückgegangene Kp. hat im Gegenstoß ihre alte Stellung fast wieder erreicht. Einige Feindpanzer noch vor rechtem Flügel des Btl. Um 14.55 Uhr K.G. am Div.Gef.Std. orientiert über Einzelheiten der Absetzbewegungen. Um 16.00 Uhr Lage bei Panz.A.A. 11: Abt. Gef. Std. mußte vor feindlichem Panzer- und Infanterie Angriff ausweichen und befindet sich 1 1/2 km südostwärts 243,2. Panther-Kp. auf Höhe 243,2 im Kampf mit Feindpanzern. Die Kp. der Aufkl-Abt. igeln. Vor Panz.Pi.Btl. 209 noch 6 T 34. Feindliche Infanterie ruhig. Vor Panz.G.R. 111 Ruhe. Panz.G.R. 110 wird am linken Flügel flankierend von etwa 30 Feindpanzern angegriffen. Verbindung zur 3. Panz.-Div. noch nicht hergestellt. Um 16.30 Uhr Besprechung über die Absetzbewegungen der Nacht, Befehle an Adj. bzw. Ord.-Offz. der Truppenteile.
Befehl zum Absetzen der Masse der Division nach Tomarowka auf zwei Straßen; Nachhuten unter den Kommandeuren Panz.-Rgt. 15 und Panz.A.A. 11. [mehr ▸]
Am 21.7.43 Befehl zum Absetzen der Masse der Division: a) Ablaufpunkt Bykowka (Ost-Straße): A.R. 3 (SS. T.) 19,30 / 20,15; I./W.R. 55 20,30 / 21,15; III./Panz.A.R. 119 20,50 / 21,35; Fla-Btl. 616 (ohne 1 Kp.) 20,00 / 21,50; Panz.Pi.Btl. 209 (ohne 1 Kp.) 20,30 / 22,30; Panz.G.R. 111 20,30 / 23,15. b) Ablaufpunkt Olchowka (West-Straße): H. Flak-Abt. 277 19,30 / 20,15; W.R. 55 (ohne I.) 20,00 / 20,35; Panz.A.R. 119 (ohne I.+III.) 20,40 / 21,15; Pi-Btl. 666 (ohne 1 Kp.) 20,30 / 22,30; Panz.G.R. 110 (ohne I. mit 2. Kp.) und Panz.Jg.Abt. 61 20,30 / 22,30 (Herauslösen aus Stellung / Überschreiten des Ablaufpunktes). c) Marschstraßen: aa) Ost: Bykowka, Tomarowka. bb) West: Olchowka, Dragunskoje, Tomarowka. Versammlungsraum für die Truppenteile siehe Lagenkarte. Es verbleiben noch auf Feinddruck zurückgehende Nachhuten der Division, die der 332. I.D. unterstellt werden: Linke Gruppe (westl. der Worskla): Führer Kdr. Panz.Rgt. 15, Panz.-Rgt. 15, I./Panz.G.R. 110 (ohne 2.), I./Panz.A.R. 119, 1. Kp. Pi.Btl. 666. Rechte Gruppe (ostw. d. Worskla): Führer Kdr. Panz.A.A. 11, Panz.A.A. 11, eine Panzer-Gruppe, 1 Battr. Panz.A.R. 119, 1 Kp. Panz.Pi.Btl. 209, 2./Fla-Btl.(mot) 616. Unterstellungsverhältnis: W.R. 55, SS. A.R. 3, Pi-Btl. 666 und Panther-Abt. 52 mit Beginn der Absetzbewegung beendet.
Kämpfe bei Panz.A.A. 11 und Panz.Pi.Btl. 209, Kdr. Panz.A.A. 11 fällt; Panzergegenstoß zusammen mit 3. Panz.-Div. gelingt. [mehr ▸]
Am 21.7.43 um 17.00 Uhr: Kämpfe bei Panz.A.A. 11 halten mit großer Heftigkeit an. Lage ist hier noch ungeklärt. Einzelne Gruppen halten noch zäh zwischen durchgebrochenen starken Infanterie und Panzerkräften. Um 18.00 Uhr Panzergegenstoß am linken Flügel Panz.G.R. 110 gelingt. Durchgebrochene Feindpanzer werden im Zusammenwirken mit 3. Panz.-Div. vernichtet oder zum Abdrehen gezwungen. Verbindung zwischen beiden Divisionen ist hier wiederhergestellt. Um 18.30 Uhr Div.-Gef.Std. im Stellungswechsel nach Domnin, ostwärts Tomarowka. Dort um 20.30 Uhr arbeitsbereit. Kämpfe bei Panz.A.A. 11 und Panz.Pi.Btl. 209 halten an. Eigene Truppen müssen sich weiter absetzen. Kdr. Panz.A.A. 11 fällt. Absetzbewegungen bei Panz.G.R. 110, 111 und H.Fl.Abt. 277 beginnen planmäßig. Korpsbefehl über das Absetzen vom Gegner erreicht die Division erst um 22.00 Uhr am neuen Gefechtsstand. Er lautet hinsichtlich marschtechnischer Unterstellung der 10. Panz.Brig. anders als der durch K.G. nachmittags mündlich gegebene Befehl. (Soll danach 3. Panz.-Div. unterstellt werden). Entsprechende Meldung an das Korps.
Absetzen der Nachhuten bei Gewitterregen und Verstopfungen; Panz.A.A. 11 zersprengt, empfindliche Ausfälle. [mehr ▸]
Am 21.7.43 um 24.00 Uhr verlaufen die Absetzbewegungen der Masse der Division wenigstens in großen Zügen planmäßig. Das Absetzen der Nachhuten beginnt gegen geringen Feinddruck. Marschbewegungen bisher flüssig. Meldung Panz. A.A. 11 von 20.45 Uhr geht ein, wonach Abt. etwa 3 km südlich Jakowlewo an Rollbahn gesammelt und mit Unterstützung von Teilen Panz.-Rgt. 15 sichert. Es ist nicht möglich, sämtliche Teile der völlig zersprengten Abteilung aufzufangen. Ausfälle sind empfindlich. Das Absetzen der Nachhuten verläuft weiterhin mit Feindfühlung. Am 22.7.43 um 1.00 Uhr: Plötzlich einsetzender Gewitterregen macht die Wege, besonders die West-Straße, sehr schwer passierbar, verlangsamt die Marschbewegungen und führt zu Verstopfungen. Um 3.00 Uhr Absetzen der Nachhuten abgeschlossen. Stehende Panzer-Spähtrupps in Feindfühlung südlich Olchowka und Bykowka. Rest hinter der HKL der 332. I.D., Gegend 233,6. Marschbewegungen der Masse der Division gehen nur noch langsam vorwärts oder stocken ganz. Um 6.00 Uhr Teile der Division beim Einrücken in den Unterkunftsraum. Panz.G.R. 110 tritt nach Wetterbesserung erneut in Dragunskoje an. Um 7.30 Uhr meldet H.Flak.Abt. 277 Eintreffen im Unterkunftsraum. Befehl an die Abt., beide s. Battr. zum Luftschutz einzusetzen, eine im Unterkunftsraum der Abt., eine südostw. Tomarowka.
Die Division im Raum Domnin; starke Personalverluste bei Panz.A.A. 11 und Panz.Pi.Btl. 209; Unterstellung Fla-Btl. 616 beendet. [mehr ▸]
Am 22.7.43: Meldung Fla-Btl.(mot) 616 über Eintreffen des Btl. ohne die bei den Nachhuten verbliebene Kp. im Unterkunftsraum. Meldung Panz.A.A. 11 über Eintreffen im Unterkunftsraum. Es gelang während der Nacht nicht mehr, die Kp. führungsmäßig in die Hand zu bekommen. Abteilung wurde deshalb vom Führer der Nachhuten aus eigenem Entschluß entlassen und sammelt am Morgen in ihrem Raum. Um 8.00 Uhr Gep. Nachhut bekämpft bei Bykowka Feindpanzer. Um 10.25 Uhr K.G. zur Orientierung am Div.Gef.Std. Vorbefehl des Korps: Division wird morgen in Raum westlich Graiworon im Tagesmarsch zu neuer Verwendung verlegt werden. Einzelheiten folgen. Im Laufe des Vormittags Meldungen der Truppenteile über endgültiges Eintreffen im Unterkunftsraum. Starke Personalverluste bei Panz.A.A. 11 und Panz.Pi.Btl. 209. Unterstellungsverhältnis Fla-Btl.(mot) 616 ist beendet.
Panz.A.O.K. 4 befiehlt die Aufstellung einer gep. Angriffsgruppe; Panz.-Rgt. 15 mit Stu.-Abt. 911 versammelt im Raum Strelezkoje. [mehr ▸]
Am 22.7.43 um 12.00 Uhr orientiert 332. I.D. über 50 Feindpanzer an ihrem rechten Flügel bei Bykowka. Gleichzeitig übermittelt die 332. I.D. einen Befehl vom Panz.A.O.K. 4 über Aufstellung einer gep. Angriffsgruppe der 11. Panzer-Division. An die bisherigen Nachhuten, deren Unterstellung unter die 332. I.D. durch diesen Befehl beendet ist, ergeht dementsprechend folgender Befehl (mdl. durch Div. Adj.): Panz.-Rgt. 15 mit unterstelltem I./Panz.G.R. 110, Stu.-Geschtz.Abt. 911, I./Panz.A.R. 119 löst sich vom Feinde und versammelt im Raum Strelezkoje-Pushkarnoje. Außerdem ist Panz.G.R. 110 (ohne I.) in seinem U-Raum alarmbereit zu halten. Im Einsatzfalle würde Panz.G.R. 110 und die bisherige gep. Nachhut-Gruppe unter Führung Kdr. Panz.G.R. 110 treten. Um 13.00 Uhr Teile Panz.-Rgt. 15 noch im Kampf mit Feindpanzern bei Bykowka.
Die Division soll am 23.7. in den Raum Graiworon marschieren; die Eingreifgruppe bleibt hinter der 332. I.D., die rechte Panzergruppe am Hinterhang. [mehr ▸]
Am 22.7.43: Vorbereitende Arbeiten und Befehle zur Erkundung und Aufteilung des neuen Versammlungsraumes der Division bei Graiworon. Um 16.00 Uhr Korpsbefehl: Division verlegt am 23.7. im Tagesmarsch in bekanntgegebenen Raum westlich Graiworon. Die von der Division bereits vorgenommenen Erweiterungen dieses Raumes sind genehmigt. Auf Befehl der Armee verbleibt bis 23.7., 14.00 Uhr hinter Front 332. I.D. die gep. Eingreif-Gruppe: Panz.-Rgt. 15, Stu-Geschtz.Abt. 911, I./Panz.A.R. 119, I./Panz.G.R. 110. Diese Eingreifgruppe erhält bis morgen, 14.00 Uhr ihre Befehle unmittelbar von der Armee, der sie direkt unterstellt ist. Da Korps das Zurückhalten eines ganzen Panz.G.R. nicht für nötig hält, bleibt Eingreif-Gruppe in bisheriger Gliederung und unter Führung Kdr. Panz.Rgt. 15. An Ord.-Offz. bzw. Adjutanten ergehen mündliche Befehle über Bildung der Eingreif-Gruppe, Marsch der Division, Marschweg, U-Räume und Erkundung dieser Räume. Um 17.00 Uhr Div.-Kdr. von der Eingreif-Gruppe zurück. Auf Grund der Lage hat sich Div.-Kdr. entschlossen, die rechte Panzergruppe auf der Höhe südlich Bykowka am Hinterhang stehen zu lassen, da ein Lösen vom Feind das Heranfluten bisher gebundener starker Feindpanzerkräfte zur Folge haben könnte. Die Panzergruppe auf der Westrollbahn hat sich befehlsgemäß in Puschkarnoje versammelt. Armee ist mit dieser Kampfführung einverstanden und ermächtigt Kdr. der Eingreifgruppe, auch die rechte Panzergruppe zurückzuziehen, wenn es die Lage erlaubt.
Abends überrollen 20 Feindpanzer den Flügel der 332. I.D.; Division LII. A.K. unterstellt, der Marsch entfällt. [mehr ▸]
Am 22.7.43 um 19.30 Uhr kann der Befehl an die Truppenteile zum Marsch in den Raum westlich Graiworon eben noch angehalten werden, da fernmündlicher Anruf Chef LII.A.K.: Seit einer halben Stunde überrollen 20 Panzer das rechte Flügel-Btl. der 332. I.D. nach Süden etwa bei 252,4. Auf Befehl Panz.A.O.K.4 wird 11. Panz.-Div. ab sofort LII. A.K. unterstellt. Der für morgen angesetzte Marsch der Division nach Westen entfällt. LII. A.K. befiehlt dazu: Die gep. Gruppe ist zum Gegenstoß anzusetzen. Rest der Division hält sich so bereit, daß er bei Tagesanbruch des 23.7. antretend zum Gegenangriff im Zuge der Rollbahn Tomarowka, Bykowka angesetzt werden kann. Div.-Kdr. zum Korps. Befehl an die gepanzerte Eingreifgruppe zum Antreten. Vororientierung an die Truppenteile: Marsch nach Westen am 23.7. entfällt. Einsatz nach Nordosten vorbereiten. 20.30 Panzer-Gruppe ist angetreten. Befehl LII. A.K.: Masse der Division hält sich bereit, beiderseits der Rollbahn, etwa in Höhe H.Strelezkoje - 223,2, so daß sie am 23.7. frühzeitig zu einem etwaigen Gegenstoß angesetzt werden kann. Fernmündliche Verbindungsaufnahme mit 6. Panz.-Div. und 332. I.D. ergibt, daß gemeldeter Einbruch bereits zum größten Teil beseitigt ist. Division steht deshalb auf dem Standpunkt, daß es völlig genügt, die gepanzerte Gruppe weiterhin bereitzuhalten, ohne daß Division aus ihrem Unterkunftsraum herauszieht. Die sehr erschöpfte Truppe würde dann wenigstens eine Nacht Ruhe finden. LII. A.K. geht jedoch auf diese Vorhalte nicht ein, sondern befiehlt Bereitstellung der Division. Fla-Btl.(mot) 616 wird der Division wieder unterstellt.
Bereitstellungsbefehl: Panz.G.R. 111, 110 und Artillerie beziehen ab 2.30 Uhr am 23.7. den Raum 223,2 und Strelezkoje. [mehr ▸]
Am 22.7.43 um 22.45 Uhr ergeht in Einzelbefehlen an Ord.-Offz. der Befehl zur Bereitstellung: 1.) Panz.A.A. 11 und Panz.Pi.Btl. 209 verbleiben abrufbereit in ihrem bisherigen Unterkunftsraum. 2.) a) Panz.G.R. 111, Panz.Jg.Abt. 61, 1 Abt. Panz.A.R. 119 stellen sich, aus ihren bisherigen Unterkunftsräumen 23.7., 2.30 Uhr antretend, im Raum 223,2 und in Wäldern südlich davon bereit. b) Panz.G.R. 110 (ohne I.), 1 Artl.-Abt. stellen sich, aus ihrem bisherigen Unterkunftsraum 2.30 Uhr antretend und entlang des Weges am ostwärtigen Ufer der Worskla marschierend, im Raum K.Strelezkoje und den Schluchten ostwärts davon bereit. c) Fla-Btl.(mot) 616 übernimmt Luftschutz im Bereitstellungsraum. 3.) 23.7., 4.00 Uhr Kdr. Besprechung auf 220,5 (B-Stelle Div.-Gef.Std., bei Div.-Kdr.), dort Einsatz-Befehle. 4.) Kdr. Panz.A.R. 119 erkundet B - und Feuerstellungen und nimmt Verbindung auf mit Kdr. A.R. 332 der 332. I.D. 5.) In die Bereitstellungsräume sind nur die notwendigsten Gefechtsfahrzeuge mitzunehmen. 6.) 332. I.D. ist um Minen-Hinweis-Kdos. gebeten worden, die die Truppenteile erwarten und in die Bereitstellungsräume führen.
Die Eingreifgruppe steht hinter der HKL der 332. I.D. bereit; der Alarm über 20 Feindpanzer erweist sich als übertrieben; Lücke zwischen den Divisionen. [mehr ▸]
Am 23.7.43: Die gepanzerte Eingreifgruppe hat sich ohne Feindberührung bis hinter die HKL am linken Flügel 332. I.D. geschoben und sich dabei wieder zu einer Gruppe vereinigt. Um 2.40 Uhr orientiert LII.A.K. über erneuten Einbruch von 20 Feindpanzern und befiehlt das Angreifen der gep. Gruppe zu beschleunigen. Entsprechender Befehl an Kdr. Panz.-Rgt. 15. Um 4.00 Uhr Stellungswechsel Führungsstaffel in Waldstück ostw. 227,6. Ab 5.00 Uhr hier arbeitsbereit. Div.-Kdr. an B-Stelle 222,5 bei Kdr. - Besprechung. Es befinden sich 2 T 34 in der HKL im Worskola-Tal, gegen die einige Panzer der gep. Gruppe eingesetzt sind. Sonst herrscht völlige Ruhe an der Front. Der Feindeinbruch hat nicht in dem Maße wie gemeldet stattgefunden. Die gep. Gruppen der 6. und 11. Panz.-Div. stehen in Blickverbindung. Zwischen beiden Divisionen besteht zwar (ohne Feindeinwirkung entstanden !) eine Lücke, die durch Teile 6.Panz.-Div. geschlossen werden soll. Um 5.30 Uhr Schilderung dieser Lage an LII.A.K. Es wird darauf hingewiesen, daß auf Grund alarmierender Meldung die gesamte Division sich unter erheblichen Schwierigkeiten bereitgestellt hat. Korps steht auf dem Standpunkt, daß Bereitstellung notwendig bleibt, da Entwicklung der Lage nicht abzusehen sei. Um 6.35 Uhr orientiert 6. Panz.-Div. über einen Feindangriff aus Bykowka nach Süden. Stärke: 1 Rgt. und 30 Panzer. Verbindungsaufnahme beider gep. Gruppen zur Bekämpfung und Vernichtung des Gegners. Um 8.00 Uhr sind an der erwarteten Angriffstelle bisher 2 Kp. aufgetreten. Die beiden Artillerie-Abt. im Bereitstellungsraum bekämpfen den Angriff.
Vormittags 6 Feindpanzer vernichtet; gemeinsamer Angriff der Panzergruppen der 6. und 11. Panz.-Div. über 224,2 auf Höhe 235,3. [mehr ▸]
Am 23.7.43: Teile der gep. Gruppe stehen im Kampf mit einigen Feindpanzern im Worskola-Abschnitt. 6 Feindpanzer werden vernichtet. Im weiteren Verlauf des Vormittags werden mehrere infanteristische Vorstöße des Gegners jeweils mit Panzerunterstützung besonders aus der Schlucht südostwärts Bykowka durch Artillerie und Panzer zerschlagen. Die gep. Gruppe der 6. Panz.-Div. orientiert über ihren Entschluß, über 224,2 nach Nordosten anzutreten und Höhe 235,3 zu nehmen. Kdr. Panz.-Rgt. 15 schlägt vor, diesen Angriff zu begleiten und zu unterstützen. Dazu muß jedoch ein Verschieben nach Osten bis südlich 224,2 erfolgen, da ein frontaler Angriff mit Masse der Panzerabteilung wegen eigener Verminung des Geländes nicht möglich ist. Div.-Kdr. ist mit dieser geplanten Angriffsführung einverstanden und befiehlt um 10.15 Uhr der Panzergruppe, über 224,2 ausholend, zusammen mit 6. Panz.-Div. anzutreten. 1 Kp. schließt sich, frontal im Zuge der Rollbahn nach Norden antretend, diesem Angriff an, um den durch den Angriff von 8 Feindpanzern etwas zurückgebogenen Flügel 332. I.D. wieder in die alte HKL zu bringen. Die noch über dem Worskola-Tal stehende Panzergruppe tritt ebenfalls nach Norden an und bekämpft die noch vereinzelt im Raum stehenden Feindpanzer. LII.A.K. genehmigt diese Angriffsführung. Um 12.00 Uhr steht die Panzergruppe bei 224,5 in Verbindung mit der Gruppe der 6. Panz.-Div. bereit, um sich diesem Angriff anzuschließen. Um 14.25 Uhr entsprechender Befehl an Panz.-Rgt. 15.
Angriff beider Panzergruppen gegen starke Abwehr, etwa 15 Feindpanzer vernichtet; die Vorderhangstellung der 332. I.D. benachteiligt die eigenen Panzer. [mehr ▸]
Am 23.7.43 um 14.45 Uhr Bitte an 6. Panz.-Div., sich ebenfalls diesem Angriff anzuschließen. Um 15.05 Uhr treten Teile der eigenen Panzergruppe an. K.G. am vorgeschobenen Div. Gef.Std. zur Orientierung. Beurteilung der Division: Die Kampfführung des heutigen Tages litt unter der Tatsache, daß die HKL der 332. I.D. an einer Vorderhangstellung liegt, so daß die eigenen Panzer beim Angriff gegen die stehenden Feindpanzer unterlegen wären. Die Erfahrung zeigt immer wieder, daß in diesem Fall Feindpanzer die eigenen Grenadiere aus ihren Löchern herausschießen, ohne daß die eigenen Panzer unterstützen können. K.G. wird die Möglichkeit einer Hinterhangstellung prüfen. Außerdem war durch schwierige Befehlsübermittlung der 6. Panz.-Div. an ihre Panzergruppe ein Übereinstimmen der beiden Panzergruppen schwierig. Um 16.00 Uhr befinden sich beide Panzergruppen wie geplant im Angriff, der langsam gegen starke Abwehr (Salvengeschütze, Artillerie, Panzer und Pak) vorankommt. Etwa 15 Feindpanzer sind bisher vernichtet. Mittags und nachmittags starke Schlacht- und Jagdfliegertätigkeit vom Muster IL 2 und PE 2. Feindwiderstand gegen Angriff der beiden Panzergruppen verstärkt sich. Um 17.00 Uhr wird auf persönlichen Befehl des K.G. II./Panz.A.R. 119 in Raum westlich Kasarkoje gezogen, um hier gegen einen bei Butowo durchgebrochenen Gegner in Stellung zu gehen. Angriff der Panzergruppe ist in sehr starkem Feindfeuer liegen geblieben. Um 17.30 Uhr bezieht gepanzerte Gruppe Stellung am interhang zwischen den hier ebenfalls in Stellung gegangenen Grenadieren.
Panz.G.R. 110 schließt die Lücke zwischen 332. I.D. und 6. Panz.-Div.; kleiner Einbruch im Worskla-Tal bereinigt. [mehr ▸]
Am 23.7.43: I./Panz.G.R. 110, auf Zusammenarbeit angewiesen mit I./Panz.A.R. 119, wird zur vorläufigen Schließung der Lücke zwischen 332. I.D. und 6. Panz.-Div. eingesetzt. Orientierung an 6. Panz.-Div., ebenfalls 332. I.D., die dieses Btl. baldmöglichst durch eigene Kräfte herauslösen soll. Um 18.00 Uhr Befehl an Panz.-Rgt. 15: Während der Nacht Sichern der HKL und der Naht zwischen 6. und 332. I.D. Sichere Verbindung zu der im Worsklatal eingesetzten Panzergruppe muß gewährleistet sein. Schwerpunkt der eigenen Abwehr im Zuge der Rollbahn und der Bykowka-Schlucht. Um 19.40 Uhr Befehl an Panz.G.R. 110 (durch Ord.-Offz.): Kdr. Panz.G.R. 110 nimmt durch Offiziere Verbindung auf zu Kdr. I.R. 676 und unterhält die Verbindung zu diesem Rgt., um bei Feindeinbruch sofort Einsatz des II./Panz.G.R. 110 zu gewährleisten. In diesem Fall ist selbstständig zu handeln, ohne Befehl der Division abzuwarten. Befehl an Panz.G.R. 111 (mündlich an Kdr.): Möglichkeiten für einen Einsatz im Zuge der Rollbahn nach Norden sind zu erkunden. Um 19.55 Uhr Fernmdl. Befehl Chef LII. A.K.: Auftrag für Division bleibt voraussichtlich zunächst der gleiche (Sicherung der HKL am rechten Flügel 332. I.D. und an der Naht zwischen 6. Panz.-Div. und 332. I.D.). Um 20.00 Uhr Befehl an H.Flak.-Abt. 277 (durch Ord.-Offz.): Abteilung geht beiderseits Rollbahn zum Luftschutz in Stellung und sichert Bereitstellungsraum und Art.-Stellungsraum gegen Luftangriffe. Befehl an Panz.A.R. 119 (durch Draht): Auftrag für die Nacht: Überwachung der HKL, Störungs- und Sperrfeuer. Vor der Front z.Zt. nur geringe beiderseitige Feuertätigkeit der schweren Waffen. Meldung Panz.-Rgt. 15 (durch Draht): Kleiner Einbruch von 1-2 Kp. Infanterie mit einigen Panzern im Verlauf des Worskla-Tales. Kdr. Panz.Rgt. 15 hat zunächst eine Kp. I./Panz.-G.R. 110 dorthin angesetzt, mit dem Auftrag, zusammen mit der dort stehenden Panzergruppe diesen Einbruch zu bereinigen. Division befiehlt dazu: Für die Abwehr in diesem Abschnitt ist Kdr. Panz.G.R. 110 mit dem bereitstehenden II./Panz.-G.R. 110 verantwortlich. Die Kp. I./Panz.G.R. 110 ist zunächst in der Einbruchstelle zu belassen, wird aber durch eine Kp. II./Panz.G.R. 110 abgelöst werden und ist dann dem Btl. wieder zuzuführen. Um 21.45 Uhr geht eine Meldung der II./Panz.A.R. 119 ein, wonach diese 1 km südostwärts Staraja Glinka in Stellung gegangen ist und an der Beseitigung des Feindeinbruches bei Butowo mitwirkt. Um 23.05 Uhr orientiert 332. I.D. auf Anfrage, daß sie im Morgengrauen die eingesetzten Teile I./Panz.G.R. 110 zwischen Rollbahn und Worskla durch ihre Aufkl.-Abt. ablöst. 332. I.D. bittet jedoch, Teile des I./Panz.G.R. 110 in den Raum zwischen rechter Grenze und Rollbahn noch bis 24.7. mittags zu belassen und so die Verbindung zwischen linker Flanke 6. Panz.-Div. aufrecht zu halten. Um 23.10 Uhr entsprechende Orientierung und Befehl an Panz.-Rgt. 15 (fernmündlich an Adjutant). Am 24.7.43 um 0.50 Uhr trifft SPW-Kp. bei Panzer-Gruppe Kamenny-Log ein.
Einbruch bei Kamenny Log bereinigt; Division als Korpsreserve, Ablösung durch 332. I.D. stockt. [mehr ▸]
Am 24.7.43 um 4.35 Uhr Befehl LII.A.K. (fernmdl. durch Ia): Ein Rgt. ist im Raum ostwärts Dragunskoje so bereit zu stellen, daß es nach Nordosten Richtung 233 oder 216,1 angesetzt werden kann. Es untersteht als Korpsreserve dem A.K. unmittelbar. Aufklärung ist anzusetzen, Verbindung mit I.R. 678 ist aufzunehmen. Befehlsübermittlung über 332. I.D. ist sicherzustellen. Um 4.45 Uhr entsprechender Befehl an Panz.G.R. 111. 1./Panz.-Jäg.Abt. 61 bleibt dazu unterstellt. Um 4.50 Uhr Meldung Panz.-Rgt. 15: Bisher sind nur schwache Teile der A.A. der 332. I.D. zur Ablösung eingetroffen. Um 5.00 Uhr Anruf Ia 6. Panz.-Div.: Kein Anschluß an rechten Flügel 11. Panz.-Div. Um 5.20 Uhr Meldung Panz.-Rgt. 15: Anschluß ist vorhanden. Feind fühlt mit schwachen Kräften vor. Panzer- und Infanterie-Ansammlungen im Raum Bykowka. Um 5.40 Uhr Meldung Panz.G.R. 110 (durch Draht): G.R. 677 ist nicht in der Lage, die Kp. II./Panz.G.R. 110 einzuweisen. Ablösung der SPW konnte daher nicht stattfinden. Feindeindruck: Durch laufende Aufklärung Feindpanzer und Inf.-Ansammlung vor eigener Front festgestellt. Um 6.05 Uhr Befehl an Panz.-Rgt. 15: Übergangsmöglichkeiten über die zahlreichen Panzergräben aus alter Stellung herrührend erkunden, um das Sperren der Feindpanzer an der Rollbahn zu verhindern. Um 6.15 Uhr geht Meldung Panz.G.R. 111 ein, daß es um 6.00 Uhr angetreten ist. Um 6.30 Uhr Befehl an Panz.-Rgt. 15: Es muß gewährleistet sein, daß I./Panz.G.R. 110 seinen Abschnitt neben der Aufkl.-Abt. der 332. I.D. erhält, nicht, daß beide Einheiten miteinander gemischt sind. Um 6.55 Uhr Auf Grund der Lage Befehl an Panz.A.A. 11 und Panz.Pi.-Btl. 209 (durch Ord.-Offz.): Beide Einheiten verlegen, sofort antretend, in alten Bereitstellungsraum von Panz. G.R. 111. Um 7.00 Uhr meldet Panz.G.R. 110, Lage bei Kamenny Log immer noch nicht völlig geklärt. Die abzulösende Kp. I./Panz.G.R. 110 ist gefunden worden. Ablösung ist im Gange. Befehl an Panz.G.R. 110: Die Kp. ist nicht in der HKL einzusetzen, sondern sichert die eigene Panzergruppe, da angeblich Kamenny Log noch nicht wieder endgültig gesäubert ist. Um 7.15 Uhr Orientierung an Panz.-Rgt. 15 (fernmdl. durch Draht): Lt. Meldung G.R. 677, durch Panz.G.R. 110 übermittelt, ist HKL bei Kamenny Log wieder geschlossen. Reste eingebrochener Feindinfanterie werden durch eigene Panzergruppe und eine Kp. des I., später des II./Panz.G.R. 110 vernichtet. Um 7.20 Uhr Orientierung durch Führer 332. I.D.: HKL ist im allgemeinen gehalten. Endgültige Klärung der Lage bei Kamenny Log wird zugesichert.
Gen.Oberst Hoth bemängelt den Einsatz der Division in der HKL und verbietet ihn; Auftrag nur, durchgebrochenen Panzerfeind zu schlagen. [mehr ▸]
Am 24.7.43 um 8.55 Uhr Befehl an Panz.-Rgt. 15 (durch Draht an Kdr.): Möglichkeiten prüfen und melden, eine Panzergruppe herauszulösen und als Stoßreserve bereitzustellen. Um 9.35 Uhr Meldung Panz.G.R. 110: Teile I.R. 677 haben Abschnitt Kamenny Log gesäubert. HKL ist endgültig besetzt. Die Kp. II./Panz.G.R. 110 ist zum Btl. zurückgetreten. Um 9.50 Uhr Schlachtfliegerangriff mit Bombenwürfen wie gestern Nähe Div.Gef.Std. Um 10.00 Uhr O.B. Panz.A.O.K. 4, Generaloberst Hoth, landet am Div.Gef.Std. und läßt sich in Lage einweisen. O.B. bemängelt den Einsatz der Division, wie er durch LII.A.K. befohlen wurde. (Div. völlig zerrissen, keine klaren Abschnitte, unklare Befehlsverhältnisse). Panz.-Div. können nie in die HKL eingesetzt werden. Diese Aufgabe fällt den Infanterie-Div. allein zu. Der jetzige Einsatz der Division ist durchaus nicht im Sinne der Armee. Rücksprache O.B. mit Chef LII.A.K. durch Draht in diesem Sinne. Nach längerer Aussprache befiehlt O.B. um 11.00 Uhr unmittelbar an Division: Auftrag für Division ist lediglich, einen durch die HKL durchgebrochenen Panzerfeind so zu schlagen, daß ihm möglichst viel Abbruch getan wird. Erkundung eines derartigen Angriffs ist sofort anzusetzen. Den Einsatz von Teilen der Division in die H.K.L. verbietet O.B. ausdrücklich. Um 12.10 Uhr ist inzwischen die A.A. der 332. I.D. eingetroffen und hat Teile I./Panz.G.R. 110 abgelöst. Es bleibt noch eine Kp. eingesetzt zwischen rechter Grenze zur 6. Panz.-Div. und Rollbahn. Meldung Panz.G.R. 110 durch Draht: Lage Kamenny Log bereinigt. HKL durch 332. I.D. besetzt.
Etwa 180 Feindpanzer vor LII. A.K.; eingesetzt bleiben außer den Sturmgeschützen nur 8 Pz. III lg und 6 Pz. IV lg der III./Panz.-Rgt. 15. [mehr ▸]
Am 24.7.43: Im Bereitstellungsraum II./Panz.G.R. 110 noch alte Verminungen, die Bewegungen stark erschweren. Um 12.45 Uhr Feindliche Infanterie-Bereitstellung vor dem Abschnitt der A.A. 332. I.D. wird durch Panz.A.R. 119 bekämpft. Um 12.50 Uhr Befehl an Panz.Pi.Btl. 209 (mündlich an Führer): Minen-Verhältnisse nachprüfen. Schwerpunktmäßig entminen, besonders im Raum Panz.G.R. 110 und beiderseits der Rollbahn, damit ein etwaiger eigener Gegenstoß nicht an die Rollbahn gebunden ist. Mittags im allgemeinen ruhig. Eigene Artillerie bekämpft feindliche Infanterie-Ansammlungen im Raum Bykowka. 15.00 - 16.00 Uhr Starke feindliche Schlachtfliegerangriffe. Fernmündliche Vorientierung Ia LII A.K.: Voraussichtlich wird Panz.G.R. 111 der Division wieder zugeführt werden, damit diese geschlossen bleibt. (Siehe Befehl O.B.). Nach Fliegeraufklärung vor Front LII.A.K. etwa 180 Panzer, Masse vor unserem Abschnitt; vielleicht eigene Luftwaffenunterstützung für 25.7. Es wird versucht, die Division dem XXXXVIII.Panz.-Korps baldmöglichst wieder zuzuführen. LII.A.K. beabsichtigt, zunächst die gepanzerte Gruppe völlig aus der HKL herauszuziehen. Es steht auf dem Standpunkt, nur durch unseren Panzer-Einsatz hinter der HKL seien feindliche Einbrüche verhindert worden. Die Bekämpfung eines Einbruchs weit hinter der HKL ist wegen der vielen Verminungen und des schwierigen Geländes nur schlecht möglich. Dazu bittet die Division, daß Panz.G.R. 111 vor Einbruch der Dunkelheit und nicht in der Nacht marschiert. Um 17.00 Uhr bekämpft eigene Artillerie durch Feuerüberfälle Infanterie- und Panzeransammlungen im Raum um Bykowka. Sonst keine größeren Bewegungen vor der Front. Um 17.50 Uhr meldet Panz.-Rgt. 15 Durchführung der Vorbereitungen zum Ausscheiden der II./Panz.-Rgt. 15. Eingesetzt bleiben außer den Sturmgeschützen 8 III lg und 6 IV lg der III./Panz.-Rgt. 15. Bemerkungen: Panz. A.R. 119 mit le.F.H.Abt. 108 der 332. I.D. unterstellt.
Panz.G.R. 111 kehrt zur Division zurück; mögliche Verwendung im Osten (Bjelgorod); Panz.A.A. 11 erkundet Wegemöglichkeiten. [mehr ▸]
Am 24.7.43 um 19.00 Uhr Orientierung Chef LII. A.K.: Korps ist bestrebt, Division wieder zusammen zu ziehen. Meldung Panz.G.R. 110 (Fernmdl. durch Kdr.): Lt. Meldung G.R. 677 Feinddruck aus Wosnessenskij am Worskla-Bach. G.R. 677 hat um Unterstützung gebeten. Um 19.30 Uhr Befehl LII.A.K. (fernmdl. durch Chef): Auf Grund der durch O.B. gegebenen Befehle hat sich Division im Raum Kamenny Log nicht durch Einsatz infanteristischer Kräfte zu binden. Unterstützung mit den bereitstehenden gep. Teilen. Entwicklung der Lage beobachten und melden. Vororientierung Chef, daß Panz.G.R. 111 der Division nunmehr endgültig zugeführt werden wird. Ebenso wird II./Panz.A.R. 119 zusammen mit der s. Art.Abt. 108 dem Panz.A.R. 119 unterstellt werden. Verst. Panz.A.R. 119 wird 332. I.D. unterstellt werden, mit der ausdrücklichen Maßgabe, keinen Stellungswechsel vorzunehmen. Schriftlicher Befehl folgt. Um 19.40 Uhr Befehl an Panz.G.R. 110 (fernmdl. an Kdr.): Keinen Einsatz von Teilen II./Panz.G.R. 110 zum Schutz der Worskla-Brücke, jedoch Bereithalten einer Pi-Gruppe zur evtl. Sprengung je nach Entwicklung der Lage. An der übrigen Front, außer z.T. lebhaftem Störungsfeuer des Gegners, Ruhe. Um 20.15 Uhr Eingang des schriftlichen Korpsbefehles. Um 20.20 Uhr Orientierung an Panz.A.R. 119 durch Draht und Befehl, II./Panz.A.R. 119 selbstständig heranzuziehen. Weitere Befehle durch Kdr.A.R. 332, mit dem Verbindung aufzunehmen ist. Um 20.35 Uhr Bitte an Chef LII.A.K., daß Panz.G.R. 111 und II./Panz.A.R. 119 nicht sofort, sondern erst bei Morgengrauen antreten, da infolge der völligen Dunkelheit und wolkenbruchartigen Regens im Raum Kasazkoje der Marsch außerordentlich schwierig ist. Chef genehmigt unter der Bedingung, daß beide Einheiten tatsächlich bei Morgengrauen (etwa 02,30) antreten. Chef orientiert vor, daß es jedoch möglich werden kann, verst.Panz.G.R. 111 nicht zur Division zurückzuführen, sondern auf Grund der Feindlage weiter nach Osten, etwa in den Raum der 6. Panz.-Div. bzw. 167. I.D. zu verlegen und einzusetzen. Endgültiger Befehl hierüber folgt. Um 21.40 Uhr Endgültiger Korpsbefehl (Anruf Chef): 1.) Panz.G.R. 111 und II./Panz.A.R. 119 sind an Division heranzuziehen. Unterstellung wie im schriftlichen Korpsbefehl befohlen. 2.) Es ist möglich, daß Division eingesetzt wird: a) Im Raum nördlich Bjelgorod, an der Naht von 6. Panz.-Div. und 167. I.D. b) An der Naht 6. Panz.-Div. und 332. I.D. Fall a) könnte erst in den frühen Morgenstunden nach vorheriger Erkundung eintreten. Für diesen Fall wäre jetzt in der HKL eingesetzte Teile der Division herauszuziehen. Daraufhin Befehl an Panz.A.A. 11 (fernmdl. an Adj.): Abt. erkundet Wegemöglichkeiten für eine Marschbewegung der Division nach Osten an die Rollbahn Bjelgorod-Kursk bzw. an den Donez-Abschnitt. Sofort nach Einbruch der Dunkelheit Einsatz der feindlichen Luftwaffe mit heftigen Bombenwürfen.
Gep. Gruppe als Reserve herausgezogen; rückläufige Feindbewegungen auf Jakowlewo; ruhiger Tag. [mehr ▸]
Am 25.7.43 um 2.15 Uhr Eingang des schriftlichen Korpsbefehles. Um 2.30 Uhr Panz.G.R. 111 angetreten. Bis zum Morgen Ruhe an der Front, jedoch Anhalten der feindlichen Lufttätigkeit. Gep. Gruppe und I./Panz.G.R. 110 (ohne 1 Kp.) wie geplant als Stoßreserve der Division herausgezogen. Um 7.50 Uhr Meldung an Korps (fernmdl. an Chef): Bei einem schnell erforderlichen Einsatz der Division können die in der HKL eingesetzten Teile tagsüber nicht herausgezogen werden. Entscheid des Korps, daß diese Teile dann in der HKL verbleiben sollen. Da Marsch der Division aus Wegegründen ohnehin einige Zeit in Anspruch nehmen wird, könnten die eingesetzten Teile wahrscheinlich durch 332. I.D. doch zeitgerecht abgelöst werden. Um 8.30 Uhr meldet Kdr. Panz.A.R. 119 Verbindungsaufnahme mit Kdr. A.R. 332. II./Panz.A.R. 119 ist eingesetzt. Vorschlag Kdr. Panz. A.R. 119, diese Abteilung im Raum Kasazkoje zu belassen und nicht, was bei ihrem Heranziehen unbedingt notwendig wäre, gegen le. F.H. Abt. 108 auszutauschen, damit bei einem Herausziehen der 11. Panz.-Div. nicht der ganze Raum ostwärts der Worskla ohne Artillerie wäre. Um 9.10 Uhr melden B-Stelle und Aufklärungsflieger rückläufige Bewegungen auf Straße Bykowka, Jakowlewo; Geschütze und Panzer. Um 9.12 Uhr fernmdl. Orientierung an Korps. Korps glaubt derartige Bewegungen zunächst nicht als Absetzbewegungen beurteilen zu können. Um 10.00 Uhr Panz.G.R. 111 geschlossen im neuen Raum eingetroffen. Weiterer Verlauf des Tages an der Front ruhig. Eigene Luftaufklärung ergibt kein Heranführen neuer Feindkräfte. Angriffsabsichten nicht erkennbar. Keine feindliche Lufttätigkeit. Eigener Jagdschutz. Wegeerkundung der Aufkl.-Abt. in den Raum Donez - Wyssloje - Rollbahn nach Kursk - Schurawlinyj ist abgeschlossen und wird ausgewertet. Orientierung bei 332. I.D. über das Herauslösen der letzten eingesetzten Kp. I./Panz.G.R. 110.
Ablösung der 57. I.D. in der Nacht 28./29.7. geplant; Feindangriff mit Panzern abgewiesen; Division soll marschbereit sein. [mehr ▸]
Am 26.7.43: Nachts Ruhe an der Front. Geringe feindliche Störfliegertätigkeit. Auch Vormittag ohne besondere Ereignisse. Um 9.55 Uhr Vororientierung Chef LII. A.K. durch Draht: 1 Rgt. 11.Panz.-Div. wird wahrscheinlich 1 Rgt. 57. I.D. im Raum Dorogotsch - Iwanowskaja Lissiza ablösen. Um 10.15 Uhr daraufhin fernmündliche Orientierung an Panz.G.R. 111. Um 11.35 Uhr entsprechender Befehl LII. A.K. durch F.S. Um 11.45 Uhr Orientierung an Panz.A.R. 119 (durch Draht) und Befehl zum Entsenden von Vorkommandos für eine Artl.-Abt. (II.) und für 1./Panz.-Jäg.Abt. 61 zur Einweisung in den zu übernehmenden Abschnitt bei I.R. 167 (Kosilowo). Befehl zum Abmarsch der ablösenden Truppenteile folgt. Ablösung voraussichtlich in der Nacht vom 28./29.7. Um 12.05 Uhr Chef LII.A.K. orientiert auf Anfrage über beim G.R. 164 zu erwartende Verhältnisse: Zwar breiter Abschnitt, doch gut ausgebaute Stellung mit Draht und Minen. Feind zeigt keine Panzer. Aus Sicherheitsgründen soll jedoch Panz.G.R. 111 1 Battr. Stu.Geschtz.Abt. 911 zugeführt und für die Dauer des Einsatzes unterstellt werden. Um 14.00 Uhr entsprechender Befehl an Stu.Geschtz.-Abt. 911 an den am Div.Gef.Std. eingetroffenen Kdr. Um 15.00 Uhr schwacher feindlicher Infanterie-Angriff mit Panzern nach starker Artillerie-Vorbereitung. Eigene gep. Teile beteiligen sich an der Abwehr bei 215,4. Feindangriff bleibt liegen. Seine Panzer ziehen sich zurück. Um 17.00 Uhr erneuter Feindangriff auf breiter Front. Um 18.00 Uhr aus der gepanzerten Reserve-Gruppe 10 Panzer nach 224,2. Um 18.05 Uhr Meldung an Chef LII. A.K. durch Draht: Chef bestätigt, daß für diesen Abschnitt noch 6.Panz.-Div. zuständig ist. Um 18.55 Uhr Feindpanzer im Nordteil Kamenny Log im Kampf mit eigenen Sturmgeschützen. Um 19.40 Uhr Anruf Ia XXXXVIII.Panz.-Korps: Nimmt zur Kenntnis, daß Division noch keinen bindenden Befehl über das Herausziehen und ihre Verlegung hat. Vor 332. I.D. ist inzwischen Höhe 233,6 verloren gegangen. Um 21.00 Uhr Chef LII. A.K. befiehlt auf Anfrage, daß sich Division bereit zu halten hat, ab 27.7. morgens zu marschieren. Er wird darauf hingewiesen, daß dazu noch heute Nacht Ablösung 1 Kp. (I.Panz.G.R. 110) erforderlich ist. Um 21.10 Uhr Befehl an Panz.-Rgt. 15 (durch Draht an Kdr.): Um eigene Panzerkräfte so lange wie möglich hinter der schwachen HKL 332. I.D. belassen zu können, ist zu erkunden, wie diese Panzer auch bei Tag ungesehen vom Gegner abgezogen werden können. Um 22.00 Uhr nochmalige Orientierung an G.R. 677, Panz.A.R. 119 und Panz.G.R. 111. Um 22.35 Uhr Chef LII. A.K. durch Draht: Ablösung bei 215,4 (1 Kp. I./Panz.G.R. 111) ist durch 167. I.D. durchzuführen.
Die Division vernichtet den 2001. Sowjet-Panzer seit Beginn des Rußlandfeldzuges. [mehr ▸]
Am 26.7.43 laut Bemerkungen der Seitenseite (S0562): Division vernichtet heute seit Beginn des Rußlandfeldzuges durch die der Division kriegsgliederungsmäßig unterstellten Truppenteile den 2001. Sowjet-Panzer. Laut Bemerkungen der folgenden Seitenseite (S0564): Der 2001. Panzerabschuß der Division wird in den Erläuterungen zum Wehrmachtbericht um 22,00 Uhr gebracht.
Die Division aus dem Verband LII. A.K. entlassen, Marsch Richtung Graiworon; widersprüchliche Befehle zum Versammlungsraum; Stab in Alexandrowka. [mehr ▸]
Am 27.7.43: Nacht ruhig. Geringes beiderseitiges Störungsfeuer. Um 6.30 Uhr Ablösung 1 Kp. I./Panz.G.R. 110 durch Teile 167.I.D. beendet. Kp. trifft beim Btl. ein. Um 8.45 Uhr Anruf Chef XXXXVIII.Panz.-Korps: Er nimmt zur Kenntnis, daß Division keinen bindenden Abmarschtermin hat, daß jedoch Vorbereitungen für den Marsch der zur Ablösung G.R. 164 bestimmten Teile getroffen sind. Vor Front 332. I.D. mit Panzerunterstützung eigener Angriff zur Wiedergewinnung von 233,6. Um 10.45 Uhr Befehl LII.A.K. (fernmündl. durch Chef): Division ist aus dem Verband LII.A.K. entlassen und hat mit allen Teilen Marsch in Raum westlich Graiworon anzutreten. Um 10.47 Uhr Befehl an Panz.G.R. 111 zum Abmarsch wie befohlen. Um 11.00 Uhr Befehl an Ord.-Offz. zum Marsch gem. Zeittafel. Um 12.15 Uhr Befehl XXXXVIII. Panz.-Korps Ia (durch Draht): Div. ist nicht in den seit 5 Tagen feststehenden und befohlenen Räumen zu versammeln, sondern nunmehr im Raum Saretschje - Iwanowskaja Lissiza - Poros - Lugowka. Entscheid Div.-Kdr.: Da es nunmehr nicht mehr möglich ist, die gegebenen Befehle zu stoppen und neue Räume zu befehlen, laufen die Bewegungen aus. Division wird dann aus diesem Raum in den neuen Raum nördlich der Worskla verlegt werden. Entsprechende Meldung an XXXXVIII. Panz.-Korps. Um 12.30 Uhr Div.-Stab Stellungswechsel nach Alexandrowka. Dort gegen 18.00 Uhr arbeitsbereit. Im Laufe des Abends und der Nacht treffen die Truppenteile etwa planmäßig in den Versammlungsräumen ein.
Verlegung der Division in 2 Marschtagen; Gewitterregen verzögert die Bewegungen, Div.Gef.Std. in Duneika. [mehr ▸]
Arbeiten zur Neuaufteilung des Raumes und zur nochmaligen Verlegung der Division in 2 Marschtagen. Es verlegen: a) am 28.7. Panz. A.A. 11 10,00; Panz. Jäg. Abt. 61 12,00; Stu.Gesch.Abt. 911 10,00; H.-Flak-Abt. 277 13,00; San.-Truppen 61 18,00; Div.-Stab 15,00; b) am 29.7. Panz.-Pi.Btl. 209 11,00; Panz.A.R. 119 09,00; Panz.-Rgt. 15 07,00. Am 28.7.43: Verlegungen der Truppenteile verlaufen zunächst planmäßig, werden durch nachmittags einsetzenden heftigen Gewitterregen jedoch stark verzögert. Es gelingt, die geplanten Bewegungen bis zum Einbruch der Dunkelheit jedoch im wesentlichen abzuschließen. Endgültiger Div.Gef.Std. Duneika ab 17.00 arbeitsbereit. H.Flak-Abt. 277 erhält Erkundungsauftrag für evtl. Luftschutzaufgaben. Mündliche Besprechung mit Ia 57.I.D. am Div.Gef.Std. Erwägung der Möglichkeiten einer schnellen Ablösung durch geschlossenen Einsatz einer weiteren Artl.-Abt. der 11.Panz.-Div.
Straßen nach Norden für Panzer ungeeignet; Stellungsbau, III./Panz.A.R. 119 löst Artillerie der 57. I.D. ab. [mehr ▸]
Am 29.7.43: Die geplanten Marschbewegungen laufen wieder zeitgerecht an. Die vom Panz.-Pi.Btl. 209 abgeschlossenen Wegeerkundungen und eine vom XXXXVIII.Panzerkorps gelieferte Wegekarte des neuen Unterkunftsraumes der Division zeigen, daß fast alle Straßen nach Norden, die für einen möglichen Einsatz in Frage kommen, besonders für Panzer und Sturmgeschütze nicht geeignet sind. Dagegen hat vorher das Korps diese Straßen als durchaus brauchbar geschildert. Demgemäß auch Aufteilung des Raumes durch die Division. Entsprechende Meldung an Korps. Um 11.30 Uhr Erkundungsbefehl an Panz.-Rgt. 15. Rückfrage beim Korps gem. gestriger Besprechung mit Ia 57.I.D.: Korps ist mit dem weiteren Einsatz einer Artl.-Abt. einverstanden, da dadurch auch die Ablösung der eigenen eingesetzten Teile beschleunigt wird. Um 11.05 Uhr Befehl an Panz.A.R. 119 (Ord.-Offz.): III./Panz.A.R. 119 löst ab I./A.R. 157 der 57.I.D. und wird dieser unterstellt. Vorkommandos voraus nach Starossellje. Der Marsch der letzten Truppenteile in den endgültigen Unterkunftsraum ist beendet. Um 12.12 Uhr geht Korpsbefehl ein für den weiteren Stellungsbau. Nachmittags Vorarbeiten für den Stellungsbau. (HKL im Abschnitt Panz.G.R. 111 und zweite Stellung, sowie Artl.Schutzstellung vor dem U-Raum der Division.). Besprechung mit Kdr. Panz.G.R. 110. Er wird als Führer eines Baustabes befohlen und leitet nach vorheriger Erkundung und nach Einteilung der Division den beschleunigten Ausbau der 2. Stellung. Nacht ohne besondere Ereignisse. Am 30.7.43: Befehl an Panz.G.R. 111 zum Ausbau der HKL. Befehl an die Truppenteile (fernmdl. an Adjut.) zur Durchführung des Stellungsbaues. Vorarbeiten und Erkundungen zum Stellungsbau. Am 31.7.43: Abschluß der Erkundungen zum Stellungsbau im westlichen Abschnitt. Beginn der Schanzarbeiten. Besprechung mit dem Korps-Pionierführer über Einsatz von Pionieren im Zuge der für die Div.-Straßen nach Nordosten und Norden durchzuführenden Arbeiten.
11. Panzer-Division
In Instandsetzung bei der Truppe
Division unter XXXXVIII. Panz.-Korps; Kämpfe und Absetzbewegungen von Graiworon bis Achtyrka. [mehr ▸]
Vom 1.8.43 bis 20.9.43 untersteht die Division dem Gen.Kdo. XXXXVIII. Panz.-Korps. Laut Übersicht im KTB Nr. 11 in dieser Zeit: Kämpfe im Raum von Graiworon, Absetzen auf Boromlja-Abschnitt, Kämpfe im Raum nördlich Achtyrka, Absetzen auf Olesochnja-Stellung, Rückzugskämpfe im Raum westlich der Worskla zwischen Achtyrka und Oposchnja.
Die Division übernimmt den Abschnitt des Panz.Gren.Rgt.111 nach Ablösung des III./Gren.Rgt.164 (57. I.D.) durch II./Panz.Gren.Rgt.110. [mehr ▸]
Am 2.8.43 um 06,00 Uhr übernimmt die Division nach planmäßiger Ablösung des III./Gren.Rgt.164 (57. I.D.) durch II./Panz.Gren.Rgt.110 den Abschnitt des Panz.Gren.Rgt.111 (II./Panz.Gren.Rgt.110 diesem unterstellt). Zusätzlich unterstellt: 1./Panz.Jäg.Abt.61 und 1./Stu.Gesch.Abt.911.
Gep. Gruppe, I./PGR110 und I./PAR119 nach Striguny zur Verfügung der 4. Panzer-Armee verlegt. [mehr ▸]
Am 3.8.43 um 08,45 Uhr befiehlt das XXXXVIII. Panz.-Korps (Feind greift LII. A.K. an), die gep. Gruppe (Panz.-Rgt.15), I./Panz.Gren.Rgt.110 und I./Panz.Art.Rgt.119 zu alarmieren und zur Verfügung der 4. Panzer-Armee nach Striguny zu verlegen. Unterstellung unter das Korps bleibt, Einsatz nur durch die Armee; Abmarsch gegen 11,30 Uhr.
Angriff in Btl.-Stärke auf I./PGR111, Einbruch; I./PGR111 weicht an den Nordrand von Beresowka zurück. [mehr ▸]
Ab 04,30 Uhr am 4.8.43 greift der Feind in Stärke eines Inf.-Btl. das I./Panz.Gren.Rgt.111 an und bricht ein; Gegenstoß der Panz.Aufkl.Abt.11 bei Nowo und Russkaja Beresowka. I./Panz.Gren.Rgt.111 verteidigt mit ganz geringen Gefechtsstärken einen Abschnitt von 9 km und setzt sich bis an den Nordrand beider Beresowka ab; Verbindung zu einer Kp. geht verloren.
Ein Btl. der 332. I.D. und die Sicherungs-Kp. des Korps unterstellt; 7. Panz.-Div. trifft bei Potschajewo ein. [mehr ▸]
Am 4.8.43 werden der Division ein Btl. der 332. I.D. (III./Gren.Rgt.678) und die Sicherungs-Kp. des Korpsstabes unterstellt. Die 7. Panz.-Div. trifft im Raum Potschajewo ein; ihr Kdr. lässt sich um 16,00 Uhr am Div.Gef.Std. in die Lage einweisen.
Angriff von etwa 20 Feindpanzern zersprengt beide Btl. PGR110 und III./Gren.Rgt.678; Lücke von 6 km. [mehr ▸]
Ab 06,25 Uhr am 5.8.43 russischer Angriff nach sehr starker Artl.-Vorbereitung; gegen 08,30 Uhr Angriff von etwa 20 Feindpanzern entlang der Rollbahn nach Süden. Beide Btl. des Panz.Gren.Rgt.110 und III./Gren.Rgt.678 werden zersprengt, zwischen PGR111 und PGR110 entsteht eine Lücke von 6 km. 7. Panz.-Div. greift im Gegenstoß entlang der Rollbahn nach Norden an.
Gep. Gruppe erreicht Lomnaja und bekämpft Feindpanzer; Korps befiehlt Halten der Linie und Stoß auf Pokrowka. [mehr ▸]
Am 5.8.43 treffen um 16,35 Uhr die ersten Teile der gep. Gruppe in Lomnaja ein und bekämpfen Feindpanzer. Am Abend befiehlt das Korps, die Linie 218,5 – Iwanowskaja Lissiza – 213,3 zu halten; Ia Korps verlangt gemäß Armeebefehl den Stoß bis Pokrowka.
Kdr. Panz.Art.Rgt.119 gefallen; vorübergehende Führung durch Kdr. Heer.Flak-Abt.277. [mehr ▸]
Im KTB wird der gefallene Rgt.-Kdr. des Panz.Art.Rgt.119 erwähnt (Todesdatum im Text nicht angegeben). Am 5.8.43 um 20,45 Uhr wird die vorübergehende Führung des Regiments durch den Kdr. Heer.Flak-Abt.277 genehmigt.
Panz.-Rgt.15 bereinigt Golowtschino; schwerer Kampf bei Iwanowskaja Lissiza und Chotmyshsk. [mehr ▸]
Am 6.8.43 wird Golowtschino durch Panz.-Rgt.15 bereinigt (09,15 Uhr); III./Panz.-Rgt.15 liegt in schwerem Kampf mit starker Pak in Iwanowskaja Lissiza. Um 15,40 Uhr dringt II./Panz.-Rgt.15 in den Südrand von Chotmyshsk ein, die Wegnahme des Ortes wird jedoch für unmöglich gehalten und das Btl. herangezogen; gegen 16,00 Uhr Angriff von 15 Feindpanzern von 213,3.
30 Feindpanzer dringen in Dorogoschtsch ein; PGR110 wehrt ab, etwa 12 Panzer abgeschossen. [mehr ▸]
Am Nachmittag des 6.8.43 erscheinen Feindpanzer in Graiworon (Panz.Pi.Btl.209 übernimmt die Verteidigung). Um 19,05 Uhr dringen 30 Feindpanzer in den Nordteil Dorogoschtsch ein; um 20,00 Uhr wehrt Panz.Gren.Rgt.110 den Angriff auf Dorogoschtsch ab (etwa 12 Feindpanzer abgeschossen), zersprengte Teile fluten zurück.
Panz.-Rgt.15 ohne Sprit; Stu.Gesch.Abt.911 zersprengt und führerlos. [mehr ▸]
Am 6.8.43 meldet Panz.-Rgt.15 um 19,05 Uhr, dass der Auftrag aus Spritmangel nicht ausgeführt werden kann, und um 19,20 Uhr Versorgungsschwierigkeiten (Loslösen vom Feind nicht möglich). Um 19,10 Uhr wird die Stu.Gesch.Abt.911 als völlig zersprengt und durch Ausfall des Kdr. führerlos gemeldet.
Gruppe Lomnaja abgeschnitten; Gruppe Buchholz bei 7. Panz.-Div.; Aufkl.Abt.11 verlässt Lomnaja und sprengt 3 Brücken. [mehr ▸]
Am 7.8.43 ist die Gruppe Lomnaja wegen der notwendigen Brückensperrung Graiworon abgeschnitten (01,40 Uhr); Gruppe Buchholz (Panz.Gren.Rgt.110) wird vorübergehend der 7. Panz.-Div. unterstellt (bis 09,17 Uhr). Das Korps befiehlt, die Gruppe Lomnaja an die Worskla heranzuziehen und eine Abwehrfront zu errichten. Um 12,00 Uhr verlässt die Panz.Aufkl.Abt.11 nach erfolgreichem Gegenstoß Lomnaja und sprengt 3 Brücken.
Etwa 45 Feindpanzer bei Popowka; Zurückgehen auf Tarassowka – Dernowoka, Brücken gesprengt, Durchschlagen nach Achtyrka. [mehr ▸]
Am 7.8.43 werden etwa 20, dann 22 Feindpanzer und eine Kolonne von etwa 50 Fahrzeugen beobachtet (15,00–15,40 Uhr); etwa 45 Panzer und 1 – 3 Btl. Inf. stehen südlich Popowka (16,45 Uhr). Um 15,50 Uhr befiehlt das Korps das Zurückgehen in der Nacht 7./8.8.43 auf die Linie Tarassowka – Dernowoka. Da Übergänge über Worskla und Worskliza gesprengt sind, erhalten Panz.-Rgt.15 und Panz.Aufkl.Abt.11 Befehl zum Durchschlagen nach Achtyrka (16,45 Uhr). Div.Gef.Std.: 06,00 Jesdozkoje, 13,30 Poshnja, 18,00 Petschiny.
Gruppe Lomnaja aus der Luft versorgt; Gruppe Lauchert igelt nördlich Bairak. [mehr ▸]
Am 7.8.43 wird die Gruppe Lomnaja um 19,45 Uhr aus der Luft versorgt und soll Trostjanetz erreichen. Gruppe Lauchert (Panz.-Rgt.15 mit unterstellten Teilen) igelt um 23,00 Uhr nördlich Bairak, Weitermarsch nach Achtyrka.
Befehl an Panz.Rgt.15: über Golowtschino nach Westen durchschlagen. [mehr ▸]
Am 7.8.43 um 10,45 Uhr Befehl an Panz.Rgt.15, mit Restteilen Artl. und Panz.Gren. über Golowtschino marschierend sich nach Westen durchzuschlagen.
Marsch Panz.Rgt.15, I./PGR110 und Teile PAR119 nach Bolschaja Pissarewka. [mehr ▸]
Am 7.8.43 um 12,35 Uhr Befehl an Panz.Aufkl.Abt.11: Marsch unter Befehl Kdr. Panz.Gren.Rgt.111 mit unterstelltem Panz.Rgt.15, I./Panz.Gren.Rgt.110, Teile Panz.Artl.Rgt.119 nach Bolschaja Pissarewka und nordwestlich davon.
PGR110 aus Poshnja geworfen; Gef.Std. von Panzern bedroht, Trostjanez geräumt; abends Absetzen nach Boromlja. [mehr ▸]
Am 8.8.43 wirft der Gegner um 05,05 Uhr die Gruppe Buchholz (Panz.Gren.Rgt.110) aus Poshnja; neue Stellung bei Dernowoje. Der Div.Gef.Std. wechselt um 13,30 Uhr nach Ljudcha und wird gegen 16,45 Uhr von Feindpanzern von Norden bedroht; Räumung ohne personelle Ausfälle. Trostjanez liegt unter Panzerbeschuss und wird geräumt (17,00 Uhr), starker Feindeinbruch bei Panz.Gren.Rgt.110; abends Durchboxen des Regiments nach Boromlja.
Ib kämmt Werkstatt-Kp. nach Panzern aus; PGR110 im Geleit von 3 vom Korps zugeführten Panthern. [mehr ▸]
Am 8.8.43 wird Ib beauftragt, die Werkstatt-Kp. nach einsatzbereiten Panzern auszukämmen und zum Div.Gef.Std. in Marsch zu setzen. Um 18,50 Uhr erreicht Panz.Gren.Rgt.110 im Panzergeleit (vom Korps zugeführte 3 Panther) den Anfang Feldlager 2,5 km westlich Ljudsha.
PGR110 nimmt Trostjanez und Ssmorodino; Reste nach Achtyrka durchgeschlagen, gep. Gruppe (20 Panzer) in Trostjanez. [mehr ▸]
Ab 07,00 Uhr am 9.8.43 nimmt Panz.Gren.Rgt.110 Trostjanez im Angriff von Osten nach Westen. Den Resten Panz.-Rgt.15, Panz.Aufkl.Abt.11, Panz.Artl.Rgt.119, Panz.Jäg.Abt.61 und Stu.Geschtz.Abt.911 ist es gelungen, sich nach Achtyrka durchzuschlagen; die gep. Gruppe trifft mit 20 Panzern in Trostjanez ein (08,28 Uhr). Panz.Gren.Rgt.110 nimmt mit Panz.-Rgt.15 auch Ssmorodino.
Gefechtsstärken auf Minimum, Zustand „bedenklich“; PGR111 muss völlig neu ausgerüstet und bewaffnet werden. [mehr ▸]
Am 9.8.43 lässt sich um 10,00 Uhr der O.B. der 4. Panzerarmee, Generaloberst Hoth, am Div.Gef.Std. in die Lage einweisen. Zustand der Division laut KTB: Gefechtsstärken auf ein Minimum herabgesunken, körperlicher und besonders moralischer Zustand der Mannschaften „bedenklich“, Zusammenspiel der Waffengattungen nicht möglich. Panz.Gren.Rgt.111 sammelt in Klimentoff und muss völlig neu ausgerüstet und bewaffnet werden (Mangel an panzerbrechenden Großwaffen und Kleingerät); Nachrichtenmittel verloren gegangen, Stäbe müssen neu aufgestellt werden.
Angriff eingestellt; Division verteidigt den Boromlja-Abschnitt von Trostjanez bis zur Belka-Bach-Mündung. [mehr ▸]
Am 9.8.43 befiehlt das XXXXVIII. Panz.-Korps um 19,50 Uhr, den Angriff einzustellen und sich hinter dem Boromlja-Abschnitt zu verteidigen. Die Division verteidigt den Abschnitt vom Südrand Trostjanez bis zur Einmündung des Belka-Baches in die Boromlja (rechts Panz.Gren.Rgt.110, links Panz.Gren.Rgt.111); Nachbarn: rechts LII. A.K. (19. Panz.-Div.), links 7. Panz.-Div.
Boromlja-Abschnitt; 6 T34 abgeschossen; Unternehmen „Zuckerfabrik“: Zuckerfabrik genommen, Belka wieder besetzt. [mehr ▸]
Am 10.8.43 gelingt das Absetzen in den Boromlja-Abschnitt ohne Schwierigkeiten, der Gegner sickert nach Belka ein. Um 12,20 Uhr Angriff in Kp.-Stärke mit Panzerunterstützung an der Brückenstelle: das letzte einsatzbereite Sturmgeschütz schießt 2, später weitere 4 T34 ab. Abends Unternehmen „Zuckerfabrik“ (I./Panz.Gren.Rgt.111, Panz.Pi.Btl.209, alle einsatzbereiten Panzer): die Zuckerfabrik wird genommen, der Gegner hält sich noch im Wäldchen westlich davon, das gegen 22,15 Uhr genommen wird; „Eigene Verluste“. Belka ist wieder durch Panz.Aufkl.Abt.11 besetzt (21,15 Uhr), zunehmende Auflösungs- und Ermüdungserscheinungen.
Stärken: Aufkl.Abt. etwa 50, I./PGR111 etwa 80, II./PGR111 etwa 100; „am Ende ihrer Kraft“; Belka gesäubert. [mehr ▸]
Am 11.8.43 um 04,00 Uhr Angriff eines schwachen feindlichen Inf.Btl. nördlich Stanowa, Gegenangriff. Um 12,15 Uhr Stärken: Aufkl.Abt. etwa 50 Mann, I./Panz.G.R.111 etwa 80, II./Panz.G.R.111 etwa 100; der Div.-Führer meldet dem K.G., die Truppe sei „am Ende ihrer Kraft“ und Offiziere von solchem Persönlichkeitswert gebe es nur wenige. Um 13,00 Uhr dringt der Infanteriefeind bis Belka-Mitte vor, um 16,45 Uhr Belka gesäubert; um 17,10 Uhr Angriff in Btl.-Stärke aus Trostjanez-Ost (Smorodino) auf die Zuckerfabrik, durch Rest Panz.Pi.Btl.209 abgewiesen.
Reste der 19. Panz.-Div., le.F.H.Abt.818 und Sturmgeschützbattr. (10 Gesch.) unterstellt; G.D. übernimmt Abschnitt bis zur Worskla. [mehr ▸]
Am 11.8.43 unterstellt das Korps um 10,25 Uhr die Reste der 19. Panz.-Div. taktisch (ab 16,00 Uhr). Um 10,38 Uhr wird die le.F.H.Abt.818 (2 Battr.) unterstellt, um 13,05 Uhr eine Sturmgeschützbattr. zu 10 Geschützen zur Bereinigung des feindlichen Brückenkopfes. Abschnitt bis zur Worskla wird von G.D. übernommen; Panz.G.R.74 der 19. Panz.-Div. in HKL von der Worskla bis Trostjanez eingesetzt.
Angriff „Sandschlucht“ beseitigt den letzten Feindbrückenkopf westlich der Boromlja; Beute und Gefangene. [mehr ▸]
Ab 04,50 Uhr am 12.8.43 Angriff „Sandschlucht“ auf den letzten westlich der Boromlja befindlichen Feind: Feind im wesentlichen geworfen, Feindverluste, Beute und Gefangene. Um 02,00 Uhr wurde die Eisenbahnbrücke Trostjanez über die Boromlja von Panz.Pi.Btl.209 gesprengt. Gef.Std.-Wechsel um 13,50 Uhr in den Wald 3 km nördlich Maschtschanka.
Offiziermangel, darunter 4 Btl.-Kdr.; Btl. von ganz jungen Leutnants geführt. [mehr ▸]
Am 12.8.43 um 11,30 Uhr weist der Div.-Führer den Chef des Korps nochmals auf den Bedarf an Offizieren hin, besonders auf das Fehlen von 4 Btl.-Kdr.; Btl. werden teilweise von ganz jungen Leutnants geführt.
Kampfgruppe 19. Panz.-Div. nimmt Litowka; Angriff auf gewaltsame Erkundung beschränkt und eingestellt. [mehr ▸]
Am 13.8.43 greift die Kampfgruppe 19. Panz.-Div. (mit der Division) ab 16,30 Uhr Litowka an (G.D. wird selbst angegriffen): um 18,05 Uhr Litowka genommen, um 18,15 Uhr beschränkt das Korps den Angriff auf „gewaltsame Erkundung“; um 21,15 Uhr Angriff eingestellt, Gruppe in Ausgangsstellung zurück, mit eigenen Verlusten, aber auch mit Beute und Gefangenen.
Korps ordnet Abgaben an Nachbarn an: s.F.H.Abt.101, 4 Sturmgeschütze, Alarm-Btl. 332. J.D. und Stu.Gesch.Abt.911. [mehr ▸]
Am 13.–15.8.43 ordnet das Korps die Abgabe von Kräften an Nachbarn an: eine Battr. und später Reste der s.F.H.Abt.101 zur 57. J.D. (13.8.43), 4 Sturmgeschütze nach Bhf. Boromlja für die 57. J.D. (14.8.43), Alarm-Btl. 332. J.D. aus dem Brückenkopf Klimentoff zu G.D. (14.8.43), Stu.Gesch.Abt.911 der 57. J.D. unterstellt (15.8.43, 17,35 Uhr).
Gep. Gruppe (v. Lauchert) nach Norden von Boromlja geschickt, dann zurückgeführt; wird Armeereserve. [mehr ▸]
Am 17.8.43 befiehlt das Korps um 08,45 Uhr den sofortigen Abmarsch der gep. Gruppe (Führer Obstlt. v. Lauchert) in den Raum nördlich Boromlja zur Verfügung der Armee; um 10,07 Uhr Antreten; um 11,02 Uhr entscheidet das Korps, dass die Gruppe zunächst von der 11. Panz.-Div. zu führen ist; um 17,20 Uhr Befehl, die Gruppe anzuhalten und nach Buimer zurückzuführen; um 21,30 Uhr ist die Gruppe Armeereserve (für 18.8.43). Außerdem befiehlt das Korps um 11,37 Uhr die Übernahme einer Btl.-Breite von der 112. J.D.; um 17,40 Uhr Marsch W.R.55 in den Raum Panz.G.R.111.
Feind bricht bei 112. J.D. durch; PGR111 richtet Panzerabwehrfront Grusskoje–211,5 ein; 19. Panz.-Div. zur Armee herausgelöst. [mehr ▸]
Ab 05,55 Uhr am 18.8.43 Vorstoß von 20 – 30 Mann gegen Nikitowo abgewiesen; um 06,00 Uhr befiehlt das Korps die gep. Gruppe zur Verfügung LII. A.K. (Swetalowka); um 08,20 Uhr K.G.: 19. Panz.-Div. (mit Ausnahme von Panz.G.R.74 und einer Artl.-Abt.) wird zur Verfügung der Armee herausgelöst. Um 09,04 Uhr Durchbruch des Feindes bei 112. J.D.: Panz.G.R.111 mit Panz.Jg.Abt.61 richtet eine Panzerabwehrfront von Grusskoje bis 211,5 ein, II./Panz.G.R.110 nach Buimer; um 10,30 Uhr Div.Gef.Std.-Wechsel in den Nordrand Wald 4 km ostw. Artemowka.
Feind durchbricht das LII. Korps; Belka geräumt, Division auf Linie Belka – Buimer; keine zusammenhängende Front. [mehr ▸]
Am 18.8.43 durchbricht der Feind, von Panzern und starken inf. Kräften unterstützt, die Front des LII. Korps und stößt nach Süden und Südwesten vor; 11. Panz.-Div. im schweren Abwehrkampf, bei Gruschkoje werden 17 Panzer beobachtet. Infolge des tiefen Feindeinbruchs am linken Flügel schlägt der Div.-Kdr. das Absetzen in die Linie Belka – Buimer vor, das Korps befiehlt entsprechend; Belka muss aufgegeben werden („keine zusammenhängende Front“), abends wird die Linie Belka – Buimer mit schwachen Sicherungen besetzt.
Versprengte Teile der 112. J.D. unterstellt; 19. Panz.-Div. (außer Panz.G.R.73) ausgeschieden. [mehr ▸]
Am 18.8.43 unterstellt sich die Division versprengte Teile der 112. J.D. (II./G.R.278 und G.R.110). Die 19. Panz.-Div. ist mit Ausnahme Panz.G.R.73 aus dem Unterstellungsverhältnis ausgeschieden.
Absetzen auf den Oleschnja-Abschnitt am Tage; Nachhuten halten Feind bei Trostjanez und Stanowaja auf. [mehr ▸]
Am 19.8.43 wird die gep. Gruppe der 19. Panz.-Div. unterstellt (morgens), örtliche Einbrüche werden im Gegenstoß bereinigt. Um 08,35 Uhr orientiert Chef vor, dass sich die Division auf Oleschnja-Abschnitt absetzt (Div. „sträubt sich“ gegen Absetzbewegungen am Tage). Das Absetzen um 13,30 Uhr verläuft planmäßig, Nachhuten halten den Feind bei Trostjanez und Stanowaja auf; abends Div.Gef.Std. im Waldstück 2 km südostwärts Tschupachowka.
Division hinter dem Oleschnja-Abschnitt; 24 Feindpanzer bei Rassochowatoje; linke Flanke „in der Luft“. [mehr ▸]
Am 20.8.43 um 03,00 Uhr hat die Division mit Masse den Oleschnja-Abschnitt überschritten; morgens stellen sich 24 Feindpanzer bei Rassochowatoje bereit, Einbruch bei 19. Panz.-Div. Die linke Flanke der Division hängt „in der Luft“, daher wird Panz.A.A.11 zu ihrem Schutz angesetzt. Gegen 15,00 Uhr Einbruch bei Star. Iwanowka bereinigt; der Feind führt Kolonnen aus Nordosten heran. Um 17,30 Uhr Gef.Std.-Wechsel in den Wald 2 km südostwärts Lanratowka.
Keine Reserven, alle 100 – 200 m ein Soldat; Frontverkürzung durch Haltebefehl abgelehnt. [mehr ▸]
Am 20.8.43 um 17,00 Uhr gibt der Div.-Führer dem K.G. eine fernmündliche Beurteilung: Wenn der Gegner an irgendeiner Stelle angreift, stehen keinerlei Mittel und Reserven bereit; die Truppe ist durch die seit 2 Monaten ununterbrochenen Kämpfe übermüdet und erschöpft, alle 100 – 200 m steht nur noch ein Soldat. Er schlägt Frontverkürzung und Zurücknahme in eine Sehnenstellung vor; K.G. weist darauf hin, es gebe ein striktes Gebot, unter allen Umständen zu halten.
Durchbruch von über 10 Panzern bis Oleschnja nach Verlassen der Linie durch Sturmgeschütze; Gegenstoß, dann Oleschnja geräumt; etwa 600 Mann in Pjatkin. [mehr ▸]
Am 21.8.43 bricht der Gegner um 04,00 Uhr auf der Naht zwischen 11./19. Panz.-Div. durch und stößt mit mehr als 10 Panzern bis Oleschnja vor; der Pakriegel wird durchbrochen, weil vorn eingesetzte Sturmgeschütze zum Aufmunitionieren die Stellung verlassen hatten. Um 05,15 Uhr Gegenstoß (Panzer, Sturmgeschütze, Panz.Pi.Btl.209), um 09,45 Uhr Bereinigung Oleschnja abgeschlossen. Gegen 10,00 Uhr marschiert der Feind mit etwa 20 Panzern nach Bardanowka, gegen 11,00 Uhr stehen etwa 600 Mann Inf. in Pjatkin; ab 16,00 Uhr Stukaangriffe auf Pjatkin und Martynowka. Um 17,35 Uhr wird Oleschnja geräumt (im Ort etwa 12 Feindpanzer), abends nimmt der Feind Gorjaistowka und dringt in Star. Iwanowka ein.
Panz.-Rgt.15 wieder bei 11. Panz.-Div.; 19. Panz.-Div. übernimmt panzermäßigen Schutz gegen Pjatkin. [mehr ▸]
Am 21.8.43 untersteht um 13,25 Uhr das bisher bei der 19. Panz.-Div. eingesetzte Panz.-Rgt.15 wieder der 11. Panz.-Division; um 22,30 Uhr gibt das Korps Kenntnis von einem Befehl an die 19. Panz.-Div., den panzermäßigen Schutz gegen Pjatkin zu übernehmen, wodurch eigene Panzer zur Abwehr frei werden.
Artilleriemunition noch etwa 10 Schuss je Batterie; Nachrichtenausfall bei Sturmgeschützen. [mehr ▸]
Am 21.8.43 ist um 14,40 Uhr die Munitionslage der Artillerie schwierig, pro Batterie noch etwa 10 Schuss (Meldung an Korps); das Einfangen der einzelnen Sturmgeschütze ist wegen Ausfalls der Nachrichtenmittel schwierig.
I./Panz.G.R.110 noch 43 Köpfe, Rest in Star. Iwanowka eingeschlossen; Division meldet, ohne neue Kräfte nicht mehr abwehrfähig. [mehr ▸]
Am 22.8.43 beträgt um 00,30 Uhr die Stärke des I./Panz.G.R.110 noch 43 Köpfe; um 01,50 Uhr ist der Rest I./Panz.G.R.110 in Star. Iwanowka umgangen und eingeschlossen, um 07,00 Uhr stößt er nach Westen durch; II./Panz.G.R.111 weicht an den Südostrand von Gorjaistowka aus. Um 01,15 Uhr schildert der Div.-Führer dem Chef des Stabes, dass die Division ohne Heranführung neuer Kräfte nicht weiter in der Lage ist, Abwehrkampf zu führen; Antwort: Abwehrkampf sei mit der gep. Gruppe der Division zu führen.
Fla-Btl.(mot)616, Pi-Lehr-Btl.1, Pi-Btl.48 und Teile W.R.55 unterstellt. [mehr ▸]
Am 22.8.43 werden der Division unterstellt: Fla-Btl.(mot)616 (gegen 05,00 Uhr), Pi-Lehr-Btl.1 und Pi-Btl.48 (06,20 Uhr), Teile W.R.55 (06,35 Uhr). Im Laufe des Tages entscheidet das Korps, dass Pi-Lehr-Btl.1 und Pi-Btl.48, sofern bereits wie befohlen eingesetzt, bei der Division verbleiben; 19. Panz.-Div. riegelt den Feindeinbruch von Süden ab, 11. Panz.-Div. beteiligt sich von Westen.
Angriff auf Star. Iwanowka tagsüber abgebrochen; abends bis Ortsmitte, durch Dunkelheit angehalten. [mehr ▸]
Am 22.8.43 muss die gep. Gruppe den ab 07,50 Uhr laufenden Angriff auf Star. Iwanowka um 11,30 Uhr wegen starker Abwehr mit Pak, Gr.W. und Artl. abbrechen. Im Verlauf des Abends dringt der Angriff bis in die Ortsmitte von Staro Iwanowka vor, muss aber wegen völliger Finsternis angehalten werden; um 23,40 Uhr wird die Befehlsführung für den Angriff am 23.8.43 dem Kdr. Panz.-Rgt.15 übertragen (Panz.-Rgt.15, I./Panz.G.R.110 ohne 1., Pi-Lehr-Btl.1, Pi-Btl.48).
Staro Iwanowka in eigener Hand, Lücke zu Budnoje; Angriff aus Oleschnja abgewiesen; Anerkennung des O.B. [mehr ▸]
Am 23.8.43 ab 05,00 Uhr Feindangriff in Stärke von 3 Inf.-Btl. aus Oleschnja bleibt liegen; eigener Angriff im Raum Star. Iwanowka — 2 T34 abgeschossen; um 09,00 Uhr ist Staro Iwanowka ganz in eigener Hand, die Lücke zwischen Star. Iwanowka und Budnoje bleibt bestehen. Abends schiebt sich der Feind mit inf. Kräften näher an die HKL; morgens sehr starke eigene Luftwaffentätigkeit (etwa 150 Maschinen). Um 07,15 Uhr übermittelt K.G. die besondere Anerkennung des O.B.
Angriff auf Nowopostroika abgewiesen, Angriff ins Schluchtengelände, Einbruch mit Panzern bei Budnoje; weiterer Tagesverlauf nicht überliefert. [mehr ▸]
Am 24.8.43 bis 06,20 Uhr: um 01,00 Uhr Angriff von 1 – 2 Kp. Infanterie gegen Nordrand Nowopostroika abgewiesen; um 04,00 Uhr greift II./Panz.G.R.110 mit Teilen Panz.-Rgt.15 in das Schluchtengelände an (1 T 34 abgeschossen); in Budnoje gelingt dem Gegner ein Einbruch mit Panzern und aufgesessener Infanterie, Gegenstoß angesetzt. Der weitere Verlauf des Tages ist in der Quelle nicht überliefert (KTB-Seite 159 fehlt).
Planmäßiges Absetzen; Befehl für Absetzen in der Nacht 25./26.8.43; Hinweis auf nicht überwachbare 6 km offene Flanke. [mehr ▸]
Am 25.8.43 verlaufen die Absetzbewegungen weiterhin planmäßig, die HKL wird besetzt, Pi-Lehr-Btl.1 und Pi-Btl.48 werden zum XXIV. Panz.-Korps entlassen. Um 16,45 Uhr ergeht der Div.-Befehl für das Absetzen in der Nacht 25./26.8.43; das Korps wird auf die Unmöglichkeit der Überwachung der 6 km tiefen offenen Flanke hingewiesen (Worskla-Tal versumpft und verschilft, einige Furten). Um 18,00 Uhr Stellungswechsel des Div.Stabes in ein Waldstück nordwestlich Laski, das Absetzen hat um 19,30 Uhr planmäßig begonnen.
Nachhuten weichen vor Feinddruck; Feind mit Panzern und StuG besetzt Rybalske, Bandury und rückt von Grun nach Süden vor. [mehr ▸]
Am 26.8.43 stehen die Nachhuten (Panz.G.R.110 bei 202,4, Panz.G.R.111 1 km nordwestl. Gidony); um 07,35 Uhr orientiert K.G. über Feindangriff mit Panzern und Infanterie, Absicht Stoß auf Lewtschenki und Sinkiw; 19. Panz.-Div. muss halten, daher Befehl an 11. Panz.-Div.: Stoß von Grun nach West-Süd-West. Um 11,00 Uhr setzt der Gegner Panzer an und dringt aus Iwachi nach Süden vor; um 12,30 Uhr setzen sich beide Nachhutgruppen vor starkem Feinddruck ab (rechte nach Rubany, linke an den Südrand Grun); der Feind besetzt u. a. Rybalske, Bandury. Abends Anmarsch von Panzern und Sturmgeschützen von Grun nach Süden und Südwesten.
Fla-Btl.(mot)616 und W.R.55 zur 19. Panz.-Div.; Panzer A.O.K. 4 genehmigt Zurücknahme der HKL. [mehr ▸]
Am 26.8.43 wird Fla-Btl.(mot)616 der 19. Panz.-Div. unterstellt (10,06 Uhr; die Hälfte der Heer.Flak-Abt.277 zu Panz.G.R.110), III./W.R.55 entlassen (vormittags), II./W.R.55 der 19. Panz.-Div. zugeführt (19,00 Uhr). Um 18,15 Uhr genehmigt Panzer A.O.K. 4 die Zurücknahme der HKL; um 15,00 Uhr Verlegung der Panz.Aufkl.Abt.11 in den Wald hart nordostwärts Belsk.
Alarmeinheiten aus rückwärtigen Teilen; Batterien zu Fuß, zusammengelegte Kp., 1./Panz.A.R.119 als Infanterie. [mehr ▸]
Am 26.8.43 um 17,00 Uhr Kommandeurbesprechung: Überprüfung der rückwärtigen Teile und Trosse zur Aufstellung von Alarmeinheiten (Heer.Flak-Abt.277 und Stu.Gesch.Abt.911 je eine Batterie zu Fuß; in jedem Panz.Gren.Btl. 3 Schützen-Kp. zu 2 Kp. zusammengelegt; Stu.Gesch.Abt.911 zu 2 Batterien; Panz.Jäg.Abt.61 zu 1 Kp.); 1./Panz.A.R.119 wird zu Fuß als Inf.-Kp. zusammengestellt.
Nachhuten weichen; Einbrüche bei Panz.G.R.110 und Budy; Zurücknahme in neue HKL ab 20,00. [mehr ▸]
Am 27.8.43 weichen die Nachhuten unter Pak- und Gr.W.-Feuer; der Feind besetzt u. a. den Südteil von Jassenowoje. Um 15,30 Uhr Einbruch in breiter Front bei Panz.G.R.110, Gegenstoß unter Einsatz aller Reserven; der Feindeinbruch in den Nordteil Budy wird am späten Nachmittag bereinigt. Ab 20,00 Uhr Zurücknahme in die neue HKL, durch neuen Feindangriff verzögert; um 19,00 Uhr neuer Div.Gef.Std. im Wald 2 km südostw. Kurtiukowo.
Feind sickert zwischen Pi.Btl.209 und I./PGR110 durch; Gegenstoß stellt Linie ostwärts Belsk her. [mehr ▸]
Am 28.8.43 sickert der Gegner während der Nacht zwischen den Stellungen des Panz.Pi.Btl.209 und des I./Panz.G.R.110 durch, Verbindung kann nicht hergestellt werden, Lage völlig unklar. Um 08,30 Uhr Entschluss der Division, durch Angriff die Lage wiederherzustellen und eine neue Linie etwa am Ostrand von Belsk bis 173,2 zu gewinnen; um 14,00 Uhr gelingt durch Gegenstoß mit Panzerunterstützung eine etwas zusammenhängende Linie ostwärts Belsk. Hauptproblem bleibt die Verbindung zur 7. Panz.-Div.; Korpsbefehl: rechter Flügel nach 94,2.
Div.-Kampfschule trifft in Laski ein; Masse der Schüler zurück zu den Rgt. [mehr ▸]
Am 28.8.43 trifft die Div.-Kampfschule um 10,15 Uhr in Laski ein; Div. muss sich entschließen, die Masse der Schüler den Rgt. wieder zur Verfügung zu stellen. Fla-Btl.(mot)616 hat nach Eintreffen die Heer.Flak-Abt.277 abgelöst; die Kampfschule mit Rest nach Glinsk.
Hoth beim Div.-Stab; Div.-Führer meldet, Division könne Angriff größeren Stils nicht abwehren. [mehr ▸]
Am 30.8.43 um 11,45 Uhr lässt sich der O.B. der 4. Panzerarmee, Generaloberst Hoth, in die Lage einweisen; der Div.-Führer meldet, dass die Division bei ihrer augenblicklichen Stärke einen feindlichen Angriff größeren Stils nicht abzuwehren vermag.
11. Panzer-Division
einsatzbereit
Trommelfeuer und Feindangriff: Einbruch in PGR110 und I./PGR111, das sich auflöst; Panz.-Rgt.15 greift Richtung Dobshok an. [mehr ▸]
Am 31.8.43 ab 08,00 Uhr Artl.-Trommelfeuer von etwa 1 Stunde auf dem gesamten Div.-Abschnitt, um 09,00 Uhr Feindangriff: Einbruch in beide Btl. Panz.G.R.110 und I./Panz.G.R.111; Auffangstellung entlang des Walles (+23,0), breite Lücke zwischen den Rgt. Panz.-Rgt.15 zum Gegenangriff in den Raum nördlich Cholodiwschtschina; der Einbruch vor I./Panz.G.R.110 wird um 12,30 Uhr bereinigt; Reste des völlig aufgelösten I./Panz.G.R.111 sammeln in Ssarantschewka; Panz.Aufkl.Abt.11 wehrt 4 Feindangriffe ab. Um 14,10 Uhr schlägt der Div.-Führer Zurücknahme in eine neue Linie (entlang des Tatarenwalles) vor; Panz.-Rgt.15 stößt Richtung Dobshok vor, um 18,40 Uhr Feindpanzer in Dobshok.
le.Art.Abt.818 bei 19. Panz.-Div.; Pi.Btl.666 unterstellt; K.G. befiehlt Zurücknahme der HKL. [mehr ▸]
Am 31.8.43 tritt um 15,00 Uhr le.Art.Abt.818 vorübergehend unter den Befehl der 19. Panz.-Div.; um 18,45 Uhr unterstellt das Korps das Pi.Btl.666. Um 21,15 Uhr befiehlt K.G. die Zurücknahme der HKL in die Linie 3,0 – 186,4 – Bachabschnitt – Vieh-Kolchos – Ssarantschewka-Süd – Timtschenka (Anschluss zur 7. Panz.-Div. bei Furt Mlinki, zur 19. Panz.-Div. bei Timtschenka).
Planmäßiges Absetzen; Vorstöße abgewiesen; Feindangriff am 2.9.43 mit 4 – 5 Div. erwartet, HKL dünn besetzt. [mehr ▸]
Am 1.9.43 beginnt um 03,30 Uhr die Absetzbewegung unter Belassung starker Nachhuten, planmäßig; im Laufe des Tages werden mehrere kampfkräftige Vorstöße in Kp.-Stärke abgewiesen; gegen Abend verstärkter Feinddruck auf die Nachhuten am Tatarenwall, Panz.-Rgt.15 zum Gegenstoß angesetzt, Nachhut mit Dunkelheit zurückgenommen. Beurteilung (Cheforientierung): Feind wird morgen vermutlich in breiter Front angreifen, ihm stehen 4 – 5 Div. und überlegene Artl. zur Verfügung; die eigene HKL ist nur dünn besetzt.
Mangel an Nachrichtenmitteln, schlechter Ersatz durch Trosse und Alarmeinheiten. [mehr ▸]
Am 1.9.43 Schwierigkeiten: Mangel an Nachrichtenmitteln, schlechter Ersatz durch Trosse und Alarmeinheiten, der sich teilweise ungünstig auf den Geist der Kp. auswirkt; Einzelbefehle zur Auflösung und Umgruppierung von Alarmeinheiten, der Kampfschule und Unterführerlehrgängen.
Feind durchbricht Sicherungen des Pi-Btl.209; Höhe 190,3 aufgegeben, Höhe 186,4 feindbesetzt. [mehr ▸]
Am 2.9.43 muss das Pi-Btl.666 entgegen dem ursprünglichen Korpsbefehl am rechten Flügel des Panz.G.R.111 eingesetzt werden; 190,3 muss aufgegeben werden; um 12,30 Uhr bricht feindliche Infanterie durch die Sicherungen des Pi-Btl.209 durch; 13,15 Uhr Feindangriff von 120 Mann auf 186,4 abgewiesen, um 16,10 Uhr Angriff mit Panzerunterstützung gegen 186,4. Um 18,15 Uhr Einbruch am rechten Flügel der Panz.A.A.11; um 23,22 Uhr gelingt es der Panz.A.A.11 nicht, die stark feindbesetzte Höhe 186,4 zu nehmen.
Kämpfe um Höhen 186,4 und 180,4; zwei Gegenangriffe riegeln den Einbruch ab; Panzergruppen nehmen +3,0 und 180,4. [mehr ▸]
Am 3.9.43 wird um 07,00 Uhr die Höhe 186,4 vorübergehend wieder genommen, um 07,40 Uhr ist sie wieder feindbesetzt; um 11,45 Uhr beginnt der erwartete Feindangriff (Ziel 180,4); um 12,45 Uhr hat II./Panz.-Rgt.15 186,4 besetzt; um 16,35 Uhr wurde der Feindeinbruch durch 2 Gegenangriffe z. T. abgeriegelt, z. T. fast ganz bereinigt; um 17,45 Uhr hat die rechte Panzergruppe +3,0 erreicht, die linke Höhe 180,4 genommen.
Verschlammte MG, keine Reserven, knappe s.F.H.-Munition; 2 cm Flak fällt durch Brandsprengmunition aus. [mehr ▸]
Am 3.9.43 laut Meldungen: Maschinengewehre derart verschlammt, dass sie erst nach Reinigung wieder gebrauchsfertig sind (07,40 Uhr); Reserven zu Gegenstößen sind nach restloser Auskämmung von Trossen und nach Auflösung des Ersatz-Btl. und der Kampfschule nicht mehr vorhanden (07,45 Uhr); s.F.H.-Munition sehr knapp geworden (14,15 Uhr); nicht alle Wagen konnten sich gleichzeitig vom Feind lösen, andere durch techn. Schäden und Feindeinwirkung nicht mehr voll einsatzbereit; dauernder Ausfall der besonders wertvollen 2 cm Flak-Geschütze durch Rohrkrepierer infolge Brandsprengmunition (16,35 Uhr).
Artillerie (le.F.H.Abt.818, s.F.H.Abt.108) und ein Straßenbau-Btl. werden zugeführt. [mehr ▸]
Am 3.9.43 orientiert um 17,50 Uhr der Chef, dass der Div. unter dem Art.Rgt.Stab z.b.V.70 die le.F.H.Abt.818 und die s.F.H.Abt.108 (RSO) zugeführt werden zum Einsatz hinter dem rechten Flügel der Div. durch Arko 144, außerdem ein Straßenbau-Btl. aus dem Raum Sinkiw unterstellt und nach Batki zugeführt wird. Um 19,30 Uhr melden sich Kdr. Artl.Rgt.Stb.z.b.V.70 und Kdr. W.R.55.
Feind sickert durch den Tatarenwall nach Batki; Höhe 180,4 mehrfach verloren und genommen; schwerer Abwehrkampf am Nordwestrand Batki. [mehr ▸]
Am 4.9.43 beginnt um 04,00 Uhr der Feind, zunächst unbemerkt, durch die Mulde entlang des westlichen Tatarenwalles durchzusickern, überläuft die Stellungen der Panz.A.A.11 und dringt nach Batki ein; ein Gegenstoß der linken Panzergruppe bringt den Feindangriff zum Stehen. Höhe 180,4 geht mehrfach verloren und wird wieder genommen (16,00 Uhr in eigener Hand, um 19,00 Uhr Ostteil wieder verloren); abends Gruppe unter dem IIa der Div. am Nordwestrand Batki in schwerem Abwehrkampf; Korps schlägt vor, mit Panz.Pi.Btl.209 die Straße nach Oposchnja zu sperren.
Radf.Straßenbaubtl.507 Panz.G.R.110 unterstellt; G.D. unter XXXXVIII Panzerkorps, Angriff geplant. [mehr ▸]
Am 4.9.43 meldet sich um 05,45 Uhr der Adjutant Radf.Straßenbaubtl.507 (das Btl. hat in Rjabuschin gesammelt und hat keinen Befehl zum Weitermarsch nach Batki); um 13,35 Uhr trifft das Btl. ein und wird Panz.G.R.110 unterstellt. Um 08,15 Uhr orientiert der K.G. über die Unterstellung G.D. unter XXXXVIII Panzerkorps; Angriff mit dieser Division nach der Bereinigung der Lage bei Sinkiw im Abschnitt der 11. Panz.-Div. geplant.
Korps verschiebt Grenzen: G.D. übernimmt Abschnitt bis Höhe 180,4; Panz.-Rgt.15 G.D. für den Angriff unterstellt. [mehr ▸]
Am 5.9.43 um 08,43 Uhr Korpsbefehl: G.D. übernimmt bis 17,00 Uhr den Abschnitt Worskla bis Batki ausschl., bis 6.9.43 06,00 Uhr den Abschnitt bis 180,4 einschließlich; Panz.-Rgt.15 wird G.D. für den Angriff unterstellt; 11. Panz.-Div. übernimmt am 6.9.43 um 05,00 Uhr den Abschnitt 180,4 ausschl. bis St. Michaelowka (einschl.). Um 11,30 Uhr orientiert der K.G. über den geplanten Angriff G.D. in 3 Gruppen aus dem Raum Glinsk – Batki nach Norden; der Div.-Kdr. schlägt vor, den Angriff aus dem Raum 180,4 nach Osten zu führen.
Feind Richtung Oposchnja umgeht Panz.A.A.11 und dringt in Batki ein; Batki gesäubert; Division meldet fehlende Reserven. [mehr ▸]
Am Nachmittag des 5.9.43 dringt der Feind, jetzt auch mit Panzern (ab 14,00 Uhr), in Richtung Oposchnja vor, Panz.Pi.Btl.209 muss ausweichen; um 16,10 Uhr hat der Feind den rechten Flügel der Panz.A.A.11 umgangen und ist in den Ostteil Batki eingedrungen, Panz.-Rgt.15 säubert mit der Aufkl.Abt. Batki (abgeschlossen 18,45 Uhr). Um 17,45 Uhr Einbruch auf der Naht zwischen den Btl. Panz.G.R.111, um 18,55 Uhr zum Stehen gekommen (Feind: Inf., 2 Sturmgeschütze, 2 Panzer). Um 16,50 Uhr Meldung an Korps über das völlige Fehlen von Reserven.
Angriffe abgewiesen; Div. „völlig machtlos“ gegen Einsickern durch Sonnenblumenfelder; 7 Panzer vernichtet. [mehr ▸]
Am 6.9.43 werden nachts und morgens Einbrüche und Angriffe abgewehrt; um 09,15 Uhr befiehlt das Korps, den linken Flügel in die Linie Timtschenka-Süd, Höhenzug südlich der Orte Pankoff und Knjashewa zurückzunehmen. Um 12,00 Uhr starker Angriff aus dem Wald südlich Ssarantschewka, „empfindliche eigene Ausfälle“; um 15,50 Uhr sickert der Feind durch hohe Sonnenblumenfelder, und um 16,40 Uhr meldet die Div., sie sei gegen den unbemerkt einsickernden Gegner „völlig machtlos“. Um 18,15 Uhr vernichten die Panzer-Abt., II./Panz.A.R.119 und eine Nebelwerfer-Battr. zusammen 7 Feindpanzer.
Neue Abschnittsgliederung: PGR110 mit Pi-Btl.666 und StuG-Abt. rechts, PGR111 Mitte, Panz.A.A.11 links; Ablösung durch G.D. angekündigt. [mehr ▸]
Am 6.9.43 Neugliederung des Abschnitts der Division: rechts Panz.G.R.110 (ohne II.), Pi-Btl.666, Sturm-Gesch.Abt.911, 1.(Sf)/Panz.Jg.Abt.61; Mitte Panz.G.R.111 mit Fla-Btl.(mot)616 (unterstellt); links Panz.A.A.11 mit unterst. Panz.Pi.209 u. H.Fl.Abt.277; II./Panz.G.R.110 Div.-Reserve; Panz.-Rgt.15 zur Verfügung der Div.; Artl. nach Gruppen, III./W.R.55 dem Pz.A.R.119 unterstellt. Radf.Straßenbaubtl.507 ist nach erfolgter Ablösung zu entlassen; um 19,00 Uhr Vororientierung Korps über bevorstehende Ablösung durch G.D. bis einschl. 180,4.
Stu.Gesch.Abt.911 hat nur 1 einsatzbereiten Wagen. [mehr ▸]
In der Neugliederung des Abschnitts (6.9.43) hat die Sturm-Gesch.Abt.911 „z.Zt. nur 1 Wagen einsatzbereit“.
G.D. kann nicht planmäßig ablösen; Feindangriffe auf ganzem Abschnitt; Höhe 167,0 verloren und genommen; Gef.Std. nach Kirilo Annowka. [mehr ▸]
Am 7.9.43 kann G.D. die Ablösung nicht mehr planmäßig durchführen, der Feind sickert weiter in die Waldstücke nordwestlich Batki und nach Batki-Nord hinein (02,00 Uhr); um 04,00 Uhr Übernahme des neuen Abschnitts, um 08,20 Uhr ist nach Ansicht G.D. Höhe 180,4 aufzugeben. Im Laufe des Tages anhaltende Feindangriffe auf dem ganzen Div.-Abschnitt (Höhe 167,0 vorübergehend verloren, im Gegenstoß wiedergenommen), schwerer Abwehrkampf des II./Panz.G.R.110; um 18,00 Uhr neuer Gef.Std. Kirilo Annowka; am späten Nachmittag stößt der Gegner mit Panzerkräften bis nach Batki und Dranye.
Korps befiehlt Abbiegen des rechten Flügels, Abgabe des Pi-Btl.666 und Verschiebung nach links. [mehr ▸]
Am 7.9.43 um 16,45 Uhr Vororientierung Korps: der rechte Flügel der Division wird in der Nacht in Höhe 2,5 – 177,3 abgebogen, das Pi-Btl.666 ist herauszulösen und abzugeben; die Division kann nach Abgang des Pi-Btl.666 nach links verlängern, da etwa 40 Mann Ersatz für Panz.Aufkl.Abt.11 eingetroffen sind. Um 18,40 Uhr fernmündlicher Korpsbefehl über Verschiebung der Division nach links und Abbiegen des rechten Flügels in die Linie +2,5 – +0,1 – +3,7 – 177,7.
Absetzen in rückwärtige Linie; Gegenstoß bei 167,0, 2 Feindpanzer abgeschossen; Brücken bei Rjabuschin gesprengt. [mehr ▸]
Am 8.9.43 morgens Gliederung der eigenen Panzerkräfte (Gruppe Sturmgeschütze bei 177,3, zwei Panzergruppen); um 10,55 Uhr Befehl zum Absetzen in eine rückwärtige Linie wegen Feindeinbruchs bei 19. Panz.-Div. (K.G. gibt Einzelbefehle am Div.Gef.Std.). Um 18,15 Uhr eigener Gegenstoß bei 167,0 erfolgreich, südlich Chripki werden 2 Feindpanzer abgeschossen; um 19,00 Uhr bricht der Feind mit etwa einem Btl. westlich der Rollbahn in die Stellungen am linken Flügel ein; um 23,00 Uhr sind die Absetzbewegungen gelungen, die Brücken südlich Rjabuschin konnten trotz Feindangriffs gesprengt werden.
Stab und III./W.R.55 zur 19. Panz.-Div.; 3 Panzer unterstützen deren rechten Flügel. [mehr ▸]
Am 8.9.43 sind Stab und III./W.R.55 zur 19. Panz.-Div. zu entlassen; zur Unterstützung des zurückgehenden rechten Flügels der 19. Panz.-Div. werden 3 Panzerkampfwagen in den Raum nördlich Arteljarschtschina abgezweigt.
Angriff eines Btl. mit über 10 Panzern, Einbruch in PGR111; Aufkl.Abt. weicht; 2 Panzer und 4 StuG abgeschossen; abends Einbruch in Arteljarschtschina. [mehr ▸]
Am 9.9.43 ab 04,00 Uhr Einrichtung zur Verteidigung in der neuen HKL, gepanzerte Nachhuten südlich Risnyki und Strelewschtschina im Kampf mit vorfühlendem Gegner; um 12,20 Uhr werden sämtliche Kampfwagen des Panz.-Rgt. am Nordrand von Pokrowskoje zusammengezogen. Um 16,25 Uhr greift ein Feind-Btl. mit Unterstützung von mehr als 10 Panzern von 130,1 an, Einbruch in die Stellung des Panz.G.R.111, Masse Panz.Aufkl.Abt.11 zieht sich kämpfend bis an den Nordrand Arteljarschtschina zurück; um 19,15 Uhr hat die Panzergruppe 2 Panzer und 4 Sturmgeschütze des Gegners abgeschossen; um 22,10 Uhr bricht der Gegner mit 6 Panzern in den Nordteil Arteljarschtschina ein, der Gegenstoß in der Dunkelheit gelingt nicht.
Armee genehmigt Zurücknahme der HKL nicht (Vorschlag der Division abgelehnt); HKL zu halten; Gegenstoß mit gep. Gruppe G.D. geplant. [mehr ▸]
Am 9.9.43 um 15,20 Uhr Vororientierung Chef des Stabes über voraussichtliche Zurücknahme der vorderen Linie (Nacht 9./10.9.43); die Division schlägt die Linie 172,6 – 169,3 – 170,1 – 165,0 vor und meldet pflichtgemäß, dass der Abschnitt der Div. um 4 km länger würde, also mehr als der Abschnitt eines Rgts. Um 18,45 Uhr Befehl des Korps: Armee hat die Zurücknahme der HKL nicht genehmigt, die HKL ist zu halten, evtl. Einbrüche sind durch Gegenangriffe zu bereinigen; Korps beabsichtigt Gegenstoß im Abschnitt der 11. Panzerdivision unter Einsatz einer gep. Gruppe G.D.
Letzte 8,8 cm Flak ausgefallen; Stu.Gesch.Abt.911 mit 2 Battr. zu je 4 Geschützen. [mehr ▸]
Am 9.9.43 fällt um 17,15 Uhr die letzte einsatzbereite 8,8 cm Flak aus; um 22,30 Uhr wird die Stu.Gesch.Abt.911, inzwischen wieder zu 2 Battr. gegliedert (je 4 Geschütze), Panz.G.R.110 bzw. 111 unterstellt, Stab verbleibt zunächst bei Panz.G.R.110.
Versuche, Arteljarschtschina zu nehmen, scheitern; etwa 40 Feindpanzer bei Risnyki; Panzerangriff auf PGR110; abends Absetzen. [mehr ▸]
Am 10.9.43 scheitern am Vormittag auch der 2. Versuch der Aufkl.Abt., Arteljarschtschina ganz zu nehmen (10,45 Uhr). Panz.G.R.111 verteidigt sich gegen einen starken Feindangriff mit Panzerunterstützung; die alte HKL kann nur noch durch Gruppen und Doppelposten besetzt werden; die Luftaufklärung erkennt etwa 40 Feindpanzer im Raum Risnyki. Um 16,45 Uhr greift der Feind mit Panzern und aufgesessener Infanterie Panz.G.R.110 an; dem Panzerangriff können nur die noch vorhandenen Sturmgeschütze entgegengestellt werden, die von Norden vordringenden Feindpanzer können zunächst nicht aufgehalten werden; abends Absetzen auf neue Stellungen, um 19,00 Uhr Div.Gef.Std. Cholodnaja Balka.
II./Art.Abt.108 zugeführt; K.G. überbringt neuen Armeebefehl, Absetzen beschleunigt. [mehr ▸]
Am 10.9.43 wird um 13,40 Uhr der Div. die II./Art.Abt.108 unterstellt und zugeführt (Div. äußert Bedenken über den zugewiesenen Abschnitt); um 15,00 Uhr K.G. am Div.Gef.Std., neuer Armeebefehl — sämtliche Erkundungen und Vorbereitungen werden beschleunigt.
Feind in Galijka; Pi.Btl.209 verliert letzten Offizier; Angriff mit 4 T34 und Einbruch; Gegenstoß auf 165,0 misslingt, Mannschaften erschöpft. [mehr ▸]
Am 11.9.43 dringt der Feind morgens in Galijka ein (07,35 Uhr Angriff von Infanterie mit 6 Panzern von 170,2); um 12,45 Uhr verliert Panz.Pi.Btl.209 den letzten Offizier und geht zurück, Aufkl.Abt. säubert Korezkij; um 16,00 Uhr greift der Feind mit 5 Inf.-Kp. die Stellung der 2./Panz.A.A.11 an, durch schneidig geführten Gegenstoß abgewiesen. Um 18,30 Uhr Angriff mit 4 T34 und aufgesessener Inf. auf Panz.G.R.111, der Inf. gelingt es, in die Stellungen einzudringen, Gegenstoß angesetzt; Kampf um 165,0 (21,00 Uhr), Gegenstoß mißlungen (22,30 Uhr), „Mannschaften total erschöpft und völlig durchnäßt“; Gegenstoß bei Morgengrauen angesetzt.
Zunehmender Mangel an Artl.-Munition stellt Abwehrkampf für den 12.9.43 in Frage. [mehr ▸]
Am 11.9.43 meldet die Div. um 21,25 Uhr wiederholt, dass durch Mangel an Artl.-Munition, der sich immer ernster bemerkbar macht, der Abwehrkampf für den 12.9.43 in Frage gestellt wird.
Einbruch Dubini bereinigt; PGR111 nimmt Höhe 165,0; Korps verlangt Abschnitt des Pi-Btl.19 (+2 km HKL). [mehr ▸]
Am 12.9.43 wird frühmorgens ein erneuter Einbruch Dubini mit Unterstützung einer Panzergruppe der Div. bereinigt; um 05,00 Uhr tritt Panz.G.R.111 zum planmäßigen Angriff auf Höhe 165,0 an, um 05,45 Uhr ist die Höhe in eigener Hand; um 11,00 Uhr erneuter Feindangriff auf 165,0 und die Höhe ostwärts davon. Um 10,10 Uhr Befehl Korps: Einbruch am linken Flügel 19. Panz.-Div. — 11. Panz.-Div. hat das Herauslösen des Pi-Btl.19 durch eine Panzergruppe zu ermöglichen und den Abschnitt dieses Btl. zu übernehmen, was die HKL der Division um weitere 2 km verlängert; Div. meldet, dass eine inf. Besetzung nicht möglich ist.
Korps hält am Ablösebefehl für Pi-Btl.19 fest; neue Grenzen; Div. verlegt Schwerpunkt nach links; „außerordentliche Verknappung von Artl.-Munition“. [mehr ▸]
Am Nachmittag des 12.9.43 orientiert das Korps um 13,10 Uhr, dass die Zurücknahme der HKL voraussichtlich nicht erfolgt, da sich die Lage 19. Panz.-Div. gefestigt hat; der Befehl zur Ablösung des Pi.Btl.19 durch 11. Panz.-Div. bleibt bestehen; um 14,05 Uhr Vororientierung, dass G.D. nach links verlängern muss; um 16,45 Uhr neue Abschnittsgrenzen vom Korps befohlen. Die Division beobachtet starke Ansammlungen in Gontari und Grischki (5 Panzer, starker Lkw.-Verkehr), verlegt den Schwerpunkt der Division von rechts nach links und meldet „außerordentliche Verknappung von Artl.-Munition“.
Granatwerferfeuer auf Aufkl.Abt.; tiefer Einbruch bei 19. Panz.-Div.; Panzergruppe Panz.-Rgt.15 zu ihr; Btl.-Angriff auf 170,1 abgewiesen. [mehr ▸]
Am 13.9.43 seit Mitternacht bis 03,00 Uhr sehr starkes Granatwerferfeuer aus etwa 3 Battr. auf die Panz.Aufkl.Abt.11; 19. Panz.-Div. bricht die Bereinigung ab und verlegt die Linie unter Aufgabe von Dubini – Tarany zurück. Um 07,00 Uhr orientiert das Korps über tiefen Feindeinbruch bei der 19. Panz.-Div.; Div. erhält Befehl, eine Panzergruppe unter Führung Kdr. Panz.Rgt.15 in Marsch zu setzen, die aus eigenem Entschluss sofort abrückt; um 11,00 Uhr wird die Führung der zusammengefassten Panzergruppe auf Befehl des Korps dem Kdr. Panz.Rgt. der 19. Panz.-Div. übertragen, Kdr. Panz.Rgt.15 wird entlassen. Nachmittags erkennt die Luftaufklärung gut getarnte, massierte Bereitstellung von Infanterie- und Panzerkräften im Raum Arteljarschtschina – Logodi; gegen 16,20 Uhr Angriff in Btl.-Stärke auf 170,1, unter hohen Feindverlusten abgewiesen (17,00 Uhr).
G.D. übernimmt rechten Flügel; Höhe 169,3 besetzt, aufgegeben, wieder besetzt; Zug Fla-Btl.(mot)616 zu PGR110. [mehr ▸]
Am 13.9.43 beginnt vormittags die Ablösung am rechten Flügel der Panz.A.A.11 durch G.D.; um 13,30 Uhr wird anstelle Panz.Pi.Btl.209 ein neu aufgestellter Inf.-Zug des Fla-Btl.(mot)616 mit 2 2 cm zu Panz.G.R.110 in Marsch gesetzt. Um 17,30 Uhr meldet Panz.A.A.11, dass G.D. Höhe 169,3 besetzt hat (Übernahme des rechten Flügels wird wirksam), um 19,40 Uhr hat G.D. die Höhe wieder aufgegeben, um 22,35 Uhr wird sie wieder durch G.D. besetzt.
Feindangriff; Nowosselowka verloren und im Gegenangriff genommen, Panzer, Sturmgeschütze und Pak vernichtet. [mehr ▸]
Am 14.9.43 ab 12,00 Uhr Feindangriff in breiter Front mit Unterstützung von 3 Feindpanzern aus dem Raum Logodi (Stoßrichtung 165,0) und in Stärke eines Inf.-Btl. aus dem Raum westlich Gontari; der Feind nimmt Nowosselowka; Höhe 165,0 vorübergehend verloren, wieder genommen. Um 15,10 Uhr Gegenangriff von Westen, um 16,30 Uhr Nowosselowka wieder genommen („erhebliche blutige Verluste“, mehrere Panzer, Sturmgeschütze und Pak vernichtet); Feind weicht in Richtung Logodi aus; abends 15 Feindpanzer im Anmarsch auf 165,0, die nicht zum Angriff antreten.
Oberbefehlshaber der 8. Armee beim Div.-Stab; schlechte Munitionsversorgung der Artl. vorgetragen. [mehr ▸]
Am 14.9.43 lässt sich der Oberbefehlshaber der 8.Armee am Div.Gef.Std. in die Lage einweisen; ihm wird vor allem die schlechte Versorgung der Artl. mit Munition vorgetragen.
Geplanter Gegenstoß aus Munitionsgründen nicht durchführbar. [mehr ▸]
Am 14.9.43 abends: der geplante Gegenstoß in den feindlichen Bereitstellungsraum ist „aus Munitionsgründen zunächst nicht durchführbar“, da das Eintreffen von Neuzuweisungen an Artl.-Munition nicht abzusehen ist.
Kampfgruppe aus G.D., 11. Panz.-Div. und 72. J.D. unter Kdr. Pz.Rgt.15 zur Lückenschließung; Div. stellt 6 Panzer und Artl. ab. [mehr ▸]
Am 15.9.43 hat die 72. J.D. den Abschnitt der 19. Panz.-Div. übernommen; das Korps unterstellt der Division III./W.R.55 mit zwei Battr. (später zur 72. J.D. entlassen). Um 18,55 Uhr Korpsbefehl: zur Schließung der Lücke zwischen Brückenkopf Ssawinzy und Chomutez tritt eine bewegliche Kampfgruppe aus Teilen G.D., 11. Panz.-Div. und 72. J.D. unter der Führung Kdr. Pz.Rgt.15 zusammen; die 11. Panz.-Div. stellt dazu Teile Panz.Rgt.15 und Teile Panz.A.R.119 ab, Eintreffen in Baranowka am 16.9.43 um 05,00 Uhr. Um 20,30 Uhr Meldung: abgestellt Kdr. Panz.Rgt.15 mit einer Gruppe zu 6 Wagen; der für den 16.9.43 geplante Angriff gegen Logodi wird nicht durchgeführt (18,35 Uhr).
Schlechte Munitionslage, besonders 7,5 cm Spreng; Panzer und Sturmgeschütze kaum gegen nicht gep. Ziele einsetzbar. [mehr ▸]
Am 15.9.43 wird der Chef des Stabes um 18,20 Uhr wieder auf die schlechte Mun.-Lage, jetzt besonders bei 7,5 cm Spreng, hingewiesen; der Einsatz von Panzern und Sturmgeschützen gegen nicht gep. Ziele wird fast unmöglich.
Armee genehmigt Zurücknahme; Div. nimmt nur linken Flügel auf 164,2 zurück; ab 19,00 Uhr; am 17.9.43 neue HKL besetzt. [mehr ▸]
Gruppe v. Lauchert setzt sich in der Nacht zum 16.9.43 in Marsch; am 16.9.43 um 10,25 Uhr genehmigt die Armee die Zurücknahme in die rückwärtige, von der Division bereits erkundete Linie, die Division schlägt vor, nur den linken Flügel bis in Höhe 164,2 zurückzunehmen (Anschluss an 72. J.D.), das Korps ist einverstanden (10,45 Uhr); ab 19,00 Uhr beginnt das Absetzen planmäßig; am 17.9.43 morgens ist die neue HKL planmäßig besetzt, Nachhuten setzen sich nach Romanki ab.
Absetzen ohne Feinddruck; Gef.Std. nach Woronjantschina; 72. J.D. verantwortlich für Psell-Brücken. [mehr ▸]
Am 17.9.43 zwingt tagsüber ein Unternehmen zur Bereinigung des Vorfeldes im Abschnitt Panz.G.R.110 den Gegner trotz starker Pakabwehr zum Absetzen; um 15,30 Uhr Angriff eines feindl. Btl. aus Raum westl. Logodi nach Süden abgewiesen; um 16,00 Uhr Div.-Stab Stellungswechsel nach Woronjantschina. Ab 19,00 Uhr Absetzbewegungen planmäßig ohne Feinddruck; nachts stark behindert durch Dunkelheit und Schlamm (gep. Nachhuten bei 171,1 und am Nord- und Westrand Ssulimy); 72. J.D. ist für die Zerstörung sämtlicher Brücken über den Psell verantwortlich.
Gruppe v. Lauchert fast ohne Sprit, Absetzen fraglich; Bitte um verzögerte Brückensprengung. [mehr ▸]
Am 17.9.43 wirken sich die anhaltenden Regenfälle ungünstig auf die Versorgungslage aus; die Panzergruppe v. Lauchert, die noch immer am linken Flügel der 72. J.D. sichert, steht fast ohne Sprit. Um 23,40 Uhr ist es noch fraglich, ob es der Gruppe v. Lauchert gelingen wird, sich rechtzeitig hinter die HKL abzusetzen; 72. J.D. wird gebeten, die Psell-Brücke Shishaki erst nach Passieren der gep. Gruppe zu sprengen.
Div.-Führer bittet erneut um Kraftstoff; Muni-Lager geben keine Munition aus; Evakuierung nicht begonnen. [mehr ▸]
Am 18.9.43 um 07,20 Uhr bittet der Div.-Führer den Chef des Stabes nochmals, bei der Armee auf die dringend notwendige Kraftstoffzuweisung hinzuweisen (die entscheidende Frage bei Absetzbewegungen größten Stils unter so ungünstigen Wetterbedingungen); außerdem geben Muni-Lager dringend benötigte Munition nicht aus, bei eiliger Räumung wird plötzlich Munition zugewiesen, ohne dass sie abgeholt werden kann; im Gebiet der Division hat Evakuierung noch nicht einmal begonnen. Die Nachhuten wehren weitere Feindangriffe ab.
Stu.Gesch.Abt.911 (2 Battr.) wieder unmittelbar der Division unterstellt. [mehr ▸]
Am 18.9.43 wird um 21,15 Uhr die Stu.Gesch.Abt.911, gegliedert zu 2 Battr., der Division wieder unmittelbar unterstellt: je eine Battr. Zusammenarbeit mit Panz.G.R.110 und 111, Teile einer der beiden Battr. jeweils zu Panz.A.A.11.
Gepanzerte Gegenstöße bei Nikolajewka und Schorshewka mit Beute; Angriff mehrerer Kp. abgewiesen. [mehr ▸]
Am 20.9.43 stößt die linke gp. Nachhutgruppe auf Inf.-Feind und zersprengt ihn (morgens), der Feind greift mit verstärkten Kräften erneut an und wird wieder zerschlagen; bis Mittag werden die gep. Gegenstöße bei Nikolajewka und Schorshewka „unter Einbringung zahlreicher Beute“ mit gutem Erfolg abgeschlossen; um 18,30 Uhr wird ein neuer Feindangriff in Stärke mehrerer Kompanien westlich Nikolajewka durch Panz.A.A.11 mit hohen Verlusten für den Gegner abgeschlagen.
Brücken tragen keine Panzer; G.D. übernimmt Abschnitt der Div., die sich bei Belozerkowka versammeln und zum III. Panzerkorps treten soll. [mehr ▸]
Am 20.9.43 ergibt um 08,00 Uhr die Wegeerkundung, dass die Chorolbrücken für Panzer nicht ausreichen und über den Psell der Übergang nur bei Belo Zerkowka möglich ist; die Division hält es für richtig, sofort das Flussdreieck Psell – Chorol zu sperren, anstatt sich etappenweise abzusetzen. Um 11,25 Uhr Orientierung Chef des Stabes über neue Absichten des Korps: G.D. übernimmt Abschnitt 11. Panz.-Div. zusätzlich, 11. Panz.-Div. wird herausgezogen und versammelt am Psell-Übergang bei Belozerkowka, um dem III. Panzerkorps unterstellt und zugeführt zu werden; um 14,52 Uhr Korpsbefehl zur Versammlung; um 21,00 Uhr scheidet Fla-Btl.(mot)616 aus dem Unterstellungsverhältnis aus.
Lage beim III. Panzerkorps: 6. Panz.-Div. und Wiking, Gruppe in Welikaja Ogatschka eingeschlossen; Auftrag der 11. Panz.-Div.: Versammeln und Sichern nach Norden. [mehr ▸]
Am 20.9.43 um 20,00 Uhr kehrt der IIa der Div. von der Verbindungsaufnahme mit dem III. Panzerkorps zurück: dort stehen die 6. Panz.-Div. rechts, Wiking links mit Front nach Norden gegen den angeschlagenen, mit Panzerunterstützung von Norden angreifenden Gegner; eine Gruppe der 6. Panz.-Div. ist in Welikaja Ogatschka eingeschlossen, dagegen ist die der 6. Panz.-Div. unterstellte Gruppe Pfeffer angesetzt. Auftrag für 11. Panzerdivision: versammelt westlich des Psell und sichert nach Norden; für den 22.9.43 Absetzbewegungen im Rahmen des Korps nach Süden beabsichtigt.
Division beim III. Panzerkorps; Versammeln und Marsch; Auftrag: Ssula überschreiten (Brücken Ssamostje und Shownin). [mehr ▸]
Am 21.9.43 um 00,00 Uhr tritt die Division unter Befehl III. Panzerkorps (letzte Teile erst mit Beginn der Morgendämmerung durch G.D. herausgelöst); um 09,00 Uhr Div.Gef.Std. Morostowschtschina. Neue Lage: Feind marschiert westlich des Chorol nach Süden; neuer Auftrag: Division versammelt, sofort wieder antretend im Raum Taranowka – Ssemenowka – Otscheretowataja. Um 17,00 Uhr Div.Gef.Std. Paniwanowka; Division hat sich darauf einzustellen, die Ssula zu überschreiten, da 3. Panz.-Div. ihr Marschziel nicht erreichen konnte; um 18,55 Uhr Korpsbefehl: Division überschreitet mit Hellwerden den Ssula-Abschnitt, Brücken Ssamostje (dort sichert SS-Wiking) und Shownin; Auftrag: Linie Orshiza – Filippowitschi – Belusowka.
Ohne großzügige Kraftstoffzuweisung kann Div. Aufgabe nicht ausführen; Panzer über Brücke Schownin. [mehr ▸]
Am 21.9.43 um 11,15 Uhr Kdr.-Besprechung: Prüfung des Kraftstoffbestandes der Truppe; um 17,00 Uhr wird das Korps darauf hingewiesen, dass ohne eine großzügige Kraftstoffzuweisung die Division die Aufgabe nicht ausführen kann (Teilzuweisungen reichen für den Marsch, nicht für Beweglichkeit und Kampfführung); da beide Übergänge (Ssamostje und Marwewka) für Panzer nicht brauchbar sind, wird in Einvernehmen mit 3. Panzerdivision der Übergang von Panz.-Rgt.15 und Stu.Gesch.Abt.911 über Brücke Schownin besprochen.
Nach Ssula-Übergang beim XXIV. Panzerkorps, Brücke Krapiwna gesprengt; selbstständiger Entschluss zur Sicherung der Rollbahn. [mehr ▸]
Am 22.9.43 tritt die Division um 10,00 Uhr erneut an; mit Überschreiten des Ssula-Abschnitts wird sie dem XXIV. Panzerkorps unterstellt, mit Auftrag, den Feindeinbruch bei Solotonoscha zu bereinigen; die Brücke Krapiwna ist durch Teile der 167. J.D. gesprengt. Um 17,00 Uhr kann der Korpsbefehl, über Solotonoscha weiter nach Westen vorzustoßen, nicht ausgeführt werden; infolge Fehlens neuer Korpsaufträge (lange Laufzeiten der Funksprüche wegen Überlastung) entschließt sich die Div. selbstständig, zunächst die Rollbahn bei Krapiwna zu sichern und sich dann mit starkem rechten Flügel zum Angriff über Malijewka Richtung Ssolotonowka bereitzustellen. Am 23.9.43 um 00,00 Uhr ist die Division wieder dem III. Panzerkorps unterstellt.
Fremde Teile der 34., 112. und 167. J.D. unterstellt; Gliederung in Gruppen v. Lauchert, Henze, v. Rhaden und Sperling. [mehr ▸]
Am 23.9.43 sichert die Division in der Linie Dengi – Nedina Gora. Um 14,15 Uhr unterstellt K.G. der Division sämtliche im Raum eingesetzten fremden Teileinheiten: G.R.107, I. und II./A.R.34 (34. J.D.), Teile G.R.475 und 1./Panz.Jg.Abt.112 (112. J.D.), Trossteile G.R.331, 339 und 315 (167. J.D.); um 13,00 Uhr Zusammenfassen der „völlig verworrenen Teilverbände“ der 34., 112. und 167. J.D. Um 15,00 Uhr Gliederung: Gruppe v. Lauchert (Panz.-Rgt.15, Panz.A.A.11), Gruppe Henze (Panz.G.R.110, II./G.R.107, 1 Battr. St.G.A.911), Gruppe v. Rhaden (G.R.107 und unterstellte Teile), Gruppe Sperling (Panz.G.R.111 u. a.), Panz.Pi.Btl.209 Sicherung Krasnoje West.
Gegenstöße gegen Feindbrückenkopf bei Krapiwna; Angriff auf Höhe 127,0 fast erfolgreich. [mehr ▸]
Am 24.9.43 versucht der Gegner, über den Krapiwna-Abschnitt einen Brückenkopf zu bilden und die gesprengte Brücke instandzusetzen; Panz.-Rgt.15 führt mit Teilen der Panz.A.A.11 Gegenstoß. Um 16,30 Uhr zersprengt ein Vorstoß einer gep. Gruppe aus Kresty heraus nach Westen Inf.-Feind in Stärke von etwa 2 Kp., Masse I./Panz.G.R.110 und Teile St.G.A.911 treten zum Gegenstoß an; um 17,00 Uhr eigener Stoß auf 127,0 — im Laufe des Abends gelingt es trotz zähen Feindwiderstandes, die Höhe fast zu erreichen und so dem Gegner als B-Stelle zu entziehen.
Vorbereitungen zur Aufgabe des Brückenkopfes; Korpsbefehl um 22,00 Uhr; am 25.9.43 Teile 112. und 167. J.D. herausgelöst. [mehr ▸]
Am 24.9.43 befiehlt das Korps das Herauslösen der Teile 167. J.D. (I./Panz.G.R.110 wird vorübergehend geteilt, um sie bis zur Verkleinerung des Brückenkopfes abzulösen); der IIa der Div. erkundet die endgültige HKL der Div. am Südufer des Dnjepr; um 18,50 Uhr erhält Panz.Pi.Btl.209 Befehl, sämtliche Brücken im Zuge der Absetzbewegung zu erkunden und zur Sprengung vorzubereiten; um 20,00 Uhr Vorbereitungen für die Verengung und Aufgabe des Brückenkopfes; um 22,00 Uhr Eingang des Korpsbefehls für die Aufgabe des Brückenkopfes. Am 25.9.43 um 05,00 Uhr ist das Herauslösen der Teile G.R.339, 331 und 315 noch im Gange, am Vormittag wird die Herauslösung der Teile 112. und 167. J.D. beendet.
Erfolgreicher Gegenstoß einer gemischten Gruppe; Gef.Std. in Tscherkassy; Bereitschaft nach Fallschirmlandung. [mehr ▸]
Am Nachmittag des 25.9.43 wird ein sehr erfolgreicher Gegenstoß einer gemischten Gruppe aus Teilen Panz.-Rgt.15, Panz.-A.A.11 und I./Panz.A.R.119 durchgeführt, ebenso ein Vorstoß von Teilen St.G.A.911 und I./Panz.G.R.110. Um 16,00 Uhr Stellungswechsel des Div.Stabes, der um 18,00 Uhr in Tscherkassy arbeitsbereit ist; um 18,30 Uhr Beginn der befohlenen Bewegungen planmäßig und ohne Feinddruck. Wegen der am Tage zuvor erfolgten Landung von Fallschirmtruppen im Raum Tscherkassy ergeht Befehl zur Sicherung und zum Bereithalten an die Truppenteile.
Übersetzen über den Dnjepr, Aufgabe des Brückenkopfes ohne Feindberührung; Gef.Std. im Südteil Tscherkassy. [mehr ▸]
Am 26.9.43 sind am Morgen sämtliche Fahrzeuge unter 8 to übergesetzt, seit 05,00 Uhr ist das Überfahren von Schwerstfahrzeugen und Panzern im Gange; um 10,20 Uhr kann der Befehl zum Ausfahren der Pontonbrücke gegeben werden; am Nachmittag ist sämtliches Brückengerät geborgen bzw. planmäßig zerstört, das Absetzen aus dem verkleinerten Brückenkopf beginnt ohne jede Feindberührung und ist am Abend beendet. Div.Gef.Std.-Wechsel in den Südteil von Tscherkassy (Leontowitschstr. 128); 20 km stromab werden einige Sturmboote überfallen und fallen in Feindeshand.
Division übernimmt Ortsverteidigung und Ortskommandantur Tscherkassy, Befehl zur Teilevakuierung. [mehr ▸]
Am 27.9.43 Arbeiten zur Sicherstellung wirtschaftlicher Objekte der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Gebietskommissar; Übernahme der Ortsverteidigung und der Ortskommandantur; Befehl zur Teilevakuierung (Südwestteil der Stadt, der besonders bandenverdächtig ist). Um 10,30 Uhr erstes Auftreten eines feindlichen Infanterie-Stoßtrupps an der Brückenstelle, durch Art. zersprengt; das angesetzte Unternehmen mit SPW und Sturmbooten verläuft ergebnislos.
Division übernimmt zusätzlich Abschnitt Panz.G.R.394 der 3. Panz.-Div.; II./62 abgegeben; Kampfschule wird neu errichtet. [mehr ▸]
Am 28.9.43 neue Gliederung des Div.-Abschnittes infolge der nach rechts befohlenen Verbreiterung; um 22,45 Uhr fernmündlicher Befehl des Korps: Division übernimmt am 29.9.43 zusätzlich den Abschnitt des Panz.G.R.394 der 3. Panz.-Division. Der Korpsbefehl vom 29.9.43 befiehlt außerdem die Abgabe der II./62; Heer.Flak-Abt.277 stellt 6 2 cm Geschütze an Panz.A.A.11 ab; Panz.-Rgt.15 nach Russkaja Poljana, Panz.Pi.Btl.209 nach Ternowka; um 13,00 Uhr Div.-Abschnitt befehlsgemäß übernommen; Vorarbeiten für die Neuerrichtung der Div.-Kampfschule.
Teilweise Ablösung durch 168. J.D.; Verladung vorzubereiten, Ziel und Auftrag unbekannt; Kraftstoff zugewiesen. [mehr ▸]
Am 3.10.43 um 03,00 Uhr Befehl des Korps (durch Draht): Division wird mit Teilen durch 168. J.D. abgelöst und versammelt sich mit herausgelösten Teilen im Raum Beloserje und hält sich zur Verlegung zu anderem Einsatz bereit; fernmündlicher Vorbefehl des BvTO zur Bereitstellung von Zügen und zur Verladung. Um 11,25 Uhr Befehl des Korps: die bisher gegebenen Befehle sind lediglich vorbeugende Maßnahmen der Armee gewesen, ein Befehl zur Verladung liegt nicht vor, Ziel und Auftrag unbekannt; um 11,45 Uhr Befehl an die Truppenteile, dass Verladung nur vorzubereiten ist. Am Nachmittag Ablösung Panz.A.A.11 durch Teile 168. J.D. und Panz.G.R.111 durch Teile Panz.G.R.110; endgültiger Auftrag liegt nicht vor; Zuweisung von Kraftstoff erfolgt (Division hatte um Betriebsstoff gebeten, da sie sonst unbeweglich sei).
Ablösung durch 168. und 167. J.D.; Gef.Std. Stepanki; am 7.10.43 Division im Unterkunftsraum versammelt. [mehr ▸]
Am 5.10.43 abends Beginn der Ablösung durch 168. J.D., durch die II./Panz.G.R.110 und III./Panz.A.R.119 frei werden; 167. J.D. wird Reste der Division (Masse I./Panz.G.R.110 und II./Panz.A.R.119) laut Korpsbefehl bis zum 6.10.43, 18,00 Uhr ablösen. Am 6.10.43 um 00,00 Uhr Befehlsübergabe im Abschnitt des II./Panz.G.R.110 an 168. J.D.; um 18,30 Uhr Div.Gef.Std. Stepanki; am 7.10.43 ist die Division im Unterkunftsraum versammelt.
Bitte um 4 V.S. Kraftstoff als Reserve und Kolonnenraum für nicht bewegliche Regimenter. [mehr ▸]
Am 7.10.43 wird auf dem Ia-Wege dem III. Panzerkorps vorgeschlagen, die Division mit 4 V.S. zu versehen (dieser Kraftstoffbestand ist nötigenfalls zu sperren) und für die aus Kfz.-Gründen nicht beweglichen Teile der Division, besonders der Panzer-Grenadier-Regimenter, Kolonnenraum zuzuführen.
Division beim XXXXVII. Panzerkorps am rechten Flügel; Kraftstoff nur für Tagesmarsch. [mehr ▸]
Am 8.10.43 um 13,06 Uhr Anruf Ia III. Panzerkorps: Division ab sofort dem XXXXVII. Panzerkorps unterstellt zum Einsatz am rechten Flügel dieses Korps; Befehle an Panz.G.R. zum Inmarschsetzen der Mannschaften zum Feldersatzbtl., die über eine Gefechtsstärke von etwa 80 Mann pro Kp. hinaus vorhanden sind. Um 14,20 Uhr Vororientierung über den Marsch der Division in 2 Teilen auf nördlicher und südlicher Marschstraße, gep. Teile auf der nördl. Straße; die Division meldet dem Korps, dass sie mit dem vorhandenen Betriebsstoff bei einem Marsch in der Nacht den befohlenen Unterkunftsraum nicht erreichen kann, bei einem Tagesmarsch leer dort ankommt; auf die Vorschläge der Div. zum Auftanken eines Sperrbestandes ist nicht eingegangen worden, der erbetene Kolonnenraum ist ebenfalls nicht zur Verfügung gestellt worden.
Gef.Std. in Andrussowka; Angriff auf Feindbrückenkopf bei Smytnizar für 10.10.43; keine Artillerie-Munition. [mehr ▸]
Am 9.10.43 um 10,30 Uhr Div.Gef.Std. in Andrussowka arbeitsbereit; Angriffsbeginn wird für 08,00 Uhr (10.10.43) befohlen (Auftrag: Bereinigung des Feindbrückenkopfes bei Hf. Smytnizar). Die gp. Gruppe (Panz.Rgt.15, SPW I./Panz.G.R.110 und Flammzug, 2./Panz.A.A.11, I./Panz.A.R.119, Teile Panz.Pi.Btl.209) überrollt das links eingesetzte Panz.G.R.110; Stu.Gesch.Abt.911 täuscht durch demonstrative Bewegungen Angriffsabsichten von Süden nach Norden vor; Artillerie: aus Muni-Gründen ist zusammengefasster Feuerschlag bei Antreten nicht möglich.
Angriff auf Feindbrückenkopf am Dnjepr bleibt liegen; empfindliche Panzerwaffenausfälle; Panz.A.A.11 nach Nowo Georgijewsk. [mehr ▸]
Am 10.10.43 planmäßiges Antreten um 08,00 Uhr; zäher Feindwiderstand, außerordentlich schwieriges, sandiges Gelände, Scharfschützen erschweren den Kampf im Dünengelände; der Gegner setzt auf einer Motorfähre neue Kräfte über den Dnjepr; um 13,00 Uhr selbstständiger Entschluss des Ia: Verlegung Panz.A.A.11 (ohne 2.) nach Nowo Georgijewsk (Einsatz von Süden nach Norden). Um 15,00 Uhr ist der Angriff der Panz.G.R. endgültig liegen geblieben, eigene Verluste; die gep. Gruppe erhält sehr starkes Abwehrfeuer, empfindliche eigene Panzerwaffenausfälle; St.G.A. zerschlägt einen feindlichen Angriff auf Hf. Schumeika.
Korps stellt Angriff auf Brückenkopf ein; Division bei 320. J.D. geht zur Verteidigung über; Abschnitt PGR110 und Eingreifgruppen. [mehr ▸]
Am 10.10.43 um 19,45 Uhr Besprechung am Gef.Std. 320.J.D.: der Angriff zur Bereinigung des Brückenkopfes ist auf Befehl des Korps einzustellen; 320. J.D. mit unterstellter 11. Panz.-Div. geht zur Verteidigung über (Vorschlag der Division, den Angriff dennoch durchzuführen, von der oberen Führung abgelehnt). Um 21,00 Uhr Befehle: Panz.G.R.110, der 320.J.D. unterstellt, übernimmt Abschnitt (Grenze rechts etwa Nowo Lipowo); Panz.Rgt.15 versammelt hinter Abschnitt Panz.G.R.110 als Eingreifgruppe zur Verfügung 320. J.D.; II./Panz.G.R.111 verbleibt nach Ablösung durch Teile 320.J.D. mit 1./St.G.A.911 als Eingreifgruppe Donnhauser zur Verfügung 320. J.D.; Panz.A.A.11 und St.G.A.911 (ohne 1.) bilden eine Eingreifgruppe zur Verfügung 320. J.D., auf Zusammenarbeit mit G.R.585 angewiesen; Panz.Pi.Btl.209 und 3./Heer.Flak-Abt.277 bleiben der Division unmittelbar unterstellt.
Kampfgruppe „Postel“ aufgelöst; Division wieder beim XXXXVII. Panzerkorps; Angriff am 12.10.43 auf Befehl der Heeresgruppe abgesagt. [mehr ▸]
Am 11.10.43 wird um 15,00 Uhr gemeldet, dass Kampfgruppe „Postel“ aufgelöst ist; Division ist dem XXXXVII. Panzerkorps wieder unmittelbar unterstellt. Um 16,30 Uhr bleibt Panz.A.A.11 mit einer Battr. St.G.A.911 der 320. J.D. unmittelbar unterstellt; außerdem hat die Div. als Korpsreserve eine Eingreifgruppe zu bilden, bestehend aus Stab und II./Panz.G.R.111, I./Panz.A.R.119 und Stab und 1 Battr./St.G.A., Versammlungsraum Kalaborok. Um 18,50 Uhr orientiert K.G., dass auf Befehl der Heeresgruppe der für den 12.10.43 geplante Angriff nicht stattzufinden hat; Auftrag für Division: im zugewiesenen Abschnitt zur Verteidigung einrichten.
Unternehmen I./PGR111 im Dünengelände erfolgreich (Beute, „erhebliche blutige Verluste“ des Gegners); Vorstoß auf letzten Stützpunkt nachts erfolglos. [mehr ▸]
In der Nacht zum 12.10.43 misslingt der Versuch, die Brückenstelle mit Floßtreibminen zu sperren, wegen der zahlreichen Sandbänke; am Morgen des 12.10.43 werden Bewegungen erkannt, die auf Ablösungen des Feindes schließen lassen, sie werden mit Artillerie bekämpft. Am Nachmittag Unternehmen im Abschnitt I./Panz.G.R.111 zur Bereinigung des Dünengeländes und zum Erreichen des beherrschenden Höhenzuges erfolgreich abgeschlossen: bei geringen eigenen Verlusten Beute eingebracht, Gegner hat erhebliche blutige Verluste. In der Nacht zum 13.10.43 gelingt das Unternehmen zur Gewinnung des letzten feindlichen Dünenstützpunktes nicht, am Nachmittag erneuter Vorstoß.
Sandiges Gelände verschlechtert Kettenfahrzeuge; Werkstätten der Division im Raum Smela; neue StuG-Battr. aus der Werkstatt. [mehr ▸]
Am 12.10.43 um 10,30 Uhr meldet die Division dem Korps, dass das sandige Gelände den Zustand der Kettenfahrzeuge so verschlechtert hat, dass mit weiteren Ausfällen bei größeren Märschen gerechnet werden muss; geordnete Instandsetzung ist z.Zt. nicht möglich, da die Instandsetzungseinrichtungen der Division noch im Raum Smela liegen; um 13,13 Uhr erklärt sich das Korps einverstanden, dass die neu aus der Werkstatt herangeführte Battr. St.G.A.911, die unmittelbar dem Korps unterstellt ist, hinter dem Abschnitt der Division eingesetzt wird.
Kampfgruppe (II./PGR111, II./Pz.Rgt.15, I./PAR119) zur Verladung in Snamenka bereit; nur Gleiskettenteile verladen. [mehr ▸]
Am 12.10.43 um 11,45 Uhr fernmdl. Korpsbefehl: ab 15,00 Uhr sind Stab und II./Panz.G.R.111, II./Panz.Rgt.15 und I./Panz.A.R.119 marschbereit zu halten zur Verladung auf Bhf. Snamenka, heute abend beginnend; Auftrag für die Kampfgruppe und Organisation der Versorgung sind unbekannt. Um 13,13 Uhr ist das Korps einverstanden, dass Stab/Panz.Rgt.15 im Raum Smela verbleibt, um die Instandsetzung der ausgefallenen Wagen und die Versorgung des Rgt. durchzuführen; 15,00 Uhr Abmarsch der Panz.Abt. und I./Panz.A.R.119, 16,30 Uhr Abmarsch II./Panz.G.R.111, 17,00 Uhr Stab/Panz.G.R.111; um 21,00 Uhr fernmündlicher Befehl des Korps, dass entgegen den bisherigen Weisungen nur die Gleiskettenteile verladen werden, Räderteile dagegen im Landmarsch rollen.
I./PGR111 herausgelöst und zum XXXXVIII. Panzerkorps entlassen; Verladung in Snamenka verzögert (keine Züge). [mehr ▸]
Am Morgen des 13.10.43 werden I./Panz.G.R.111 und die Rgt.-Einheiten planmäßig herausgelöst und der Abschnitt durch Panz.G.R.110 mit übernommen; das Btl. wird ebenfalls zum XXXXVIII. Panzerkorps entlassen. Die Verladung der Gleiskettenteile am Bhf. Snamenka verzögert sich wegen Fehlens von Zügen und Loks, die nicht planmäßig bereitgestellt worden sind.
Division scheidet aus XXXXVII. Panzerkorps aus und marschiert zum XXXXVIII. Panzerkorps; 320. J.D. übernimmt Abschnitt PGR110; Rest per Bahn nach Mironowka. [mehr ▸]
Am 15.10.43 um 01,25 Uhr fernschriftlicher Befehl vom XXXXVII. Panzerkorps, wonach Div.Stab und Panz.Pi.Btl.209 (ohne 1 Kp.) aus dem Unterstellungsverhältnis entlassen und zum XXXXVIII. Panzerkorps in Marsch zu setzen sind; um 11,30 Uhr fernmündlicher Befehl: auch Stab und III./Panz.A.R.119 herauszuziehen; um 12,00 Uhr Befehlsübernahme im Abschnitt Panz.G.R.110 durch 320.J.D.; Abmarsch des Div.-Stabes, Div.Gef.Std. Stepanki. Durch Armee ergeht Befehl, dass die noch im Raum der 320. J.D. befindlichen Teile der Division (Panz.G.R.110, II./Panz.A.R.119, 2./Panz.Pi.Btl.209, 3./Heer.Flak-Abt.277, Panz.A.A.11, Teile Versorgungstruppen) in der Nacht vom 15./16. und 16./17. abzulösen sind, im Eisenbahntransport von Snamenka nach Mironowka der Div. zuzuführen und dieser unterstellt werden; am 16.10.43 um 11,00 Uhr trifft der Div.-Stab in Lasurzy ein.
Angriff der Gruppe Kaldrack auf Brückenkopf Sselischtsche abgesagt; Gruppe bei 112. J.D. in Bereitschaft. [mehr ▸]
Am 16.10.43 sind Besprechungen für ein geplantes Angriffsunternehmen zur teilweisen Bereinigung des Brückenkopfes Sselischtsche angesetzt, dazu ist beabsichtigt, die Gruppe Kaldrack (Panz.G.R.111, II./Panz.Rgt.15, I./Panz.A.R.119) einzusetzen. Um 18,45 Uhr Befehl Korps: der Angriff zur teilweisen Bereinigung des Brückenkopfes Sselischtsche wird nicht durchgeführt; Gruppe Kaldrack hält sich so bereit, dass sie bei Feindangriffen auf den rechten Flügel 112. J.D. eingreifen kann. Der der Div. zugewiesene Versammlungsraum ist durch rückwärtige Teile der Stellungsdivisionen völlig belegt.
Befehl zur Verladung der Division per Bahn nach Alexandrija zur Verfügung AOK 8; Bahnhöfe Mironowka und Tempi. [mehr ▸]
Am 17.10.43 sind um 08,10 Uhr auf Befehl der Heeresgruppe die vom XXXXVII. Panzerkorps in Zuführung begriffenen Teile der Division zur Verfügung der Heeresgruppe angehalten worden; um 13,45 Uhr fernmündliche Vororientierung des Korps, um 14,00 Uhr endgültiger Korpsbefehl: die im Raum des XXXXVIII. Panzerkorps eingesetzten Teile der Division werden im E-Transport nach Alexandrija verladen (Verladebahnhöfe Mironowka für Räder und Tempi für Panzer), die Division wird im Raum Alexandrija zur Verfügung AOK 8 versammelt; Verladung und Versammlung der unter Befehl des XXXXVII. Panzerkorps verbliebenen Teile durch A.O.K. 8. Um 10,25 Uhr hatte das Korps befohlen, dass Panz.G.R.111 für 4 Tage die 20. Panz.Gren.Div. ablöst, um 11,05 Uhr neuer Befehl: die Ablösung findet nicht statt.
Verladung per Bahn im Schlamm; Gef.Std. in Mironowka; Zug für Stab erst nach Vorstellungen. [mehr ▸]
Am 18.10.43 laufen die Marschbewegungen der Division, sehr erschwert durch völlige Verschlammung der Wege; um 07,00 Uhr ist ein K-Zug mit Teilen Panz.Pi.209 verladen, ein weiterer K-Zug mit Resten Panz.Pi.209 und der Div.Sich.Abt. wird verladen; in Tempi Verladung II./Panz.Rgt.15 und I./Panz.A.R.119; Stellungswechsel des Div.-Stabes, der am Nachmittag in Mironowka eintrifft; um 20,00 Uhr wird erst nach dringenden Vorstellungen ein K-Zug zur Verladung des Stabes bereitgestellt, Verladung beginnt und ist gegen Mitternacht beendet.
Division in Alexandrija beim XXXX. Panzerkorps; ab 20.10.43 Sicherungsabschnitt; Teile eingetroffen. [mehr ▸]
Am 19.10.43 um 01,00 Uhr Abfahrt des Div.-Stabes; um 14,00 Uhr Eintreffen in Alexandrija, Div.Gef.St. Alexandrija-Ost. Die Div., dem XXXX. Panzerkorps zusammen mit 6. Panz.-Div., SS-Panz.Gren.Div. „Totenkopf“ und 376. J.D. unterstellt, sammelt im Raum Protopopowka – Alexandrija und übernimmt ab 20.10.43, 12,00 Uhr Sicherungen in Linie Südrand Krassnaja Nikolajewka (dort Anschluss an 376. J.D.) – Nordostrand Petrosagorje (dort Anschluss an SS-Panz.Gren.Div. „Totenkopf“). Bisher eingetroffen: Stab und I./Panz.G.R.110 (ohne 3.Kp.), II./Panz.A.R.119 (ohne 4. Battr.), 3./H.Flak-Abt.277, 4./Heer.-Flak-Abt.277 (Div.-Sich.Abt.), Panz.-Pi.Btl.209 (ohne 1 Kp.); eingesetzt, der 376. I.D. unterstellt: Gruppe Henze, Div.-Sich.Abt., Panz.Pi.Btl.209.
Division meldet, dass bis 21.10.43 keine nennenswerten Kampfteile eintreffen; Panz.A.A.11 verlädt in Snamenka. [mehr ▸]
Am 19.10.43 meldet die Division dem Korps, dass bis zum geplanten Angriff des Korps am 21.10.43 voraussichtlich keine nennenswerten Kampfteile der Div. eingetroffen sein werden; die Panz.A.A.11 steht in Snamenka verladebereit und erhält fernmündlich Befehl, schnellstens zu verladen und mit schlammbeweglichen Teilen im Landmarsch Alexandrija zu erreichen. Am 20.10.43 um 08,45 Uhr meldet die Div. erneut, dass zum geplanten Angriffstermin 21.10.43 allenfalls die Aufkl.Abt. und I./Panz.A.R.119 sowie der Rest des Panz.G.R.110 zur Verfügung stehen werden, mit Eintreffen Panz.G.R.111 und III./Panz.A.R.119 jedoch nicht zu rechnen sei.
Ausführung (Ausf.): Pz.Kpfw.III Ausf.L
Produktionsdatum: 1942.02
Hersteller: MNH, Hannover
Hauptbewaffnung: 5 cm Kw.K. L/60
Datenquelle: Panzer Tracts 03-3-42/44
Für dieses Exemplar sind keine Umbauten oder Spezialmodifikationen registriert.
Keine technischen Ereignisse registriert.
Für dieses Exemplar sind keine besonderen Merkmale eingetragen.
Keine Archivfotos für diese Fahrgestellnummer vorhanden.